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Zionistische Weltorganisation
Im Basler Programm forderte der erste Zionistische Kongress: „Der Zionismus strebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte an für …
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Aufgabe und Aufbau
Die Zionistische Weltorganisation (WZO; englisch World Zionist Organization) ist eine Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Jerusalem. Sie wurde vom ersten Zionistischen Kongress vom 29. bis 31. 1897 im Basler Stadtcasino auf Initiative von Theodor Herzl gegründet; als Gründer werden Theodor Herzl und Max Nordau genannt. Vorsitzender ist Yaakov Hagoel.
Ihr ursprüngliches Ziel war die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk und die Förderung des Zionismus. Das Basler Programm formulierte: „Der Zionismus strebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte an für diejenigen Juden, die sich an ihren jetzigen Wohnorten nicht assimilieren können oder wollen.“
Zur WZO gehören weltzionistische Verbände, territoriale zionistische Föderationen und internationale Organisationen wie WIZO, Hadassah, B’nai B’rith, Maccabi und die Weltsephardische Föderation. Vertreten sind außerdem die orthodoxe, konservative und reformierte Strömung des Judentums, eine Delegation aus den GUS-Staaten, die Weltunion der Jüdischen Studenten sowie die Jewish Agency for Israel als Zweigstelle der WZO.
Ziele laut Manifest
Nach ihrem Manifest fördert die WZO Zionismus, die zionistische Idee und das zionistische Unternehmen durch Israel-Bildung. Grundlage sind die Prinzipien des Jerusalemer Programms.
Genannt werden insbesondere die Verankerung der Zentralität Israels und Jerusalems als Hauptstadt im jüdischen Bewusstsein, die Förderung der Rückkehr nach Zion, die Gestaltung einer vorbildlichen Gesellschaft im jüdischen Staat, der Ausbau zionistischer Bildung einschließlich Hebräischunterricht, die Besiedlung des Landes und der Kampf gegen Antisemitismus. Die WZO will die Wirkung zionistischer Ideologie und Aktivitäten in jüdischen Gemeinschaften weltweit, einschließlich Israels, steigern. Dazu arbeitet sie mit Shlichim, also Gesandten der zionistischen Verbände und ihrer Mitgliedsorganisationen, und wirkt insbesondere über die Jewish Agency for Israel auf die organisierte jüdische Gemeinschaft ein.
Entwicklung bis zur Staatsgründung
Die Organisation hieß zunächst Zionistische Organisation (ZO) und war die Dachorganisation der zionistischen Bewegung. Sie verfolgte das Ziel einer jüdischen Heimat in Eretz Yisrael, das damals zum Osmanischen Reich und später zum britischen Mandatsgebiet gehörte. 1960 wurde sie in Weltzionistische Organisation umbenannt und erhielt eine neue Verfassung.
Die WZO spielte laut Artikel eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des modernen Zionismus und die Gründung des Staates Israel 1948. Ihre Finanzen verwaltete der Jewish Colonial Trust, gegründet 1899. Der Jewish National Fund, gegründet 1901, war für den Landerwerb zuständig. Keren Hayesod, gegründet 1920, finanzierte zionistische Aktivitäten vor der Staatsgründung.
Die Organisation investierte in jüdischen Siedlungen in Infrastruktur wie Schulen, medizinische Einrichtungen und landwirtschaftliche Betriebe. Außerdem betrieb sie politische Lobbyarbeit für internationale Unterstützung. Als Folge wird unter anderem die Balfour-Deklaration von 1917 genannt: Die britische Regierung erklärte darin ihre Unterstützung für eine „nationale Heimstätte für das jüdische Volk“ im britischen Mandatsgebiet.
Sitz und heutige Organisation
Die Hauptverwaltung wird offiziell Bejt ha-Histadrūt ha-Zijjōnīt ha-ʿŌlamīt, „Haus der Zionistischen Weltorganisation“, genannt. Umgangssprachlich heißt sie ha-Sochnut. Das Gebäude liegt in Tel Aviv-Jaffa an der Nordseite des Rechov Kaplan zwischen Rechov Dubnow und Rechov da Vinci. Benjamin Idelson und Arieh Scharon errichteten den heutigen Hauptsitz zwischen 1961 und 1965.
Heute trifft sich die WZO alle vier bis fünf Jahre in Jerusalem. Teilnehmen können nach dem Artikel nur Organisationen, die sich für israelische Bürger einsetzen; ihre politische Richtung spielt dabei keine Rolle.
Von 1907 bis 1950 veröffentlichte die WZO mit geringen Unterbrechungen die Wochenzeitung Haolam („Die Welt“) als Zentralorgan, zunächst in Köln und später an verschiedenen europäischen Verlagsorten.