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Robert Hodel

Textkohärenz und Narration. Untersuchungen russischer Texte des Realismus ... August 2019 (deutsch). ↑ Robert Hodel : Leipziger Literaturverlag …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und akademischer Weg
  2. 2. Wissenschaftliche Tätigkeiten und Auszeichnungen
  3. 3. Monografien und literarische Arbeiten
  4. 4. Herausgeberschaften

Person und akademischer Weg

Robert Hodel (* 22. August 1959 in Buttisholz) ist ein Schweizer Slavist, also ein Wissenschaftler, der sich mit slawischen Sprachen und Literaturen beschäftigt. Seit 1997 lehrt er als Professor für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg.

Er studierte an der Universität Bern Slavistik, Ethnologie und Philosophie. 1985/86 verbrachte er ein Studienjahr in Leningrad und Moskau, 1988/89 zwei Semester in Novi Sad. 1990/91 war er Scholar der Central European University in Dubrovnik und Prag.

1992 promovierte Hodel als Assistent am Slavischen Seminar in Bern. Thema seiner Dissertation war der „skaz“ bei N. S. Leskov und Dragoslav Mihailović. 1998 habilitierte er sich mit einer Untersuchung zur Entwicklung der Erlebten Rede in der russischen Literatur. Diese Arbeit behandelt den Zeitraum von Karamzin bis Fadeev und reicht von „V zvezdnoj pustyne (In der Sternenwüste)“ bis „Čevengur“ von A. Platonov.

Wissenschaftliche Tätigkeiten und Auszeichnungen

Hodel ist Redaktionsmitglied mehrerer internationaler Zeitschriften, darunter Letopis Matice Srpske, Zbornik Matice srpske za književnost i jezik, Russkaja literatura, Filosofija, Slavica Gandensia, Prace Filologiczne, Slavonica, Annales Pont, Novi Izraz und Književna istorija. Die Zeitschriften erscheinen unter anderem in Novi Sad, Sankt Petersburg, Moskau, Warschau, Manchester, Koper, Sarajevo und Belgrad.

Er ist Ehrenmitglied der Serbischen Schriftstellervereinigung, Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin sowie Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste (SANU). Außerdem ist er Vorsitzender der Zweigstelle Hamburg der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG).

2015 erhielt Hodel den Petropol-Preis für die Anthologie Vor dem Fenster unten sind Volk und Macht. 2021 wurde er mit der „Goldene Verdienst-Medaille“ der Republik Serbien ausgezeichnet.

Monografien und literarische Arbeiten

Hodel veröffentlichte mehrere wissenschaftliche Monografien zur russischen und südslawischen Literatur sowie Übersetzungen und kommentierte Ausgaben literarischer Werke:

  • Betrachtungen zum skaz bei N.S. Leskov und Dragoslav Mihailović erschien 1994 in Bern/Berlin als Band 44 der Reihe Slavica Helvetica.
  • Erlebte Rede in der russischen Literatur. Vom Sentimentalismus zum Sozialistischen Realismus. Band 1 und Erlebte Rede bei Andrej Platonov. Von „V zvezdnoj pustyne“ bis „Čevengur“. Band 2 erschienen beide 2001 in Frankfurt am Main. Zusammen behandeln sie die Erlebte Rede in der russischen Literatur und besonders bei Andrej Platonov.
  • Diskurs (srpske) moderne / Diskurs der (serbischen) Moderne erschien 2009 in Belgrad als Band 2 der Reihe Seminarium Serbicum.
  • Hundert Gramm Seele. Serbische Poesie aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erschien 2011 in Leipzig. Hodel gab die Anthologie heraus, übertrug und kommentierte die Texte und ergänzte sie um ein Vorwort, Biographien und Bibliographien von 28 Dichtern.
  • Ebenfalls 2011 erschien Andrić i Selimović: forme aktuelnosti / Andrić und Selimović: Formen der Aktualität in Sarajevo.
  • Momčilo Nastasijević: Sind Flügel wohl… Gedichte und Prosa erschien 2013 zweisprachig in Leipzig. Hodel übersetzte die Texte aus dem Serbischen und fügte eine Einführung in Leben und Werk hinzu.
  • Raskršća književnog juga erschien 2014 in Belgrad als Band 3 der Reihe Seminarium Serbicum.
  • Vor dem Fenster unten sind Volk und Macht. Zweisprachige Gedichtanthologie. Russische Poesie der Generation 1940–1960 erschien 2015 in Leipzig. Hodel gab die Texte heraus, übertrug und kommentierte sie und ergänzte ein Vorwort sowie Biographien von 30 Dichtern.
  • Dragoslav Mihailović: Wie ein Fleck zurückblieb. Erzählungen und Leben erschien 2018 in Leipzig. Die Ausgabe enthält Übersetzungen aus dem Serbischen sowie eine Einführung in Leben und Werk.
  • Sie ging durch Russland... Zweisprachige Gedichtanthologie. Russische Poesie der Generation 1960–1980 erschien 2019 in Leipzig. Sie enthält Übersetzungen, Kommentare, ein Vorwort und Biographien von 28 Dichtern.
  • Reči od mramora. Dragoslav Mihailović – život i delo. (Worte vom Marmor. D. Mihailović - Leben und Werk) erschien 2020 in Belgrad.
  • Rodina i električestvo. Band 5. Poetika Andreja Platonova erschien 2021 in Moskau bei Polimedia und umfasst 206 Seiten.

Herausgeberschaften

Zu Hodels Herausgeberschaften gehören wissenschaftliche Sammelbände und literarische Anthologien. Sprache und Erzählhaltung bei A. Platonov erschien 1998 und ging auf ein Platonov-Kolloquium vom 10.–12. September 1996 in Bern zurück; Mitherausgeber war J. P. Locher.

2004 gab Hodel Zentrum und Peripherie in den slavischen und baltischen Sprachen und Literaturen heraus. Der Band ist eine Festschrift zum 70. Geburtstag von Jan Peter Locher. 2007 folgte Darstellung der Liebe in bosnischer, kroatischer und serbischer Literatur. Von der Renaissance bis ins 21. Jh.

2008 erschien Poezja polska po przełomie – Pokolenie ’89 / Polnische Poesie nach der Wende – Generation ’89 als Anthologie, für die Hodel Herausgeber und Verfasser des Vorworts war. Ebenfalls 2008 gab er gemeinsam mit V. Lehmann Textkohärenz und Narration. Untersuchungen russischer Texte des Realismus und der Moderne heraus. Der Band erschien als Band 15 der Reihe Narratologia. Contributions to Narrative Theory.

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