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Sarnaismus

Sarnaismus ist eine Naturreligion aus Indien. Sarna sind heilige Haine in der hinduistischen Traditionen der Chota-Nagpur-Plateau-Region, in den Staaten …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundzüge des Sarnaismus
  2. 2. Gottheiten und Glaubensvorstellungen
  3. 3. Heilige Haine und Sarhul
  4. 4. Verbreitung
  5. 5. Status und Organisationen

Grundzüge des Sarnaismus

Sarnaismus ist eine Naturreligion aus Indien, deren Glaubenssystem auch Sarna Dharma genannt wird. Er ist besonders mit der Chota-Nagpur-Plateau-Region verbunden, die unter anderem in den Bundesstaaten Jharkhand, Bihar, Assam und Chhattisgarh liegt. Im Mittelpunkt stehen Sarna: heilige Haine, die als Orte der Anbetung gelten.

Nach lokalem Glauben wohnt im Sarna eine Dorfgottheit. Sie soll das Dorf schützen; ihr werden zweimal jährlich Opfer dargebracht. Der Artikel ist als grundsätzlich überarbeitungsbedürftig gekennzeichnet und weist darauf hin, dass für wesentliche Aussagen Belege fehlen.

Gottheiten und Glaubensvorstellungen

Anhängerinnen und Anhänger glauben an eine Dorfgottheit als Beschützerin oder Beschützer des Dorfes und verehren sie. Je nach Stamm trägt diese Gottheit unterschiedliche Namen: Gaon khunt, Gram deoti, Dharmes, Marang Buru oder Singbonga.

Außerdem wird Dharti ayo oder Chalapachho Devi verehrt. Diese Muttergöttin wird mit der Erde oder der Natur identifiziert.

Heilige Haine und Sarhul

Ein Sarna ist ein heiliger Hain in Chotanagpur und befindet sich in Dörfern. Bei den Kudumi Mahato heißt er gram than, bei den Santal Jaher than oder Jaher gar. In den Hainen stehen Sal-Bäume; ein Sthal besteht gewöhnlich aus mehreren Bäumen, etwa Sal, mahua, Neem und Banyan.

Die Zeremonien sind öffentliche Versammlungen der gesamten Dorfgemeinschaft. Dorfpriester, pahan, und Assistenten, Pujar, wirken aktiv mit. Bei den Santal wird der Priester Naike genannt.

Das wichtigste Fest ist Sarhul, bei dem die Gläubigen ihre Vorfahren verehren. Der Pahan bringt drei Wassertöpfe zum Sarna. Sinkt deren Pegel, wird angenommen, dass der Monsun ausbleibt; bleibt er gleich, soll der Monsun wie üblich kommen. Männer bringen anschließend „Sakua“-Blumen und Blätter dar.

Verbreitung

Für die Volkszählung in Indien 2011 nennt der Artikel folgende Bevölkerung: Jharkhand 4.223.500, West Bengal 2.512.331, Bihar 1.349.460, Chhattisgarh 768.910 und Odisha 478,.317. Als Summe werden 7.800.000 bis 9.300.000 angegeben. Die Schreibweise der Zahl für Odisha ist im Ausgangstext fehlerhaft; außerdem ist die Gesamtzahl als Spanne angegeben.

Status und Organisationen

Der Artikel beschreibt Konflikte in Stammesgebieten der Chota-Nagpur-Region im Zusammenhang mit christlicher Mission während des kolonialen Indien. Auf erste deutsche protestantische Missionare von 1845 folgten römisch-katholische Missionare. Der Konflikt zwischen christlichen und nichtchristlichen Stammesangehörigen sei 1947–1948, beim Ende der britischen Kolonialherrschaft, deutlich geworden.

Die National Commission for Scheduled Tribes (NCST) schlug vor, für die Sarna-Religion im Religionscode der indischen Volkszählung eine eigene Kategorie einzuführen. Mehrere Stammesorganisationen und christliche Missionare fordern einen eigenen Zählungscode. Jual Oram, damals indischer Minister für Stammesangelegenheiten, erklärte 2015 hingegen, Stammesangehörige seien Hindus. Die katholische Kirche in Indien, darunter die Erzdiözese Ranchi und katholische Bischöfe von Jharkhand, unterstützte einen eigenen Religionscode für die Stammesbevölkerung.

Am 12. November 2020 verabschiedete das Parlament Jharkhands einstimmig eine von Chief Minister Hemant Soren (JMM) eingebrachte Resolution. Sie forderte, Sarna bei der Volkszählung 2021 als eigene Religion aufzunehmen, und wurde zur Genehmigung an die Zentralregierung gesandt. Genannt werden außerdem die Organisationen Akhil Bharatiya Sarna Dharam (ABSD), All India Sarna Dharam Mandowa (AISDM) und Kherwal Saonta Semled (KSS).

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