Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Richard Niemi
Seit 1976 ist er Professor für Politikwissenschaft an ... Sozialisation im Jugendalter, sowie mit der Politik in den Bundesstaaten der Vereinigten Staaten.
Inhalt2 Abschnitte
Person und wissenschaftlicher Werdegang
Richard Gene Niemi (* 1941) ist ein US-amerikanischer Politologe. Seit 1976 ist er Professor für Politikwissenschaft an der University of Rochester. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wahlverhalten und öffentliche Meinung, politische Bildung, politische Sozialisation im Jugendalter sowie die Politik in den Bundesstaaten der Vereinigten Staaten.
Niemi studierte Politikwissenschaft am Lawrence College und erwarb dort 1962 den Bachelorabschluss. Anschließend begann er ein Promotionsstudium an der University of Michigan. Dort wurde er 1967 mit der Dissertationsschrift A Methodological Study of Political Socialization in the Family promoviert.
Ebenfalls 1967 wurde Niemi Assistant Professor an der University of Rochester. 1971 erfolgte die Beförderung zum Associate Professor; 1976 wurde er dort auf eine volle Professur berufen. Von 1989 bis 1990 war er Fellow am Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences der Stanford University. Als Gastprofessor lehrte er an der University of Iowa, an der Universität Kōbe in Japan sowie mehrfach an der Universität Lund in Schweden.
1982 erhielt Niemi ein Guggenheim-Stipendium. Seit 2002 ist er korrespondierendes Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften, seit 2007 außerdem Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.
Forschung und ausgewählte Veröffentlichungen
Niemis Veröffentlichungen behandeln vor allem den Zusammenhang zwischen Familie, Schule, Jugend und politischer Entwicklung, außerdem Fragen der Wahlen, der politischen Repräsentation, der politischen Bildung und der Politik in den US-Bundesstaaten.
Gemeinsam mit M. Kent Jennings veröffentlichte er The Political Character of Adolescence: The Influence of Families and Schools (Princeton University Press, 1974; Reprint 2016). Ebenfalls 1974 erschien How Family Members Perceive Each Other: Political and Social Attitudes in Two Generations (Yale University Press). Die gemeinsame Arbeit mit Jennings wurde mit Generations and Politics: A Panel Study of Young Adults and Their Parents (Princeton University Press, 1981) fortgesetzt.
Weitere Themen sind die politische Repräsentation von Minderheiten und die Gleichheit des Wahlrechts. Dazu erschien gemeinsam mit Bernard Grofman und Lisa Handley Minority Representation and the Quest for Voting Equality (Cambridge University Press, 1992). Mit Jane Junn verfasste Niemi Civic Education: What Makes Students Learn (Yale University Press, 1998; zweite Auflage 2005). Mit John Carey und Lynda W. Powell veröffentlichte er Term Limits in the State Legislatures (Michigan University Press, 2000).
Als Herausgeber war Niemi unter anderem an Controversies in Voting Behavior beteiligt, das er gemeinsam mit Herbert F. Weisberg herausgab (W. H. Freeman, 1976; fünfte Auflage 2010). Gemeinsam mit Lawrence LeDuc und Pippa Norris gab er Comparing Democracies: Elections and Voting in Global Perspective heraus (Sage, 1996; vierte Auflage 2014). Mit Joshua J. Dyck veröffentlichte er außerdem den Guide to State Politics and Policy (Sage, 2013).