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Reimschema
Ein Reimschema ist in der Verslehre eine spezifische Form metrischer Notation und beschreibt in abstrahierender Form die Reimfolge, das heißt die Abfolge …
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Bedeutung und Grundprinzip
Ein Reimschema ist eine Form der metrischen Notation in der Verslehre. Es stellt vereinfacht dar, in welcher Reihenfolge Verse einer Strophe oder eines Gedichts miteinander reimen. Jeder Vers erhält einen Kleinbuchstaben; Verse mit demselben Reim bekommen denselben Buchstaben.
Lesen eines Reimschemas
Das Schema „[abab acac bbcc]“ beschreibt drei vierzeilige Strophen. Es gibt drei Reime, die jeweils viermal vorkommen:
- [a] in den Versen 1.1, 1.3, 2.1 und 2.3
- [b] in den Versen 1.2, 1.4, 3.1 und 3.2
- [c] in den Versen 2.2, 2.4, 3.3 und 3.4
Verse ohne Reimpartner heißen Waisen. Sie werden im Reimschema häufig mit [x] oder [w] bezeichnet.
Besondere Angaben
Großbuchstaben können besondere Reimformen kennzeichnen, besonders einen Refrain oder Kehrreim. „[abbA accA …]“ steht für vierzeilige Strophen, bei denen sich der vierte Vers jeder Strophe identisch wiederholt und mit dem ersten Vers reimt.
Manchmal ergänzt ein Reimschema auch Silbenzahl und Reimgeschlecht. „7wa 6mb 6mb 7wa“ beschreibt eine vierzeilige Strophe mit umarmendem Reim: Der 1. und 4. Vers sind Siebensilbler mit weiblichem Reim, der 2. und 3. Vers Sechssilbler mit männlichem Reim.