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Volker Höhfeld

als Herausgeber und Mitautor: Exkursion zur regionalen Geographie Süd-Marokkos - Wirtschafts-, kultur- und physisch-geographische Aspekte zum Großraum …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und wissenschaftliches Profil
  2. 2. Lehre und Forschungsprojekte
  3. 3. Zentrale Forschungsgebiete und Veröffentlichungen
  4. 4. Troia und Latmos

Person und wissenschaftliches Profil

Volker Höhfeld, geboren am 12. Dezember 1940 in Wuppertal, ist ein deutscher Geograph. Seine Arbeit konzentriert sich besonders auf den Vorderen Orient und die Türkei. Wichtige Themen sind Stadt- und Siedlungsentwicklung, Wirtschafts- und Regionalgeographie sowie der Wandel von Kulturlandschaften.

Höhfeld studierte Geographie, Geologie und Kartografie an der Universität zu Köln. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter am dortigen Geographischen Institut und am Institut für Geographie der Universität Erlangen. 1976 wurde er mit einer Untersuchung über die Entwicklung anatolischer Kleinstädte promoviert.

Lehre und Forschungsprojekte

Ab 1979 war Höhfeld Lehrbeauftragter am Geographischen Institut der Universität Tübingen. Sein Schwerpunkt lag auf dem Vorderen Orient. Außerdem arbeitete er am Sonderforschungsbereich 19 der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem „Tübinger Atlas des Vorderen Orients“ (TAVO). Von 1991 bis zum Ende der Förderung 1993 koordinierte er dieses Forschungsprojekt.

Er beteiligte sich an mehreren fachübergreifenden Projekten zur historischen Geographie und Kulturlandschaft der heutigen Türkei: Ab 1987/88 vertrat er die Geographie im Troia-Projekt von Manfred Korfmann, ab 1989 arbeitete er im Lykien-Projekt unter der Leitung von Frank Kolb und ab 1990 im Projekt über die Felsmalereien im Latmos-Gebirge des Deutschen Archäologischen Instituts Berlin unter Leitung von Anneliese Peschlow-Bindokat.

Zum Orient veröffentlichte Höhfeld mehr als 50 Arbeiten. Nach 1994 lehrte er mehrere Jahre Geographie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg; 1995 war er Gastdozent am Geographischen Institut der Universität Innsbruck. Auch im Ruhestand blieb er Lehrbeauftragter am Geographischen Institut der Universität Tübingen und leitete Exkursionen für GeoPuls-Studienreisen.

Zentrale Forschungsgebiete und Veröffentlichungen

Höhfelds Veröffentlichungen behandeln vor allem die Türkei und angrenzende Regionen aus geografischer Sicht. Seine Dissertation erschien 1977 unter dem Titel „Anatolische Kleinstädte. Anlage, Verlegung und Wachstumsrichtung seit dem 19. Jahrhundert“. In „Städte und Städtewachstum im Vorderen Orient“ von 1985 verglich er jüngere städtische Entwicklungsprozesse im orientalisch-islamischen Kulturkreis. „Die Industrieachsen von Adana“ von 1987 untersuchte die rohstofforientierte Industrie in der Çukurova in der Südtürkei.

Breiter angelegte Länderdarstellungen sind „Türkei. Schwellenland der Gegensätze“ von 1995 und das gemeinsam mit Wolf-Dieter Hütteroth verfasste Werk „Türkei“ von 2002. Mit Hans Becker und Horst Kopp untersuchte Höhfeld 1979 in „Kaffee aus Arabien“ den Bedeutungswandel des Kaffees als Weltwirtschaftsgut und dessen siedlungsgeografische Folgen an der Trockengrenze der Ökumene. Mit „Ökumene“ ist der dauerhaft besiedelte Teil der Erde gemeint.

Weitere Arbeiten befassen sich mit dem Agrarraum im zentralen Yavu-Bergland in Lykien, der Entwicklung des türkischen Fremdenverkehrs und der regionalen Geographie der Kaukasus-Länder, Ostanatoliens und Süd-Marokkos. Dabei verband Höhfeld wirtschafts-, kultur- und physisch-geografische Perspektiven.

Troia und Latmos

Ein wichtiger Teil seiner Arbeit gilt Troia und dessen Umgebung. Gemeinsam mit Rüstem Aslan und Stefan W. E. Blum veröffentlichte Höhfeld 2006 die historisch-landeskundliche Gebiets- und Exkursionskarte „Troia, Stadt und Landschaft“ im Maßstab 1 : 50 000. 2009 folgte der von ihm herausgegebene historisch-geografische Führer „Stadt und Landschaft Homers“ mit einer Karte im Maßstab 1 : 100 000. 2014 untersuchte er die Troas in osmanisch-türkischer Zeit.

Zum Latmos-Gebirge in der Südwest-Türkei veröffentlichte Höhfeld Arbeiten über den Wandel der Kulturlandschaft von der osmanischen Zeit bis zur Gegenwart. Dazu gehören der Leitfaden „Herakleia – Stadt und Landschaft des Latmos“ von 2017 und die umfangreiche Studie „Kulturlandschaftswandel im Latmos (Beşparmak, Südwest-Türkei)“ von 2019. Diese ist ein Beitrag zur genetischen Siedlungsforschung, also zur Untersuchung der Entstehung und Entwicklung von Siedlungen. Ebenfalls 2019 erschien seine topografische Karte des Beşparmak-Berglandes im Maßstab 1 : 50 000.

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