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Organylgruppe
Acetonylgruppe · Acylgruppe (z. B. Acetylgruppe, Benzoylgruppe) · Alkylgruppe (z. B. Methylgruppe, Ethylgruppe) · Alkenylgruppe (z. B. Vinylgruppe, Allylgruppe) …
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Begriff und Bedeutung
Eine Organylgruppe ist in der organischen Chemie und der metallorganischen Chemie ein organischer Rest. Sie besitzt an einem Kohlenstoffatom eine freie Valenz, seltener mehrere freie Valenzen. Welche funktionelle Gruppe der Rest außerdem enthält, ist für die Bezeichnung als Organylgruppe nicht entscheidend.
Der Begriff wird besonders häufig in der chemischen Patentliteratur verwendet. Dort ermöglicht er, den Umfang eines Schutzes in Patentansprüchen breit zu definieren, weil viele unterschiedliche organische Reste unter den Begriff fallen können.
Typische Organylgruppen
Zu den Organylgruppen gehören unter anderem Acetonylgruppen, Aminocarbonylgruppen, Carboxygruppen, Nitrilgruppen, Nucleosidylgruppen sowie von bestimmten Verbindungen abgeleitete Reste wie die Ampicilloylgruppe, die von Ampicillin abgeleitet ist.
Wichtige Gruppenarten sind:
- Acylgruppen, zum Beispiel Acetylgruppe und Benzoylgruppe.
- Alkylgruppen, zum Beispiel Methylgruppe und Ethylgruppe.
- Alkenylgruppen, zum Beispiel Vinylgruppe und Allylgruppe.
- Alkinylgruppen, zum Beispiel Propargylgruppe.
- Arylgruppen, zum Beispiel Phenylgruppe, 1-Naphthylgruppe, 2-Naphthylgruppe, 2-Thiophenylgruppe und 2,4-Dinitrophenylgruppe.
- Alkylarylgruppen, zum Beispiel Benzylgruppe und Triphenylmethylgruppe.
- Halogenalkylgruppen, zum Beispiel Chlormethylgruppe und Trifluormethylgruppe.
Weitere Beispiele
Weitere genannte Organylgruppen sind Benzyloxycarbonyl-Gruppe (Cbz), tert-Butoxycarbonylgruppe (Boc), (Fluoren-9-ylmethoxy)carbonylgruppe (Fmoc), Furfurylgruppe, Glycidylgruppe und Indolylgruppe.