Biologie · Klasse 8–9 · aktualisiert
Auge: Aufbau, Sehvorgang und Anpassung verstehen
Vom Schutz des Auges bis zum Seheindruck: Verfolge Licht und Nervensignale und erkläre die Anpassung an Helligkeit und Entfernung.
0 von 10 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Das Auge lenkt Licht durch Hornhaut, Pupille, Linse und Glaskörper zur Netzhaut. Dort entstehen elektrische Signale, die über den Sehnerv zum Gehirn gelangen. Die Iris regelt den Lichteinfall; die Linse stellt auf Nähe oder Ferne scharf.
Beim Blick auf einen Gegenstand gelangen Lichtstrahlen durch mehrere Teile des Auges zur Netzhaut. Dort beginnt der Signalweg zum Gehirn. Du erfährst, wie das Auge geschützt wird und wie Pupille und Linse unterschiedliche Aufgaben beim Sehen übernehmen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
Der Augapfel liegt größtenteils in der knöchernen Augenhöhle. Die feste Lederhaut umhüllt ihn. Augenlider schließen sich bei Gefahr und verteilen beim Blinzeln Tränenflüssigkeit. Wimpern halten kleine Fremdkörper zurück; Augenbrauen lenken herablaufenden Schweiß ab. Tränenflüssigkeit hält die Hornhaut feucht und kann Fremdkörper fortspülen.
Vorn liegt die durchsichtige Hornhaut. Sie schützt das Auge und bricht eintretendes Licht. Hinter ihr liegt die farbige Iris. Ihre Öffnung heißt Pupille. Die Iris verändert die Größe dieser Öffnung und damit die Menge des einfallenden Lichts.
Definition
Pupille
Die Pupille ist eine Öffnung in der Iris, durch die Licht eintritt. Sie bündelt Licht nicht wie eine Linse.
Definition
Linse
Die durchsichtige Linse bündelt Licht für ein scharfes Bild auf der Netzhaut. Ihre Form kann sich ändern.
Teste dich
Licht passiert zuerst die Hornhaut, dann die Pupille und die Linse. Anschließend durchquert es den durchsichtigen, gelartigen Glaskörper zwischen Linse und Netzhaut. Der Glaskörper trägt auch zur Form des Augapfels bei. Die Linse bündelt das Licht auf der Netzhaut, die den Augapfel innen auskleidet.
In der Netzhaut wandeln Sinneszellen Lichtreize in elektrische Signale um. Der Sehnerv führt diese Signale zum Gehirn, das daraus einen bewussten Seheindruck verarbeitet. Zapfen ermöglichen Farbsehen. Am gelben Fleck liegen besonders viele Zapfen; dort ist das Sehen am schärfsten. Stäbchen benötigen weniger Licht und dienen vor allem der Hell-Dunkel-Wahrnehmung, etwa in der Dämmerung. Am Austritt des Sehnervs fehlen Sinneszellen. Diese Stelle heißt blinder Fleck; Licht auf genau dieser Stelle wird nicht wahrgenommen.
Merke: Bis zur Netzhaut verfolgst du Licht. Danach verfolgst du elektrische Signale über den Sehnerv zum Gehirn.
Beispiel: Ein Lichtpunkt auf der Netzhaut
- 1Eine kleine Lampe leuchtet in einiger Entfernung.
- 2Ihr Licht erreicht über Hornhaut, Pupille, Linse und Glaskörper die Netzhaut.
- 3Sinneszellen bilden Signale; der Sehnerv leitet sie zum Gehirn.
- 4Erst die Verarbeitung im Gehirn macht den Lichtpunkt bewusst sichtbar.
Teste dich
Zwei Bedingungen sind zu unterscheiden: Die Helligkeit bestimmt vor allem die Pupillengröße. Normalerweise verkleinern Muskeln der Iris die Pupille bei viel Licht und vergrößern sie bei wenig Licht. So verändert sich die Menge des Lichts, das ins Auge gelangt.
Bei einem gesunden Auge bestimmt die Entfernung die nötige Linsenform. Für einen nahen Gegenstand wird die Linse dicker, für einen weit entfernten flacher. Diese Anpassung der Linsenform für scharfes Sehen heißt Akkommodation. Eine große Pupille bedeutet also nicht zugleich eine dicke Linse: Helligkeit und Entfernung können unabhängig voneinander wechseln.
Beispiel: Lesen im hellen Garten
- 1Eine Person liest draußen bei Sonnenschein einen nahen Text.
- 2Wegen der Helligkeit wird ihre Pupille klein.
- 3Für den nahen Text wird ihre Linse dicker.
- 4Pupillengröße und Linsenform folgen hier zwei verschiedenen Bedingungen.
Merke: Helligkeit → Pupillengröße. Entfernung → Linsenform. Hell bedeutet kleine Pupille; nah bedeutet dickere Linse.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Auge
Schutz
Augenhöhle, Lider, Wimpern und Tränenflüssigkeit
Lichtweg
Hornhaut, Pupille, Linse, Glaskörper und Netzhaut
Signalweg
Netzhaut, Sehnerv und Gehirn
Helligkeit
Iris verändert die Pupillengröße
Entfernung
Linse akkommodiert
Sinneszellen
Zapfen und Stäbchen
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Zwei Anpassungen an einem Ort
- 1Du sitzt in einem schwach beleuchteten Raum und betrachtest ein nahes Heft.
- 2Welche Pupillengröße passt zur Helligkeit? Bei wenig Licht wird die Pupille groß.
- 3Welche Linsenform passt zur Entfernung? Für das nahe Heft wird die Linse dicker.
- 4Beide Antworten folgen aus verschiedenen Bedingungen.
Fehler finden
Licht und Ferne getrennt prüfen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Die Linsenform wurde mit der Nähe verwechselt. Richtig: Weil der Turm weit entfernt ist, wird die Linse flacher.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Licht gelangt durch die und danach durch die zur Linse. Auf der entstehen elektrische Signale. Der Sehnerv leitet sie zum Gehirn.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback