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Chemie · Klasse 5–10 · aktualisiert

Siedetemperatur: Sieden und Druck verstehen

Was beim Sieden geschieht, warum die Siedetemperatur vom Druck abhängt und wie du Siedewerte verschiedener Stoffe richtig vergleichst.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Siedetemperatur: Sieden und Druck verstehen

Kurz gesagt

Die Siedetemperatur ist die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit bei einem bestimmten Druck in der ganzen Flüssigkeit gasförmig wird. Sie hängt vom Druck ab: Sinkt der Druck, sinkt sie, steigt der Druck, steigt sie. Wasser siedet bei 1013 hPa bei etwa 100 °C, auf hohen Bergen darunter.

Die Siedetemperatur ist die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit bei einem bestimmten Druck in den gasförmigen Zustand übergeht. Sie ist keine unveränderliche Zahl: Sinkt der äußere Druck, sinkt auch die Siedetemperatur. Steigt der Druck, steigt sie.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Beim Erwärmen einer Flüssigkeit bewegen sich ihre Teilchen stärker. Bei der Siedetemperatur geht der Stoff in allen Teilen der Flüssigkeit in den gasförmigen Zustand über. Deshalb entstehen Dampfblasen auch mitten in der Flüssigkeit und steigen nach oben.

Die Teilchen selbst bleiben dabei dieselben. Ein Wasserteilchen wird beim Sieden also nicht zu einem anderen Stoff. Es ändern sich vor allem die Bewegung und der Abstand der Teilchen.

Bei einem Reinstoff und gleichbleibendem Druck steigt die Temperatur während des Siedens trotz weiterer Energiezufuhr zunächst nicht weiter. Die zugeführte Energie wird für den Übergang in den gasförmigen Zustand gebraucht.

Definition

Sieden

Sieden ist der Übergang eines Stoffes vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand in der gesamten Flüssigkeit.

Beispiel: Wasser siedet

  1. 1Wasser wird bei einem Druck von etwa 1013 hPa erwärmt.
  2. 2Bei ungefähr 100 °C bilden sich in der ganzen Flüssigkeit Dampfblasen.
  3. 3Während das Wasser siedet, liegen flüssiges Wasser und Wasserdampf gleichzeitig vor.

Merke: Beim Sieden verändert sich der Aggregatzustand des Stoffes, nicht die Art seiner Teilchen.

Teste dich

LeichtWelche Beobachtung kennzeichnet Sieden?
MittelWasser siedet in einem offenen Topf. Du stellst die Herdplatte höher. Was geschieht, solange noch Wasser im Topf ist?

Alles auf einen Blick

Siedetemperatur

  • Sieden

    Übergang von flüssig zu gasförmig mit Dampfblasen in der ganzen Flüssigkeit

  • Druck

    Die Siedetemperatur gehört immer zu einem bestimmten Druck

  • Richtung

    Sinkt der Druck, sinkt die Siedetemperatur, steigt er, steigt sie

  • Stoffe

    Reinstoffe haben bei gleichem Druck typische Siedetemperaturen, je nach Anziehung ihrer Teilchen

  • Lösungen

    Salzwasser siedet höher als reines Wasser, Gemische oft über einen Bereich

  • Stoffe erkennen

    Siedewert bei bekanntem Druck plus weitere Eigenschaften prüfen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Welche Stoffe sind bei 50 °C gasförmig?

  1. 1Aufgabe: Welche Stoffe aus der Tabelle sind bei 50 °C und 1013 hPa gasförmig? Methanol, Ethanol, Wasser und Butanol sind bei Zimmertemperatur flüssig.
  2. 2Regel: Liegt die Siedetemperatur unter 50 °C, ist der Stoff bei 50 °C gasförmig.
  3. 3Sauerstoff (−183 °C), Methan (−161,6 °C) und Pentan (36,1 °C) sieden unter 50 °C. Sie sind bei 50 °C gasförmig.
  4. 4Methanol, Ethanol und Butanol sieden laut Tabelle über 50 °C. Auch Wasser gehört zu dieser Gruppe. Diese Stoffe sind bei 50 °C noch flüssig.
  5. 5Achtung: Bei einem anderen Druck verschieben sich die Siedetemperaturen. Dann kann das Ergebnis anders ausfallen.

Fehler finden

Einen Siedewert richtig vergleichen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Beim Sieden bilden sich Dampfblasen . Der Siedepunkt verbindet die Siedetemperatur mit dem . Sinkt der Druck, die Siedetemperatur.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Siedetemperatur

LeichtWelche Aussage beschreibt die Siedetemperatur richtig?
MittelPentanteilchen sind größer als Methanolteilchen. Trotzdem siedet Pentan bei gleichem Druck schon bei etwa 36 °C, Methanol erst bei etwa 65 °C. Was kannst du daraus schließen?
SchwerEine unbekannte Probe siedet bei bekanntem Druck ungefähr bei 78 °C. Wie gehst du für eine zuverlässige Zuordnung vor?

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