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Tefillin-Barbie
Tefillin-Barbie ist eine inoffizielle Variante der Barbie-Puppe, die die in der jüdischen Orthodoxie ausschließlich Männern vorbehaltenen Ritualgegenstände …
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Was die Tefillin-Barbie darstellt
Die Tefillin-Barbie ist eine inoffizielle Variante der Barbie-Puppe. Sie trägt Tallit und Tefillin, jüdische Ritualgegenstände, deren Gebrauch in der jüdischen Orthodoxie ausschließlich Männern vorbehalten ist. Die Puppe wurde 2006 von der reformjüdischen Soferet Jen Taylor Friedman hergestellt und erstmals produziert.
Darstellungen und religiöser Bezug
Auf Werbeseiten wurde die Puppe beim Lesen einer Sefer Torah, also einer Torarolle, gezeigt. In einer Darstellung hebt sie die Torarolle mit den Händen empor, wie es beim Abschluss der Toravorlesung üblich ist. Außerdem erscheint sie mit einem Siddur, einem jüdischen Gebetbuch, beim Lesen einer Ausgabe des Talmud oder als Teil eines Minjan, der für bestimmte Gebete erforderlichen Gemeinschaft.
Im orthodoxen Judentum sind das Tragen dieser Ritualgegenstände, das Vorlesen beziehungsweise Hochhalten der Tora und das Gezähltwerden für den Minjan Männern vorbehalten.
Kontroverse und Deutungen
Das Konzept wurde unter anderem im Jewish Journal of Greater Los Angeles, im Lilith Magazine, im Londoner Jewish Chronicle, in den New Jersey Jewish News und in The Forward kontrovers diskutiert.
Paul Hedges deutet die Tefillin-Barbie als Ausdruck der veränderten gesellschaftlichen Rolle von Jüdinnen. Der Kulturanthropologe Eric Klein Silverman sieht darin einen Versuch, aus dem orthodoxen Rollenmuster auszubrechen.