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Windows Medienwiedergabe
2022 Groove Music, ist der in Windows 10 und 11 integrierte Mediaplayer. Der Streamingdienst Groove Music wurde zum 1. Januar 2018 abgeschaltet. Daten wie …
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Kern und Funktion
Windows Medienwiedergabe ist der in Windows 10 und Windows 11 integrierte Mediaplayer von Microsoft. Er dient zum Abspielen lokaler Medien und seit 2022 auch für Musik und Videos. Während der Insiderphase für Windows 11 hieß er Media Player, bis 2022 Groove Music, davor Xbox Music und zuvor Zune. Die englische Bezeichnung ist Windows Media Player.
Das Programm war außerdem mit einem Musikstreamingdienst verbunden. Dieser wurde von Microsoft für Windows, Xbox 360 und Xbox One sowie als App für iOS und Android angeboten. Bis zum 1. Dezember 2014 konnte man kostenlos auf Streaming zugreifen; finanziert wurde dies durch Werbung, die gegen Gebühr abgeschaltet werden konnte. Ab dem 1. Dezember 2014 war Musikstreaming generell kostenpflichtig. Neben Streaming war auch das lokale Speichern von Musik möglich. Der Streamingdienst Groove Music wurde zum 1. Januar 2018 abgeschaltet.
Wichtige Basisdaten
Entwickler von Windows Medienwiedergabe ist Microsoft. Das Erscheinungsjahr ist 2006. Die aktuelle Version wird mit 11.2209.29.0 angegeben, die aktuelle Vorabversion mit 11.2210.33.0 vom 15. Dezember 2022.
Als Betriebssysteme werden Windows 11, Holo Lens und Xbox One genannt. Früher war die Software beziehungsweise der Dienst auch für Windows 10, Windows 10 Mobile, Xbox 360, Windows 8, Windows Phone 8, Windows RT und Windows 7 über Zune verfügbar. Zwischen 2013 und 2017 war Streaming auch auf Android, iOS und kompatiblen Webbrowsern möglich. Die Programmiersprache ist C++, die Lizenz ist kommerziell, und die Software ist deutschsprachig verfügbar.
Entwicklung vom Zune Store zu Xbox Music
Microsoft startete 2006 im Zusammenhang mit der Vorstellung des Zune-MP3-Players einen Marktplatz, auf dem Musik gekauft und heruntergeladen werden konnte. Das Preismodell orientierte sich am iTunes Store von Apple, der damals Marktführer im digitalen Musikhandel war. Später wurde der Zune Store in das Betriebssystem der Spielekonsole Xbox 360 integriert.
Seit November 2008 konnten Inhaber eines Zune-Passes monatlich zehn Stücke kostenlos beziehen. Damit wollte Microsoft auf die entstehenden Streaming-Dienste reagieren.
Nach der Einstellung von Zune und kurz vor dem Verkaufsstart der ersten Computer mit Windows 8 beziehungsweise Windows RT startete Microsoft Xbox Music. Xbox Music ersetzte den Zune Store vollständig. Neu war vor allem, dass Xbox Music Musikstreaming erlaubte und zugleich weiterhin den dauerhaften Kauf einzelner Musikstücke ermöglichte. Insgesamt standen mehr als 38 Millionen Titel zur Verfügung; laut Artikel bot Microsoft damit das größte Repertoire unter den Streaming-Diensten. Ab dem 1. Dezember 2014 wurde das kostenlose Streaming-Angebot bei Xbox Music eingestellt. Stattdessen gab es für Kunden einen kostenlosen Probemonat für den Xbox Music Pass.
Umbenennung und Ende der Onlinedienste
Vor der Veröffentlichung von Windows 10 gab Microsoft am 7. Juli 2015 bekannt, dass Xbox Music in Groove Music umbenannt werde. Ziel war, den Dienst stärker von der Xbox-Marke abzugrenzen.
Am 2. Oktober 2017 kündigte Microsoft an, sämtliche Musik-Onlinedienste einzustellen. Dazu gehörten der in den Microsoft Store integrierte Onlineshop und der Groove-Music-Pass-Streamingservice. Die Einstellung erfolgte zum 31. Dezember 2017. Musik, die über Groove gekauft worden war, musste bis Ende 2017 heruntergeladen werden; danach war ein Download nicht mehr möglich.
Abonnenten des Music Pass, deren Abonnement über den 31. Dezember 2017 hinaus lief, erhielten die Gebühren anteilig zurück. Erhalten blieben nur das Streaming der persönlichen Musiksammlung von OneDrive und das Abspielen lokaler Medien in der App. Microsoft bot Music-Pass-Abonnenten außerdem an, Daten wie Playlists und gespeicherte Favoriten zu Spotify zu übertragen.
Verfügbarkeit auf Systemen
Ältere Betriebssysteme, besonders Windows 7, wurden von Xbox Music beziehungsweise Groove Music nicht mehr unterstützt. Stattdessen sollte nach Microsofts Angaben weiterhin der bisherige Streamingdienst Zune verwendet werden.
Groove Music wurde auf iOS und Android portiert. Die dafür notwendigen Apps erschienen später in den jeweiligen App-Stores; die Android- und iOS-App wurden jedoch eingestellt. Im Juli 2013 wurde eine bisherige Beschränkung auf bestimmte Systeme aufgehoben: Durch die Nutzung über gängige Webbrowser konnte auf Groove Music zugegriffen werden.