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Patrick Chabal

Patrick Chabal (* 29. April 1951 in Taroudant, Marokko; † 16. Januar 2014) war ein prominenter Afrikahistoriker, darunter Professor für lusophone …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Person und akademische Laufbahn
  2. 2. Ausgewählte Veröffentlichungen

Person und akademische Laufbahn

Patrick Chabal (* 29. April 1951 in Taroudant, Marokko; † 16. Januar 2014) war ein prominenter Afrikahistoriker. Er war Professor für lusophone Afrikastudien, also für die portugiesischsprachigen Regionen Afrikas, und leitete am King’s College London die Abteilung für portugiesische und brasilianische Studien.

Nach Studien in Harvard und Columbia promovierte er 1980 an der University of Cambridge in Politikwissenschaften. Anschließend arbeitete er als Forscher und Dozent für Geschichte an der University of East Anglia. Später wechselte er an das King’s College London und wurde dort Professor sowie Leiter des Instituts für Afrikanistik, Geschichte und Politik.

Seine Forschung begann mit Literatur und Geschichte der ehemaligen portugiesischen Kolonien in Afrika. Sie erweiterte sich auf Afrika insgesamt sowie auf die Wechselwirkungen zwischen westlichen Ländern und der Dritten Welt. Chabal war Mitbegründer und Vorsitzender der Africa-Europe Group for Interdisciplinary Studies (AEGIS) und veröffentlichte zahlreiche Bücher, Buchkapitel und Artikel über Afrika.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Zu Chabals Büchern zählen „Amílcar Cabral. Revolutionary leadership and people’s war“ (Cambridge UP, 1983), „Power in Africa. An essay in political interpretation“ (Macmillan, 1992), „The Postcolonial literature of lusophone Africa“ (Northwestern University Press, 1996) und „A History of postcolonial lusophone Africa“ (Hurst, 2002).

Mehrere Werke entstanden gemeinsam mit anderen Forschenden: Mit Jean-Pascal Daloz veröffentlichte er „Africa works: disorder as political instrument“ (Currey, 1999) und „Culture troubles: politics and the interpretation of meaning“ (University of Chicago Press, 2006). Mit Nuno Vidal erschien „Angola, the weight of history“ (Hurst, 2007); mit Toby Green „Guinea-Bissau – Micro-State to ‘Narco-State’“ (Hurst, 2016).

Weitere zentrale Titel sind „Africa: the politics of suffering and smiling“ (Zed Books, 2009) und „The end of conceit: Western rationality after postcolonialism“ (Zed Books, 2012). Außerdem gab Chabal Sammelbände mit heraus, darunter „Is violence inevitable in Africa?“ (2005) mit Ulf Engel und AnnaMaria Gentili sowie „African alternatives“ (2007) mit Ulf Engel und Leo de Haan.

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