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V’stärker aus (Das Akustik-Album)
V'stärker aus (Das Akustik-Album) ist das erste im Studio produzierte Akustikalbum von Thomas Godoj. Es wurde am 25. September 2015 über sein eigenes …
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Album und Bedeutung
„V’stärker aus (Das Akustik-Album)“ ist das erste im Studio produzierte Akustikalbum des deutschen Rocksängers Thomas Godoj. Es erschien am 25. September 2015 als CD bei seinem eigenen Label TOMZILLA Musik. Das Rockalbum enthält 14 bereits bekannte Lieder aus Godojs ersten fünf Studioalben, die für diese Veröffentlichung vollständig neu interpretiert und arrangiert wurden.
Das Album wurde von Luk Zimmermann und Thomas Godoj produziert. Die Aufnahmen entstanden in den Influx Studios in Bern sowie den Berliner Hotmilk Studios; das Mastering erfolgte außerdem im Zino Mikurey Studio in Berlin. Eingespielt wurden die Lieder von Torsten Bugiel, Sebastian Netz, Moritz Schuster, Luc Zimmermann, Giuliano Sulzberger, James Varghese, Bianca Prescher und Niklas Hardt.
Der Titel verweist auf das zuvor veröffentlichte fünfte Studioalbum „V“. Das hervorgehobene V in „V’stärker aus“ macht darauf aufmerksam, dass beide Alben durch dasselbe Crowdfunding-Projekt ermöglicht wurden.
Finanzierung und musikalische Gestaltung
Thomas Godoj finanzierte zunächst sein Studioalbum „V“ durch eine Crowdfunding-Aktion auf der Plattform Startnext. Beim Crowdfunding stellen viele Unterstützer gemeinsam Geld für ein bestimmtes Projekt bereit. Das Ziel von 55.000 € wurde 2014 bereits innerhalb von 24 Stunden erreicht, womit Godoj einen europäischen Crowdfunding-Rekord für Musik aufstellte. Bis zum Ende der Finanzierungsphase am 5. Juli 2014 kamen mehr als 158.000 € zusammen. Voraussetzung für die Auszahlung war, dass das selbst festgelegte Ziel innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreicht und das Geld zweckgebunden verwendet wurde. Der große Erfolg ermöglichte zusätzlich die Produktion des gewünschten Akustikalbums.
Die 14 ausgewählten Stücke wurden nicht lediglich mit akustischen Instrumenten nachgespielt, sondern musikalisch neu aufgebaut. Für die Arrangements waren Thomas Godoj, Torsten Bugiel, Sebastian Netz, Moritz Schuster und Sebastian Naas verantwortlich. Zum Instrumentarium gehören Akustikgitarre, Bass, Jazz-Drumset, Percussioninstrumente, Flügel, Cello und Geige.
Teilweise orientiert sich der neue Musikstil am Hauptmotiv eines Liedes. Das gesellschaftskritische Stück „Niemandsland“ erhielt beispielsweise Einflüsse aus dem Swing. „Genau der Moment“, das in der ursprünglichen Version als energiegeladener, beinahe wütender Power Rock beschrieben wurde, erscheint auf dem Akustikalbum als funkige Nummer. Auch andere Titel erhielten eigenständige Stile: „So gewollt“ verbindet Reggae und Rockabilly, während „Genau der Moment“ durch jazzige Klavierpassagen geprägt ist. Die Balladen „Vermisst du nicht irgendwas“ und „Dächer einer ganzen Stadt“ behalten dagegen einen melancholischen Charakter.
Gestaltung und Titelliste
Das Artwork stammt von Sebel, Thomas Godoj und Jennifer Opitz. Die dreiseitige Albumhülle ist durchgehend in einer Holzoptik gestaltet. Auf dem Deckblatt wirkt ein Porträt von Thomas Godoj, als sei es mit zwei schwarzen Klebestreifen auf einem Holzbrett befestigt. Die Aufschriften nennen den Künstler, das Akustikalbum und den Titel „V’STÄRKER AUS“. Im Wort „AUS“ wird das U durch einen gezeichneten Stromstecker ersetzt. Innen befinden sich das weiße Godoj-Logo, die ebenfalls wie Holz gestaltete CD und Produktinformationen auf einem stilisierten, angeklebten Zettel. Zeichnungen zeigen die verwendeten Instrumente. Auch die Außenseite trägt einen gezeichneten Stromstecker; auf der Rückseite stehen die 14 Titel.
Die Titelliste lautet: • 1. „Beste Entscheidung“ – 3:52 • 2. „So gewollt“ – 3:48 • 3. „Genau der Moment“ – 2:49 • 4. „Vermisst du nicht irgendwas“ – 4:16 • 5. „Dächer einer ganzen Stadt“ – 4:09 • 6. „Was wäre wenn“ – 4:56 • 7. „Niemandsland“ – 4:04 • 8. „Ich fang den Regen auf“ – 3:49 • 9. „Liebe zur Sonne“ – 3:10 • 10. „Uhr ohne Stunden“ – 3:54 • 11. „Mein letztes Hemd“ – 3:30 • 12. „Meine Welt ist es nicht“ – 3:55 • 13. „Abschließen können“ – 3:57 • 14. „Ein Tag im Leben eines Anderen“ – 3:01
Musikvideo und Tour
Zu „Vermisst du nicht irgendwas“ entstand ein Musikvideo unter der Regie von Jens López von TripleOne. Thomas Godoj veröffentlichte es am 5. Oktober 2015 über Facebook. Gedreht wurde in der Maschinenhalle der Zeche Scherlebeck. Dort fand im September 2015 die Ausstellung „ver_netzung“ der Recklinghäuser Künstlerin Danuta Karsten statt. Karsten hatte den Zechenräumen mit Folien, Schnüren und Papierschnitten eine neue Gestaltung gegeben; in diesem Raum wurden die sechs Musiker platziert. Eine Sony FS 100 wurde mithilfe eines Hand-Gimbals frei und scheinbar schwebend durch den Raum bewegt. Teilweise seitlich verdrehte Einstellungen gehörten bewusst zur Bildsprache. Eine zusätzliche Parallelhandlung gibt es nicht.
Die „V’stärker aus“-Tour begann am 9. Oktober 2015 mit einem Konzert in der Kulturkirche in Köln. Für die Auftritte wurden Orte mit besonderer Atmosphäre ausgewählt. Thomas Godoj wurde von Torsten Bugiel am Jazz-Drumset, Sebastian Netz an der Akustikgitarre, Bianca Preché an der Geige, Niklas Hardt am Cello, Hannes Kelch an der akustischen Bassgitarre und Moritz Schuster am Piano begleitet. Die Live-Fassungen übertrugen das Konzept des Albums auf die Bühne: Die Stücke wurden auf ein akustischeres Klangbild reduziert, erhielten dabei aber stellenweise völlig neue Strukturen, statt lediglich die E-Gitarre durch eine Akustikgitarre zu ersetzen.