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Nothing More

Nothing More (Eigenschreibweise: NØTHING MØRE) ist eine US-amerikanische Alternative-Metal-Band aus San Antonio, Texas. Die Band steht bei Better Noise …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick, Besetzung und Bedeutung
  2. 2. Gründung und erste Alben
  3. 3. Durchbruch und internationale Anerkennung
  4. 4. Spätere Veröffentlichungen und Tourneen
  5. 5. Musikstil, Themen und Engagement
  6. 6. Diskografie und weitere Nominierungen

Überblick, Besetzung und Bedeutung

Nothing More, in der Eigenschreibweise NØTHING MØRE, ist eine US-amerikanische Alternative-Metal-Band aus San Antonio, Texas. Sie wurde 2003 gegründet, steht bei Better Noise Music unter Vertrag und hat sieben Studioalben veröffentlicht. Zur aktuellen Besetzung gehören Jonny Hawkins (Gesang und Schlagzeug), Mark Vollelunga (Gitarre und Hintergrundgesang), Daniel Oliver (Bass und Hintergrundgesang, seit 2004) sowie Ben Anderson (Schlagzeug, seit 2015).

Die Gruppe verbindet Alternative Metal mit Progressive Rock und wurde besonders durch das selbst betitelte Album Nothing More sowie The Stories We Tell Ourselves bekannt. Drei Grammy-Nominierungen und mehrere weitere Musikpreis-Nominierungen zeigen ihre Bedeutung innerhalb der modernen Rockmusik.

Gründung und erste Alben

Jonny Hawkins und Mark Vollelunga lernten sich in einem kirchlichen Zeltlager kennen und spielten bereits während ihrer Schulzeit zusammen. Nach dem Schulabschluss gründeten sie 2003 offiziell Nothing More.

Am 1. August 2004 erschien im Selbstverlag das Debütalbum Shelter. Damals gehörten Sänger Josh Klaus, Bassist Matt Reynolds und der zweite Gitarrist Josh Kercheville zur Gruppe. Klaus und Reynolds verließen sie kurz danach; Travis Cox übernahm den Gesang und Daniel Oliver den Bass. Im Juli 2005 folgte die EP Matthatter’s Bliss, 2006 die Kompilation Vandura.

Nach einem weiteren Sängerwechsel veröffentlichte die Band am 5. Januar 2007 mit Trey Graham das zweite Studioalbum Save You / Save Me. Anschließend trat sie im Vorprogramm von Thirty Seconds to Mars und auf der Warped Tour auf. Wegen musikalischer Differenzen gingen Graham und Kercheville. Mitte 2008 wechselte der bisherige Schlagzeuger Jonny Hawkins dauerhaft zum Gesang.

Durchbruch und internationale Anerkennung

Das dritte Studioalbum The Few Not Fleeting erschien am 21. Februar 2009. Bei den Aufnahmen war Hawkins gleichzeitig Sänger und Schlagzeuger. Nach mehr als zwei Jahren auf Tour wurde der neue Schlagzeuger Davin Travieso 2011 durch Paul O’Brien ersetzt. Eine Kickstarter-Kampagne half bei der Finanzierung des nächsten Albums.

Im Juni 2013 veröffentlichte die Band Nothing More zunächst selbst. Nach Festivalauftritten unterzeichnete sie im März 2014 bei Eleven Seven Music einen Vertrag über fünf Alben. Die Wiederveröffentlichung vom 4. Juni 2014 erreichte Platz 33 der US-Albumcharts. This Is the Time (Ballast) kam auf Platz 2 und Mr. MTV auf Platz 12 der Billboard Mainstream Rock Songs. Tourneen und Auftritte bei großen Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park und Rock on the Range erweiterten die Bekanntheit. 2015 ersetzte Ben Anderson den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Paul O’Brien.

Am 15. September 2017 erschien das gemeinsam mit Will Hofman produzierte fünfte Studioalbum The Stories We Tell Ourselves. Es erreichte Platz 15 der US-Albumcharts. Die Single Go to War belegte Platz eins der Billboard Mainstream Rock Songs und wurde für einen Trailer zu Planet der Affen: Survival verwendet. Bei den Grammy Awards 2018 erhielt das Album eine Nominierung als Best Rock Album; Go to War war als Best Rock Song und Best Rock Performance nominiert. Die Auszeichnungen gingen jedoch an The War on Drugs, die Foo Fighters beziehungsweise Leonard Cohen. Es folgten internationale Tourneen und Festivalauftritte. Während der COVID-19-Pandemie nahm die Band ihr nächstes Album auf.

