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Tornado Alley
Tornado Alley (engl., Tornado-Gasse) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck, mit dem ein bestimmter Bereich im Mittleren Westen der USA bezeichnet wird, …
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Begriff und Bedeutung
Tornado Alley (englisch für „Tornado-Gasse“) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen Bereich im Mittleren Westen der USA, in dem die Wahrscheinlichkeit für Tornados besonders hoch ist. Eine offizielle Definition, etwa durch den National Weather Service, den Nationalen Wetterdienst der USA, gibt es nicht. Deshalb hängt die genaue Abgrenzung davon ab, welche Kriterien verwendet werden: die Stärke der Tornados, ihre Häufigkeit oder die jahreszeitliche Verlagerung der Gefahr.
Nach der am weitesten verbreiteten Definition umfasst die Tornado Alley vor allem Gebiete, in denen die stärksten Tornados auftreten. Dazu gehören das nördliche Texas sowie fast alle nördlich davon liegenden Bundesstaaten: Oklahoma, Kansas, Missouri, Nebraska und South Dakota.
Lage und Verbreitung
Tornados können in allen Teilen der USA auftreten. Besonders häufig sind sie aber im Gebiet der Great Plains zwischen den Rocky Mountains und den Appalachen sowie in Florida. Sogenannte „Twister“ kommen absolut gesehen am häufigsten in Texas vor.
Setzt man die Zahl der Tornados ins Verhältnis zur Fläche, ist die Tornadodichte in Florida am höchsten. Die Tornados dort sind jedoch in der Regel eher schwach und sehr kurzlebig. Die geringste Wahrscheinlichkeit für Tornados in den USA besteht im äußersten Westen und Nordwesten.
Weitere Abgrenzungen
Eine andere Definition fragt nicht danach, wo die stärksten einzelnen Tornados auftreten, sondern wo Tornados im Vergleich zu weniger betroffenen Regionen besonders häufig sind. Nach dieser Methode ist die Tornado Alley deutlich größer.
Zusätzlich zu Nordtexas, Oklahoma, Kansas, Missouri, Nebraska und South Dakota gehören dann auch das gesamte Flachland entlang des Mississippi River und des Ohio River dazu, außerdem das untere Tal des Missouri und der gesamte Südosten der USA bis nach Florida.
Jahreszeitliche Verschiebung
Die Tornado-Gefahr ist nicht das ganze Jahr über in allen Regionen gleich. Die größte Häufigkeit von Tornados, die sogenannte „Tornado-Saison“, verschiebt sich von Region zu Region.
Im Winter sind besonders die Bundesstaaten im Südosten der USA betroffen. Von März bis Mai verlagert sich der Schwerpunkt in den Mittleren Westen. Wenn die Temperatur in den Sommermonaten ihren Höhepunkt erreicht, liegt die größte Bedrohung weiter im Norden, also in den nördlichen Prairiestaaten. Die Central Plains gehören davon unabhängig im Grunde ganzjährig zum Einflussbereich der Tornado Alley, weil starke Temperaturschwankungen dort ständig zum Wettergeschehen gehören.
Dixie Alley
Im Süden der USA gibt es eine regionale Bezeichnung: Dixie Alley. Damit meint man besonders das untere Tal des Mississippi River und den oberen Lauf des Flusses Tennessee. Auch dort können besonders starke Tornados auftreten.
In der Dixie Alley sterben mehr Menschen durch Tornados als in der eigentlichen Tornado Alley. Der Artikel erklärt dies jedoch nicht mit stärkeren Tornados allein, sondern mit der höheren Bevölkerungsdichte in dieser Region.
Schutz und Folgen
Im Zentrum der Tornado Alley sind bestimmte Baubestimmungen strenger als in anderen Teilen der USA. Das betrifft besonders die Bauweise von Dächern und die Verbindung der Häuser mit ihren Fundamenten, damit Gebäude Tornados besser widerstehen können.
Zu den üblichen Vorsichtsmaßnahmen gehören außerdem Schutzkeller und Tornadosirenen. Auch Wetterberichte in den Massenmedien sind auf die Berichterstattung über Tornados und den Schutz vor ihnen eingestellt.