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Psalm 150

Psalm 150 bildet den Abschluss der Psalmen, der von Delitzsch als Schluss-Halleluja bezeichnet wurde. Der Psalm ruft zum Lob Gottes und seiner Taten mit …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Kern und Bedeutung
  2. 2. Aufbau und zentrale Aussagen
  3. 3. Vertonungen und moderne Rezeption

Kern und Bedeutung

Psalm 150 bildet den Abschluss des Psalters und wird von Delitzsch als „Schluss-Halleluja“ bezeichnet. Er ruft zum Lob Gottes und seiner Taten auf. Die Urheberschaft des Psalms bleibt anonym. Der Text verbindet den Lobpreis mit verschiedenen Instrumenten und richtet ihn schließlich an alle Lebewesen: nicht nur an Israel, sondern an „alles was Odem hat“.

Aufbau und zentrale Aussagen

Der Psalm beginnt und endet mit dem Ausruf „Halleluja“, wie auch die vier vorhergehenden Hallelujapsalmen.

Seine Gliederung folgt vier Fragen beziehungsweise Themen:

  • Der Ort des Lobes (Ps 150,1 EU): Gott soll „in seinem Heiligtum“ und „in der Feste seiner Macht“ gelobt werden.
  • Der Inhalt des Lobes (Ps 150,2 EU): Anlass sind Gottes Taten und seine große Herrlichkeit.
  • Die Mittel des Lobes (Ps 150,3–5 EU): Der Lobpreis soll mit verschiedenen Instrumenten erklingen.
  • Die Ausführenden des Lobes (Ps 150,6 EU): Zum Lob aufgerufen ist „alles was Odem hat“.

Damit führt der Psalm vom Ort und Grund des Lobes über seine musikalische Gestaltung zur umfassenden Aufforderung an alle, Gott zu loben. Zugleich schließt diese Aufforderung die gesamte Sammlung der Psalmen ab.

Vertonungen und moderne Rezeption

Psalm 150 wurde vielfach vertont. Zu den genannten Vertonungen gehören Heinrich Schütz’ „Alleluja! Lobet den Herren in seinem Heiligtum“ aus den Psalmen Davids SWV 38 (1619), Jan Dismas Zelenkas „Chvalte Boha silného“ ZWV 165 (1725), Johann Sebastian Bachs „Singet dem Herrn ein neues Lied“, BWV 225, 3. Satz (1727), Robert Schumanns „Psalm 150“ (1822), Felix Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ op. 52 (1840), César Francks „Psaume 150“ (1883), Anton Bruckners „Psalm 150“ WAB 38 (1892), Igor Strawinskys „Psalmensinfonie“, 3. Satz (1930/48), Benjamin Brittens „Psalm 150“ op. 67 (1962) und John Rutters „Psalm 150“ (2002).

Auch in der neueren Musik wird der Psalm aufgegriffen, etwa durch Jimmy Webbs „Psalm One-Five-O“ auf dem Album Words and Music (1970), Bernd Draffehns „Psalm 150, Halleluja! Lobet Gott in Seinem Heiligtum“ (1978), P.O.D.s „Psalm 150“ auf The Fundamental Elements of Southtown (1999), James Moss’ „Psalm 150“ auf The J Moss Project (2004) und MIQEDEMs „Halleluhu“ auf MIQEDEM (2016). Mehrere Vertonungen mit dem Text „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ wurden außerdem im Gotteslob, Stuttgart 2013, abgedruckt.

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