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The Cutie
The Cutie (deutsch Das Süßling) ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte des australischen Schriftstellers Greg Egan, zuerst veröffentlicht in Interzone #29 …
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Überblick
„The Cutie“ (deutsch „Das Süßling“) ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte des australischen Schriftstellers Greg Egan. Sie erschien erstmals im Mai/Juni 1989 in Interzone #29. Weitere Veröffentlichungen waren 1989 die von John Clute, David Pringle und Simon Ounsley bearbeitete Anthologie „Interzone: The 4th Anthology“ sowie 1995 die Sammlung „Axiomatic“.
Handlung und ethischer Konflikt
Ein einsamer Mann mit verzweifeltem Kinderwunsch lässt sich medizinisch mit einem „Cutie“ schwängern. Dieses Kind ist genetisch so verändert, dass seine geistigen Fähigkeiten eingeschränkt sind: Es kann unter anderem nicht sprechen, besitzt einen reduzierten rechtlichen Status, der eher dem eines Haustiers ähnelt, und soll nur vier Jahre leben.
Als das Kind unerwartet einfache Wörter spricht, entsteht zwischen ihm und dem Mann eine viel stärkere Bindung. Der Vater versucht daraufhin, den genetisch programmierten frühen Tod zu verhindern. Nach dem Tod des Kindes fragt er sich verzweifelt, ob ihn der Verlust ebenso getroffen hätte, wenn das Kind niemals gesprochen hätte.
Auszeichnung und Einordnung
1990 erreichte die Kurzgeschichte den fünften Platz beim Interzone Reader Poll. Im Jahr 2000 war sie für den japanischen Seiun-Preis nominiert.
Jon Evans bezeichnete sie im Reactor Magazine als eine der sentimentalsten und emotionalsten Horrorgeschichten, die je geschrieben worden seien. Karen Burnham sieht zwar Horrorelemente, ordnet die Geschichte jedoch vor allem der Science-Fiction der nahen Zukunft mit Schwerpunkt auf Bioethik zu. Bioethik behandelt die moralischen Fragen, die sich aus Medizin und Biologie ergeben.
Kritik an der Handlung
Karen Burnham schreibt in „Greg Egan (Modern Masters of Science Fiction)“, bei einigen frühen Geschichten Egans wirke die Erzählung stellenweise eher manipuliert als natürlich entwickelt. Bei „The Cutie“ hält sie es etwa für schwer glaubhaft, dass es einen Markt für halbmenschliche Babys mit kurzer Lebensdauer gäbe oder dass ein Protagonist mit starkem Wunsch, ein Kind zu versorgen, nicht einfach adoptieren würde.