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Rückführbarkeit

definierte Messunsicherheit: die Messunsicherheit ist für jeden Schritt berechnet und angegeben, so dass die Gesamtunsicherheit berechnet werden kann.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundbegriff
  2. 2. Kalibrierhierarchie
  3. 3. Wesentliche Elemente
  4. 4. Bezeichnungen in Normen

Grundbegriff

Rückführbarkeit, englisch traceability, ist ein Fachbegriff aus der Messtechnik und der Analytischen Chemie. Sie wird auch metrologische Rückführbarkeit, Rückverfolgbarkeit oder messtechnische Rückführbarkeit genannt. Der Begriff beschreibt eine Eigenschaft von Messergebnissen.

Nach dem Internationalen Wörterbuch der Metrologie (VIM), Definition 2.41, bedeutet Rückführbarkeit, dass ein Messergebnis auf einen Standard bezogen werden kann oder in Relation zu diesem steht. Ein solcher Standard kann zum Beispiel eine SI-Einheit sein.

Kalibrierhierarchie

Ein rückführbarer Messwert ist nicht nur ungefähr mit einem Standard vergleichbar, sondern über eine ununterbrochene Kette von Vergleichsmessungen mit diesem Standard verbunden. Für jede Vergleichsmessung muss die Messunsicherheit bekannt sein. Messunsicherheit bedeutet, dass angegeben wird, wie genau oder ungenau ein Messergebnis ist.

Bei jeder Vergleichsmessung ist das Ergebnis des Vergleichs niederwertiger als das dabei verwendete Normal. Ein Normal ist ein Maß, Messgerät oder Referenzwert, der zum Vergleichen und Kalibrieren verwendet wird. Aus diesen Stufen entsteht eine Kalibrierhierarchie oder Rückführbarkeits-Hierarchie.

Wesentliche Elemente

Zur Rückführbarkeit gehören mehrere notwendige Elemente:

  • eine ununterbrochene Kette von Vergleichen, die auf einen anerkannten Standard zurückgeht, gewöhnlich auf eine SI-Einheit
  • eine definierte Messunsicherheit: Für jeden Schritt ist die Messunsicherheit berechnet und angegeben, sodass die Gesamtunsicherheit berechnet werden kann
  • Dokumentation: Jeder Schritt, einschließlich Ergebnis, wurde nach allgemein anerkannten Verfahren durchgeführt
  • Kompetenz: Die Stellen, die die Messung durchführen, müssen dafür kompetent sein; dies kann zum Beispiel durch Akkreditierung bestätigt sein
  • Nachkalibrierungen: Kalibrierungen müssen in einem für den jeweiligen Anwendungsfall angemessenen Intervall erfolgen

Bezeichnungen in Normen

In deutschsprachigen Normen werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet. Die deutschsprachigen Ausgaben der ISO 9000:2015 benutzen für diesen Begriff die Bezeichnung Rückverfolgbarkeit, Definition 3.6.13.

Die deutschsprachigen Ausgaben der ISO 9001:2015 benutzen die Bezeichnung messtechnische Rückführbarkeit, Kapitel 7.1.5.2.

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