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Religionssystematik
Die Religionssystematik ist eine Fachrichtung der Religionswissenschaft, die auch Systematische oder Vergleichende Religionswissenschaft genannt wird.
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Gegenstand und Ansätze
Die Religionssystematik ist eine Fachrichtung der Religionswissenschaft. Sie wird auch Systematische oder Vergleichende Religionswissenschaft genannt; bis in die 1960er Jahre war „Religionsphänomenologie“ zudem eine synonyme Bezeichnung.
Heute unterscheidet man zwei Ansätze:
- Die Religionsphänomenologie vergleicht, beschreibt und klassifiziert Phänomene aus verschiedenen Religionen.
- Die Religionstypologie ordnet Religionen anhand bestimmter Merkmale Typen zu.
Methode und Abgrenzung
Grundlage der Religionssystematik ist der Kulturvergleich. Als Rohmaterial dienen die gesamte Geschichte der Religion sowie ethnographische Aufzeichnungen. Schon Friedrich Max Müller (1823–1900), der als Begründer der Religionswissenschaft gilt, betrachtete den Vergleich als grundlegend.
Joachim Wach grenzte die Religionssystematik 1924 als eigenständige Disziplin von der Religionsgeschichte ab. Nach Hans-Jürgen Greschat untersucht die Religionsgeschichte das Spezielle: die individuellen historischen Entwicklungen bestimmter Religionen. Die Religionssystematik richtet sich dagegen auf das Allgemeine, also auf die systematische Erforschung und Erkenntnis übergreifender Muster.