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Robert Koall

Robert Koall (* 1972 in Köln) ist ein deutscher Dramaturg. Robert Koall nimmt in Vertretung für Wolfgang Herrndorf den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Beruflicher Weg
  3. 3. Bekannte Arbeiten und öffentliche Rolle
  4. 4. Mitgliedschaften und Veröffentlichungen

Überblick

Robert Koall (* 1972 in Köln) ist ein deutscher Dramaturg. Ein Dramaturg arbeitet am Theater unter anderem an der Auswahl, Bearbeitung und Einordnung von Stücken und Stoffen mit. Koall wurde besonders durch Bühnenbearbeitungen bekannter literarischer Werke bekannt, darunter Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie und Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick.

Beruflicher Weg

Koall studierte zunächst einige Semester Jura, Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Von 1995 bis 1998 arbeitete er als Assistent von Christoph Schlingensief.

Anschließend war er als Dramaturg an mehreren großen Bühnen tätig: am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg unter Intendant Frank Baumbauer, am Schauspielhaus Zürich bei Christoph Marthaler und am Schauspiel Hannover im Team von Wilfried Schulz. Von 2009 bis 2016 war er Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden. Seit Sommer 2016 ist er Chefdramaturg und stellvertretender Generalintendant am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Bekannte Arbeiten und öffentliche Rolle

Besonders bekannt wurde Koall durch seine Bearbeitungen von literarischen Stoffen für die Bühne. Dazu gehören Cornelia Funkes Fantasyromane der Tintenwelt-Trilogie (2006–2009) und Wolfgang Herrndorfs Tschick (2011). Koalls Fassung von Tschick wurde zu einem der meistgespielten Stoffe auf deutschsprachigen Bühnen; in der Saison 2014/2015 galt dies sogar spartenübergreifend.

2012 nahm Koall stellvertretend für seinen erkrankten Freund Wolfgang Herrndorf den Preis der Leipziger Buchmesse für dessen Roman Sand entgegen. Im Februar 2014 widersprach Koall in einem Offenen Brief der umstrittenen Dresdner Rede der Autorin Sibylle Lewitscharoff. 2015 veröffentlichte er Dresden. Ein Winter mit Pegida, ein Buch mit Beobachtungen rund um die Pegida-Demonstrationen.

Mitgliedschaften und Veröffentlichungen

Koall ist Ehrenmitglied des Christopher Street Day Dresden e.V. Im Jahr 2013 wurde er zum Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste berufen.

Zu seinen genannten Veröffentlichungen gehören O.T. Ein Ersatzbuch. Das Schauspielhaus Zürich 2000–2004 (2004), Dresden. Ein Winter mit Pegida (2015) und Mein Kampf – gegen Rechts (2016), an dem mehrere Autorinnen und Autoren beteiligt waren. Das Vorwort zu Mein Kampf – gegen Rechts stammt von Iris Berben.

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