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Horst Kopp

Horst Kopp (* 12. Mai 1943 in Dresden) ist ein deutscher Geograph und ehemaliger Hochschullehrer der Fachbereiche Kulturgeographie und Orientforschung im …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Leben und wissenschaftlicher Werdegang
  2. 2. Publikationen und Forschungsschwerpunkte

Leben und wissenschaftlicher Werdegang

Horst Kopp (* 12. Mai 1943 in Dresden) ist ein deutscher Geograph und ehemaliger Hochschullehrer. Seine Fachgebiete sind vor allem Kulturgeographie und Orientforschung, also die Untersuchung räumlicher, gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen im Nahen Osten.

Kopp studierte Geographie und Mathematik an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1972 promovierte er zum Dr. rer. nat. mit einer Arbeit zur Stadtgeographie des Iran. 1979 habilitierte er sich mit der Arbeit Agrargeographie der Arabischen Republik Jemen.

Ebenfalls ab 1979 war Kopp Professor am Geographischen Institut der Universität Tübingen. Dort arbeitete er in den Bereichen Orient, Wirtschafts- und Sozialgeographie. Zwölf Jahre lang war er außerdem wissenschaftlicher Koordinator im Sonderforschungsbereich 19 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Projekt Tübinger Atlas des Vorderen Orients.

Von 1981 bis 1984 leitete Kopp das interdisziplinäre Forschungsprojekt Entwicklungsprozesse in Raum, Wirtschaft und Gesellschaft der Arabischen Republik Jemen. Interdisziplinär bedeutet, dass dabei verschiedene wissenschaftliche Fachrichtungen zusammenarbeiteten. Die Ergebnisse erschienen in acht Bänden der Jemen-Studien.

Von 1991 bis 2008 hatte Kopp den Lehrstuhl für Kulturgeographie und Orientforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg inne. Von 1994 bis 2002 war er Sprecher des Bayerischen Forschungsverbundes FORAREA.

Kopp engagiert sich außerdem in deutsch-arabischen Organisationen. Er ist Beirat der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft, war Vorsitzender des Kuratoriums der Deutsch-Jordanischen-Gesellschaft und ist 1. Vorsitzender des 2007 gegründeten Vereins Arabisches Haus Nürnberg. 2017 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Publikationen und Forschungsschwerpunkte

Kopps Veröffentlichungen beschäftigen sich vor allem mit Landwirtschaft, Wirtschaft, Siedlungen und Städten im Jemen sowie mit den Beziehungen zwischen diesen Bereichen.

Zu seinen Themen gehört die Landwirtschaft des Jemen, insbesondere der Wandel „vom Mokka zum Qat“. Außerdem veröffentlichte er gemeinsam mit Hans Becker und Volker Höhfeld die Studie Kaffee aus Arabien. Der Bedeutungswandel eines Weltwirtschaftsgutes und seine siedlungsgeographische Konsequenz an der Trockengrenze der Ökumene (Wiesbaden 1979). Darin wird untersucht, wie sich die wirtschaftliche Bedeutung des Kaffees veränderte und welche Folgen dies für Siedlungen an der Trockengrenze hatte.

Gemeinsam mit Eugen Wirth gab Kopp Beiträge zur Stadtgeographie von Sana’a heraus. Das Werk erschien 1990 als Beiheft B 95 des Tübinger Atlas des Vorderen Orients. 2005 war Kopp Herausgeber der Länderkunde Jemen, einer umfassenden geografischen Darstellung des Landes.

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