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Upāsaka

Upāsaka (Sanskrit, Pali upāsaka, weibl. upāsikā), wörtl. „Dabeisitzender“, ist ein buddhistischer Laienanhänger, der sich durch die Dreifache Zufluchtnahme …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Voraussetzungen
  2. 2. Frühbuddhistische Auffassung
  3. 3. Rolle im Theravāda
  4. 4. Bedeutung in Mahāyāna und Vajrayana

Definition und Voraussetzungen

Ein Upāsaka (Sanskrit und Pali upāsaka, weiblich upāsikā) ist ein buddhistischer Laienanhänger. Die wörtliche Bedeutung lautet „Dabeisitzender“. Als solcher bekennt er sich durch die Dreifache Zufluchtnahme (Sanskrit triśaraṇa) und gelobt, die fünf Śīlas einzuhalten. Die Śīlas sind die grundlegenden buddhistischen Verhaltensregeln für Laien; der Artikel nennt jedoch nicht ihren einzelnen Inhalt.

Frühbuddhistische Auffassung

Nach frühbuddhistischen Lehren sind Laien vom letzten Ziel, der Erlösung, noch weit entfernt, weil sie ihr weltliches Leben mit seinen Genüssen nicht aufgeben wollen. Dennoch können sie religiöse Verdienste (Sanskrit puṇya) erwerben. Besonders wichtig ist die Tugend der Freigiebigkeit, Sanskrit und Pali Dāna. Durch solche Verdienste können sie eine für das weitere Fortschreiten auf dem Weg zum Nirvāṇa günstige Wiedergeburt erlangen.

Rolle im Theravāda

Im Theravāda tragen die Laien vor allem zum materiellen Wohl der Mönche und Nonnen bei. Sie bringen Lebensmittel, Kleider, Prozessionen und ähnliche Gaben dar. Ihre religiöse Rolle besteht damit insbesondere in der Unterstützung der Ordensgemeinschaft durch Freigiebigkeit.

Bedeutung in Mahāyāna und Vajrayana

Im Mahāyāna erhalten Laien eine größere Bedeutung, weil ihnen die Möglichkeit der Erlösung nicht länger abgesprochen wird. In manchen Sūtras werden Laien den Mönchen gleichgestellt. Im Vimalakīrtinirdeśa belehrt sogar ein Laie alle großen Jünger des Buddha. Auch die Idealfigur des Mahāyāna, der Bodhisattva, kann ein Laie sein.

Im Vajrayana, einer besonderen Entwicklung des Mahāyāna, sind Laienpraktizierende, sogenannte Yogis, noch wichtiger. Viele Tantras wurden ursprünglich nicht von Mönchen, sondern von Laienpraktizierenden überliefert. Da im Vajrayana die gesamte Lebenswirklichkeit in den buddhistischen Pfad integriert werden soll, ist letztlich nicht entscheidend, ob jemand Mönch oder Laie ist.

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