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Sylvie Germain
Sylvie Germain (* 8. Januar 1954 in Châteauroux) ist eine französische Autorin. Sylvie Germain (2019). Inhaltsverzeichnis. 1 Leben; 2 Rezeption; 3 Preise …
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Person und Werdegang
Sylvie Germain (* 8. Januar 1954 in Châteauroux) ist eine französische Autorin. Sie studierte Philosophie an der Sorbonne: 1976 erwarb sie die maîtrise, 1981 promovierte sie. Im selben Jahr begann sie im französischen Kulturministerium zu arbeiten.
Von 1986 bis 1993 unterrichtete sie Philosophie und Französisch an der École française in Prag. Dort erlebte sie die politische Bewegung der Dissidentenszene, die Öffnung des Eisernen Vorhangs und die Revolutionen des Jahres 1989. Anschließend beziehungsweise heute lebt sie als freie Autorin in Paris und Pau.
Germain verfasste außerdem eine Biografie der niederländisch-jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum.
Schwerpunkte und wichtige Werke
Das Werk Sylvie Germains umfasst vor allem französischsprachige Romane, daneben Essays, religiös geprägte Schriften, kunstbezogene Bücher und eine Biografie. Zu ihren frühen Romanen gehören Le Livre des nuits (Gallimard; im Artikel wird als Erscheinungsjahr 1984 genannt), Nuit d'Ambre (1987) und Jours de colère (1989). Weitere Romane sind unter anderem La Pleurante des rues de Prague (1991), L'Enfant Méduse (1992), Immensités (1993), Tobie des marais (1998), Chanson des mal-aimants (2002), Magnus (2005), L'Inaperçu (2008), Hors champ (2009), Le monde sans vous (2011), Petites scènes capitales (2013) und À la table des hommes (2015).
Zu den weiteren Veröffentlichungen zählen Opéra muet (1989), Éclats de sel (1996), Les Échos du silence (1996), Céphalophores (1997), L'Encre du poulpe (1999), Mourir un peu (2000), Grande Nuit de Toussaint (2000), Célébration de la paternité (2001), Le vent ne peut être mis en cage (2002), Couleurs de l’invisible (2002), Songes du temps (2003), Les Personnages (2004), Ateliers de lumière (2004), Quatre actes de présence (2011), Chemin de croix (2011) und Rendez-vous nomades (2012).
Der Artikel nennt außerdem kunst- und kulturbezogene Bücher wie Vermeer – Patience et songe de lumière (1993), Bohuslav Reynek à Petrkov (1998), Cracovie à vol d'oiseaux (2000) und Patinir, Paysage avec Saint Christoph (2010). Die Biografie Etty Hillesum erschien 1999 und erneut 2006. Einige Werke liegen in deutschen Übersetzungen vor, darunter Das Buch der Nächte, Bernsteinnacht, Tage des Zorns, Die weinende Frau in den Straßen von Prag, Das Medusenkind, Der König ist nackt und Sara in der Nacht. Außerdem veröffentlichte Germain Beiträge wie Die grünen Augen in Sinn und Form 2/1992, S. 223–230, sowie Sag mir wo die Blumen sind aus dem Jahr 2016.
Bei der Datierung des ersten Romans gibt der Artikel unterschiedliche Angaben: Im Abschnitt zu den Preisen wird Le Livre des nuits als 1981 erschienen bezeichnet, während die Werkangabe Gallimard und das Jahr 1984 nennt.
Auszeichnungen
2016 erhielt Sylvie Germain den Prix mondial Cino Del Duca.
Ihr erster Roman Le Livre des nuits wird im Artikel mit mehreren Auszeichnungen verbunden: Prix du Lion’s Club International, prix du Livre insolite, prix de Passion, prix Hermès, prix de la ville de Mans und prix Grevisse.
Für Jours de colère erhielt Germain 1989 den Prix Femina. Der Roman Magnus wurde mit dem 18. Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet und stand auf der polnischen Auswahlliste des Prix Goncourt. Les Échos du silence erhielt 1997 den Prix de littérature religieuse.
Rezeption im Abitur
2022 war ein Zitat von Sylvie Germain Gegenstand des „commentaire littéraire“, einer literarischen Analyse im Rahmen der Prüfungen zum französischen Baccalauréat. Viele französische Abiturienten empfanden das Prüfungsthema als zu schwer. Ihr Frust führte zu einer beispiellosen Hetze im Internet gegen die Schriftstellerin.
Nach Darstellung des Artikels wurden selbst einfache Worte von den Gymnasiasten nicht verstanden. Wegen der Hasskommentare entfernte Sylvie Germain ihren Namen von ihrem Briefkasten. Die den Abiturienten bereits mitgeteilten Noten wurden angehoben.
Öffentliche Lesung
Am 12. Juni 2007 fand im Kulturzentrum Essen eine Veranstaltung mit Sylvie Germain statt. Im Artikel wird sie als Vortrag und Diskussion („Rencontre avec S.G.“) bezeichnet.