Spätere Veröffentlichungen und Tourneen

Nach mehreren Nordamerika-Tourneen erschien am 14. Oktober 2022 das sechste Studioalbum Spirits. 2023 folgten weitere Konzerte; im Juni erhielt Go to War in den USA eine Goldene Schallplatte.

Im Juli 2023 wurde berichtet, Sänger Jonny Hawkins habe seine Lebensgefährtin im Dezember 2021 fahrlässig mit seinem Auto überrollt und ihr schwere Verletzungen zugefügt. Eine geplante Teilnahme als Vorband an der Co-Headlinertournee von Godsmack und Staind fand nicht statt; Nothing More wurden durch Mix Master Mike ersetzt.

Nach einer Europatournee im Vorprogramm von Electric Callboy und weiteren eigenen Konzerten veröffentlichte Nothing More am 28. Juni 2024 das siebte Studioalbum Carnal. Produzent war Drew Fulk. Als Gastsänger wirken Eric Vanlerberghe von I Prevail, David Draiman von Disturbed und der Rapper Sinizter mit. Carnal erreichte Platz 153 der US-Albumcharts. Im September 2024 folgte eine Nordamerika-Headlinertournee, anschließend spielte die Band im Vorprogramm von Godsmack. Im Frühjahr 2025 nahm sie an Disturbeds The Sickness 25th Anniversary Tour durch Nordamerika teil.

Musikstil, Themen und Engagement

Der Stil von Nothing More kombiniert Progressive Rock, Heavy Metal und radiotauglichen Alternative Rock. Allmusic beschrieb ihn als „kraftvolle Mischung aus verschlagenem Progressive Rock, explosivem Heavy Metal und aufsteigenden, für das Radio bereitem Alternative Rock“. Als Einflüsse nennt die Band System of a Down, 30 Seconds to Mars, Incubus, The Mars Volta und Killswitch Engage. Powermetal.de verglich ihre Musik mit der melodischen Energie von Biffy Clyro, der Härte von Disturbed und der ungewöhnlichen Spielweise von At the Drive-In.

Ein wichtiges Thema der Band sind psychische Erkrankungen. Das 2015 veröffentlichte Musikvideo zu Jenny behandelt psychische Erkrankungen sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch. Der Titel soll unter anderem auf die bipolare affektive Störung aufmerksam machen, von der auch Jonny Hawkins’ Schwester Jenna betroffen ist. Eine bipolare affektive Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der sich stark gehobene und depressive Stimmungen abwechseln können.

Zur Förderung der öffentlichen Aufmerksamkeit arbeitet Nothing More mit Bring Change 2 Mind, To Write Love on Her Arms, The Jed Foundation, The International Bipolar Foundation und Young Minds zusammen. Außerdem fordert die Band Betroffene über soziale Medien dazu auf, ihre eigenen Geschichten zu teilen.

Diskografie und weitere Nominierungen

Die sieben Studioalben sind Shelter (2004), Save You / Save Me (2007), The Few Not Fleeting (2009), Nothing More (2013; 2014 über Eleven Seven wiederveröffentlicht), The Stories We Tell Ourselves (2017), Spirits (2022) und Carnal (2024). Neben Platz 33 für Nothing More und Platz 15 für The Stories We Tell Ourselves erreichte Carnal Platz 153 der US-Albumcharts.

Zusätzlich zu den drei Grammy-Nominierungen wurde Go to War 2018 bei den iHeartRadio Music Awards als Rock Song of the Year nominiert. Bei den Kerrang! Awards 2015 war Nothing More als Best international Newcomer nominiert. Vier Nominierungen erhielt die Band bei den Loudwire Music Awards: 2014 als Best New Artist und Best Live Act sowie für Jenny als Best Rock Video, 2017 außerdem für Go to War als Best Hard Rock Song.

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