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Scott Aaronson

Scott Joel Aaronson (* 21. Mai 1981 in Philadelphia) ist ein US-amerikanischer Informatiker. Scott Aaronson. Aaronson wuchs teilweise in Hongkong auf und …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Person und Forschungsgebiet
  2. 2. Quantenüberlegenheit und Auszeichnungen
  3. 3. Ausgewählte Schriften

Person und Forschungsgebiet

Scott Joel Aaronson (* 21. Mai 1981 in Philadelphia) ist ein US-amerikanischer Informatiker. Er arbeitet vor allem zu Quantencomputern und zur Komplexitätstheorie. Die Komplexitätstheorie untersucht, welche Probleme mit bestimmten Rechenmodellen effizient lösbar sind und wo deren Grenzen liegen.

Aaronson wuchs teilweise in Hongkong auf. Er studierte ab 1997 Informatik an der Cornell University, erwarb dort 2000 den Bachelor-Abschluss und promovierte 2004 an der University of California, Berkeley, bei Umesh Vazirani. Seine Dissertation trägt den Titel Limits on Efficient Computation in the Physical World. Anschließend war er Post-Doktorand am Institute for Advanced Study (2004/05) und am Institute of Quantum Computing der University of Waterloo (2005 bis 2007).

Am Massachusetts Institute of Technology lehrte er ab 2007 als Assistant Professor und ab 2013 als Associate Professor mit tenure. Seit 2016 ist er David J. Bruton Centennial Professor für Informatik an der University of Texas at Austin und Direktor des dortigen Quantum Information Center. Seine Beschäftigung mit Quantencomputern soll unabhängig von ihrer praktischen Realisierbarkeit auch Einsichten über den physikalischen Aufbau der Welt liefern.

Quantenüberlegenheit und Auszeichnungen

2010 entwickelte Aaronson gemeinsam mit Alex Arkhipov ein rudimentäres Quantencomputermodell, das lineare optische Elemente verwendet. Unter einigen plausiblen Voraussetzungen zeigten sie, dass dieses Modell Probleme lösen kann, die ein klassischer Computer nicht effizient, also nicht in polynomialer Zeit, lösen kann. Dies wird als Quantenüberlegenheit bezeichnet.

Ihr Vorschlag steht im Zusammenhang mit dem Gaussian Boson Sampling. Ende 2020 erklärte eine chinesische Forschungsgruppe um Jian-Wei Pan, mit einem optischen Quantencomputer für dieses Problem experimentell Quantenüberlegenheit nachgewiesen zu haben. Der erste Nachweis der Quantenüberlegenheit war laut Artikel jedoch bereits 2019 einer Wissenschaftlergruppe bei Google mit einem supraleitenden Quantencomputer gelungen.

Zu Aaronsons Auszeichnungen gehören der NSF Career Award und die Ernennung zum Sloan Fellow (beide 2009), der Alan T. Waterman Award (2012) und der ACM Prize in Computing (2020). Seit 2019 ist er Fellow der Association for Computing Machinery. 2026 wurde er in die National Academy of Sciences gewählt; für 2027 wurde er als Gibbs Lecturer ausgewählt.

Ausgewählte Schriften

Aaronsons Schriften behandeln insbesondere Grenzen des Quantenrechnens, Quanten- und klassische Beweise, Quantenkommunikation sowie Komplexitätstheorie. Zu seinen Arbeiten zählen Improved Simulation of Stabilizer Circuits (2004, mit Daniel Gottesman), Quantum versus classical proofs and advice (2007, mit G. Kuperberg), Closed timelike curves make classical and quantum computing equivalent (2009, mit J. Watrous) und Algebrization: A new barrier in complexity theory (2009, mit A. Wigderson).

Als Buch veröffentlichte er 2013 Quantum computing since Democritos. Mit L. Chen verfasste er 2016 Complexity-Theoretic Foundations of Quantum Supremacy Experiments. Außerdem schrieb er den Beitrag P =? NP in Open problems mathematics (2016).

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