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Biologie · Klasse 11–12 · aktualisiert

Enzymaktivität: Einflussfaktoren und Kurven

Wie Substratmenge, Temperatur, pH-Wert und Hemmstoffe die Geschwindigkeit einer Enzymreaktion verändern.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Enzymaktivität: Einflussfaktoren und Kurven

Kurz gesagt

Enzymaktivität beschreibt, wie schnell ein Enzym unter bestimmten Bedingungen Substrat umsetzt. Mehr Substrat steigert die Geschwindigkeit bis zur Sättigung; Temperatur, pH-Wert und Hemmstoffe verändern sie ebenfalls.

Die Enzymaktivität zeigt sich daran, wie schnell ein Enzym Substrat in Produkt umsetzt. Sie hängt besonders von der Substratkonzentration, der Temperatur, dem pH-Wert und möglichen Hemmstoffen ab. Auf dieser Seite lernst du, diese Einflüsse zu erklären und Sättigung, Denaturierung und Hemmung voneinander zu unterscheiden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Enzyme sind Biokatalysatoren: Sie beschleunigen Reaktionen, indem sie die nötige Aktivierungsenergie senken. Sie werden dabei nicht dauerhaft verbraucht. Der Grundablauf lautet: Enzym + Substrat → Enzym-Substrat-Komplex → Enzym + Produkt. Das Substrat bindet am aktiven Zentrum. Dabei kann sich die Form des Enzyms etwas anpassen; dieses Modell heißt Induced Fit. Nach der Umsetzung löst sich das Produkt, und das Enzym kann erneut reagieren.

Definition

Enzymaktivität

Die Enzymaktivität beschreibt, wie schnell ein Enzym unter bestimmten Bedingungen Substrat umsetzt. Ändern sich diese Bedingungen, kann sich auch die Reaktionsgeschwindigkeit ändern.

Beispiel

  1. 1Saccharase bindet Saccharose am aktiven Zentrum.
  2. 2Im Enzym-Substrat-Komplex wird Saccharose unter Beteiligung von Wasser in Glucose und Fructose gespalten.
  3. 3Danach werden die Produkte freigesetzt, während die Saccharase wieder verfügbar ist.

Teste dich

LeichtWarum kann ein Enzym nacheinander viele Substratmoleküle umsetzen?

Alles auf einen Blick

Enzymaktivität

  • Substratkonzentration

    Anstieg bis zur Sättigung bei Vmax

  • Michaelis-Menten-Konstante

    KM bezeichnet die Konzentration bei halbmaximaler Anfangsgeschwindigkeit

  • Temperatur

    Beschleunigung bis zum Optimum, danach mögliche Denaturierung

  • pH-Wert

    enzymabhängiges Optimum und Strukturänderung bei starken Abweichungen

  • Kompetitive Hemmung

    Wettbewerb am aktiven Zentrum

  • Nichtkompetitive Hemmung

    im reinen Modell niedrigeres Vmax trotz mehr Substrat

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Eine Aktivitätskurve auswerten

  1. 1Auf der waagerechten Achse steht die Substratkonzentration; auf der senkrechten die Anfangsgeschwindigkeit.
  2. 2Die Kurve steigt zunächst steil und nähert sich dann einem hohen Plateau: Die aktiven Zentren sind zunehmend ausgelastet.
  3. 3Lies Vmax am angenäherten Plateau ab und KM bei der halben Anfangsgeschwindigkeit.
  4. 4Ein zweiter Versuch mit Hemmstoff hat ein niedrigeres Plateau, das mehr Substrat nicht aufhebt: Im reinen Modell passt das zu nichtkompetitiver Hemmung.

Fehler finden

Eine Sättigungskurve prüfen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Pepsin besitzt im Beispiel sein Optimum ungefähr bei . Für Speichelamylase ist hier angegeben. Trypsin arbeitet im Beispiel bei etwa besonders gut.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Enzymaktivität

LeichtWarum haben Pepsin und Speichelamylase verschiedene pH-Optima?
MittelWarum steigert zusätzliches Substrat die Geschwindigkeit bei Sättigung kaum noch?
SchwerEine Hemmung bleibt auch bei stark erhöhter Substratkonzentration bestehen, und Vmax ist vermindert. Welche Erklärung passt?

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