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Wilhelm Tell (2024)

Wilhelm Tell (Originaltitel William Tell) ist ein historisches Filmepos von Nick Hamm auf Grundlage des gleichnamigen Theaterstücks von Friedrich von Schiller.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Inhalt
  3. 3. Entstehung und Mitwirkende
  4. 4. Veröffentlichung und Rechte
  5. 5. Aufnahme

Überblick

Wilhelm Tell, im Original William Tell, ist ein historisches Filmepos aus dem Jahr 2024. Der Film wurde in Italien und im Vereinigten Königreich produziert, ist englischsprachig und hat eine Länge von 133 Minuten. In Deutschland und Österreich erhielt er eine Freigabe ab 16 Jahren, in den USA ein R-Rating, das einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.

Regie führte Nick Hamm, der auch das Drehbuch schrieb. Grundlage ist Friedrich von Schillers gleichnamiges Theaterstück über den legendären Schweizer Freiheitskämpfer Wilhelm Tell. In der Titelrolle spielt der Däne Claes Bang. Der Film feierte am 10. September 2024 beim Toronto International Film Festival Premiere. In Großbritannien kam er am 17. Januar 2025 in die Kinos, in Deutschland und Österreich am 19. Juni 2025. Der Schweizer Kinostart wurde auf den 31. Juli 2025 festgelegt.

Inhalt

Die Handlung spielt im Jahr 1307. Der grausame Habsburgerkönig Albrecht besetzt die angrenzenden Schweizer Kantone. Seine Steuereintreiber unterdrücken und töten die Bürger und vergewaltigen Frauen. Ein Bauer, der vor ihnen flieht, trifft auf Wilhelm Tell, der ihm hilft.

Tell war früher mit den Tempelrittern im Heiligen Land unterwegs. Nach seiner Rückkehr möchte er mit seinem Adoptivsohn Walter und seiner arabischen Frau Suna ein ruhiges Leben führen. Diese Hoffnung erfüllt sich jedoch nicht, weil die Gewalt der Besatzer weitergeht.

Tell greift zur Armbrust und stellt sich den Handlangern des Königs entgegen. Sein Ziel ist es, die Menschen von der Herrschaft Albrechts und von dessen rechter Hand Gessler zu befreien. Im Kampf wird Tell von einigen früheren Mitstreitern aus der Zeit des Kreuzzuges unterstützt.

Entstehung und Mitwirkende

Nick Hamm führte Regie und schrieb das Drehbuch. Zu seinen früheren Arbeiten gehören The Hole von 2001 und Godsend von 2004. Für den Film erweiterte Hamm die Lebensgeschichte Wilhelm Tells, wie sie in Schillers Stück erzählt wird, deutlich: Er gab Tell eine Frau und einen Adoptivsohn, die er als Kreuzritter in Jerusalem kennengelernt hat.

Die Hauptrolle Wilhelm Tell spielt Claes Bang. Golshifteh Farahani spielt Suna, Tells Frau. Tobias Jowett übernahm die Rolle des Adoptivsohns Walter. Ben Kingsley ist als Habsburgerkönig Albrecht zu sehen, Connor Swindells als dessen rechte Hand Gessler. Weitere wichtige Rollen spielen unter anderem Rafe Spall als Stauffacher, Ellie Bamber als Bertha, Jonah Hauer-King als Rudenz, Emily Beecham als Gertrude und Jonathan Pryce als Attinghausen. Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Cornelius Frommann.

Gedreht wurde der Film von Mitte September bis Mitte Oktober 2023 an zwanzig Tagen im Vinschgau in Südtirol. Kameramann war Jamie D. Ramsay. Die Filmmusik komponierte Steven Price. Ein Soundtrack-Album mit 19 Musikstücken sollte am 24. Januar 2025 von Milan Records als Download veröffentlicht werden.

Veröffentlichung und Rechte

Nach der Premiere beim Toronto International Film Festival wurde Wilhelm Tell auf weiteren Festivals gezeigt, darunter im Januar 2025 beim Palm Springs International Film Festival und im Oktober 2024 beim Zurich Film Festival. Ende Oktober 2024 wurde der erste Trailer vorgestellt.

Die Vertriebsrechte wurden regional vergeben: SquareOne sicherte sich die Rechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Altitude für das Vereinigte Königreich. Die Rechte für Nordamerika liegen bei Samuel Goldwyn Films. In ausgewählten US-Kinos sollte der Film am 4. April 2025 starten.

Aufnahme

Die Kritiken fielen gemischt aus. Bei Rotten Tomatoes waren 55 Prozent der Kritiken positiv. Bei Metacritic erreichte der Film einen Metascore von 52 von 100 möglichen Punkten. Mehrfach wurde angemerkt, der Film erinnere an Braveheart, wolle aber möglicherweise zu sehr ein historisches Epos und zu sehr wie Braveheart sein.

Dietmar Kanthak schrieb für epd Film, die Schwachpunkte seien deutlich erkennbar. Er beschrieb Claes Bangs Wilhelm Tell nicht als kriegstüchtige Heldenfigur wie Shakespeares Heinrich V. oder Mel Gibsons Figur, sondern eher als grüblerischen, von Zweifeln gehemmten Hamlet. Die Entwicklung der anderen Figuren und die in Gewalt mündenden Wendungen der Handlung seien vorhersehbar. Positiv hob er die Schlachten hervor, die genregerechte Wucht hätten, auch durch die konfliktbereiten Frauenfiguren Suna, Gertrud und Bertha.

Bei den National Film Awards 2025 wurde der Film als Bester britischer Film, für die Beste Action und für die Beste Regie von Nick Hamm nominiert.

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