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Schuppe (Morphologie)

Als Schuppe (lateinisch squama) werden in der Morphologie, der Lehre von der Gestalt der Lebewesen, plättchen- bzw. plattenförmige Elemente bezeichnet.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundbedeutung
  2. 2. Schuppen bei Tieren
  3. 3. Hautschuppen des Menschen
  4. 4. Schuppen des Schädels
  5. 5. Schuppen bei Pflanzen und Pilzen

Grundbedeutung

Als Schuppe (lateinisch squama) bezeichnet die Morphologie, also die Lehre von der Gestalt der Lebewesen, plättchen- oder plattenförmige Elemente. Der Begriff wird bei Tieren und Menschen, bei Pflanzen, Pilzen sowie für bestimmte Knochenabschnitte des Schädels verwendet.

Schuppen bei Tieren

Schuppen gehören bei vielen Tieren zur Körperhülle, dem Integument. Bei Wirbeltieren sind sie wie andere Hautanhangsgebilde Abkömmlinge der Haut: Sie entstehen aus der Lederhaut (dermal) oder Oberhaut (epidermal) und sind in der Haut verankert.

Wichtige Formen sind:

  • Placoidschuppen: Hautzähne, welche die Haut der Knorpelfische bedecken.
  • Elasmoidschuppen: knöcherne Schuppen der Echten Knochenfische. Man unterscheidet die ursprünglichere Cycloidschuppe und die Ctenoidschuppe.
  • Ganoidschuppen: rhomboide Schuppen bei urtümlichen Strahlenflossern. Ihre Knochenbasis trägt noch eine dicke, glänzende Schicht aus hartem Ganoin.
  • Kosmoidschuppen: Sie bedecken die Haut der Fleischflosser.
  • Hornschuppen: Sie bedecken die gesamte Hautoberfläche der Reptilien, zum Beispiel von Schlangen. Bei Schuppenkriechtieren sind sie für die taxonomische Einordnung bedeutsam; dies wird Pholidose genannt. Hornschuppen kommen außerdem am Vogelbein, am Schwanz vieler Nagetiere und einiger Insektenfresser vor.

Auch die Flügel der Schmetterlinge sind mit Schuppen bedeckt.

Hautschuppen des Menschen

Eine menschliche Hautschuppe ist eine mit bloßem Auge sichtbare Ansammlung von Korneozyten. Korneozyten sind verhornt gebildete Zellen der Oberhaut. Bei der Desquamation, der Abschuppung, löst sich die äußere Schicht des verhornten Plattenepithels von den darunterliegenden Schichten. Dieses mehrschichtige Epithel bildet allgemein die Epidermis, also die Oberhaut, der Wirbeltiere.

Schuppen des Schädels

Auch flache Teile bestimmter Schädelknochen heißen Schuppen:

  • Die Schläfenbeinschuppe (Pars squamosa) liegt seitlich am Schädel über dem äußeren Gehörgang.
  • Die Stirnbeinschuppe (Squama frontalis) ist ein Teil des Stirnbeins und bildet den oberen Rand der Augenhöhle, die Margo supraorbitalis.
  • Die Hinterhauptsschuppe (Squama occipitalis) gehört zum dreiteiligen Hinterhauptbein und bildet den hinteren Rand des Foramen magnum, des Hinterhauptslochs.

Schuppen bei Pflanzen und Pilzen

In der Botanik kann eine Schuppe ein flächiges Anhangsgebilde der pflanzlichen Epidermis sein; dabei handelt es sich um umgewandelte Pflanzenhaare. Außerdem bezeichnet der Begriff das Niederblatt einiger Keimpflanzen, Gehölze, Kräuter und Erdsprosse. Zapfenblüten besitzen Deckschuppe und Samenschuppe, Nadelholz-Zapfen eine Zapfenschuppe. Bei Bromeliengewächsen gibt es Saugschuppen.

Bei einigen Pilzarten tragen die Fruchtkörper Schuppen. Diese sitzen häufig auf dem Hut, beispielsweise bei Riesenschirmlingen oder Schüpplingen, manchmal auch am Stiel.

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