Zum Inhalt springen
L

Biologie · Klasse 7–10 · aktualisiert

Embryonalentwicklung: Phasen und Keimblätter

Von der Zygote zu Organanlagen: Du ordnest Furchung, Einnistung und Gastrulation und lernst die drei Keimblätter kennen.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Embryonalentwicklung: Phasen und Keimblätter

Kurz gesagt

Die menschliche Embryonalentwicklung beginnt mit der Zygote. Nach Furchung und Blastozystenbildung folgt die Einnistung. Bei der Gastrulation entstehen Ektoderm, Mesoderm und Endoderm; aus ihnen gehen anschließend die Organanlagen hervor.

Die menschliche Embryonalentwicklung beginnt mit der befruchteten Eizelle. Aus ihr entstehen durch Zellteilungen zunächst Morula und Blastozyste. Nach der Einnistung bildet die Gastrulation drei Keimblätter, aus denen anschließend die Organanlagen hervorgehen. Du lernst den Ablauf in seiner biologischen Reihenfolge kennen. Zeitangaben beziehen sich ungefähr auf die Zeit seit der Befruchtung; einzelne Lehrbücher setzen die Grenzen der Phasen etwas unterschiedlich.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Nach der Befruchtung liegt eine einzelne Zelle vor: die Zygote. Sie teilt sich wiederholt in kleinere Tochterzellen, die Blastomeren. In der Blastozyste sind erstmals zwei Zellbereiche deutlich zu unterscheiden: Der Embryoblast, die innere Zellmasse, ist der Ausgangspunkt des eigentlichen Embryos. Der Trophoblast, die äußere Zellschicht, ermöglicht die Einnistung und bildet später Anteile der Plazenta.

Definition

Furchung

Als Furchung bezeichnet man die ersten schnellen Zellteilungen der Zygote. Die Zellzahl steigt, während das Gesamtvolumen zunächst ungefähr gleich bleibt. Deshalb wird jede einzelne Zelle kleiner.

Merke: Furchung bedeutet mehr Zellen, aber zunächst keinen entsprechend größeren Keim. Daher werden die Blastomeren kleiner.

Beispiel: Der frühe Ablauf lässt sich so ordnen

  1. 1Aus der Zygote entstehen zwei, dann vier und acht Blastomeren.
  2. 2Bis ungefähr zum vierten Tag bildet sich eine kompakte Zellkugel mit bis zu 32 Zellen: die Morula.
  3. 3Flüssigkeit sammelt sich im Inneren und bildet eine Höhle.
  4. 4Aus der Morula wird die Blastozyste.

Teste dich

LeichtWas kennzeichnet die Furchung?
MittelEin Keim besitzt eine flüssigkeitsgefüllte Höhle sowie eine innere und eine äußere Zellgruppe. Welches Stadium liegt vor?

Alles auf einen Blick

Embryonalentwicklung

  • Frühe Stadien

    Zygote und Furchung; Morula und Blastozyste; Einnistung durch den Trophoblasten

  • Gastrulation

    Ektoderm; Mesoderm; Endoderm

  • Organogenese

    Neurulation; Somitenbildung; Körperfaltung

  • Fetalperiode

    Wachstum; Reifung; Funktionsaufnahme

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Entwicklungsstadium aus Merkmalen bestimmen

  1. 1Ein früher menschlicher Keim besitzt bereits eine flüssigkeitsgefüllte Höhle und zwei unterscheidbare Zellbereiche.
  2. 2Die innere Zellmasse heißt Embryoblast; außen liegt der Trophoblast.
  3. 3Diese Merkmale kennzeichnen die Blastozyste. Eine kompakte Morula hat noch keine solche Höhle.
  4. 4Die Einnistung und die Bildung der drei Keimblätter folgen später.

Fehler finden

Wo entstehen die Keimblätter? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei der Gastrulation entstehen drei Keimblätter. Das Nervensystem entwickelt sich hauptsächlich aus dem . Muskulatur und Blutgefäße gehen überwiegend aus dem hervor. Das Epithel des Darmrohrs entsteht aus dem .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Embryonalentwicklung

LeichtWelcher Teil der Blastozyste ist Ausgangspunkt des eigentlichen Embryos?
MittelWarum werden die Blastomeren während der frühen Furchung kleiner?
SchwerIn einer Modellbeobachtung entsteht zwar eine Blastozyste, aber keine normale Gastrulation. Welche unmittelbare Folge ist am besten begründet?

Weiterlesen in Biologie