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Newberry National Volcanic Monument
Es umfasst den Newberry-Vulkan, einen der flächenmäßig größten Schildvulkane in der Kaskadenkette, und einen etwa 40 km langen Lavafluss nach Nordwesten. Das …
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Überblick
Das Newberry National Volcanic Monument ist ein Naturschutzgebiet vom Typ eines National Monuments im US-Bundesstaat Oregon. Es schützt den Newberry-Vulkan, einen der flächenmäßig größten Schildvulkane der Kaskadenkette, sowie einen etwa 40 km langen Lavafluss, der nach Nordwesten verläuft. Ein Schildvulkan ist ein Vulkan mit besonders flach ansteigenden Hängen, der sich relativ weit über die Umgebung ausbreitet.
Das Schutzgebiet liegt vollständig im Deschutes National Forest und wird vom US Forest Service verwaltet. Es umfasst 224,6 km², liegt etwa 45 km südlich der Stadt Bend und wurde am 5. November 1990 ausgewiesen. Vulkan und Schutzgebiet befinden sich im Deschutes County in Oregon, Vereinigte Staaten. Die Landschaft ist vor allem durch die große Caldera, Seen, Lavaflüsse, Schlackenkegel und Lavaröhren geprägt.
Vulkanlandschaft und Geographie
Der Newberry-Vulkan hat einen Durchmesser von rund 40 km. Sein höchster Punkt ist der Paulina Peak mit 2434 m Höhe. Er liegt etwa 1000 m über dem Deschutes River westlich des Berges. Im Zentrum des Vulkans befindet sich eine Caldera mit einem Durchmesser von etwa 6,5 km. Eine Caldera ist ein großer, meist durch den Einsturz eines Vulkangebäudes entstandener Krater- oder Beckenbereich.
In der Caldera liegen der Paulina Lake, der East Lake, der jüngste Lavafluss Big Obsidian Flow und der Central Pumice Cone, ein kleiner Schlackenkegel. Der Paulina Lake liegt auf 1935 m Höhe, ist bis zu 76 m tief und umfasst 615 Hektar. Der kleinere East Lake und der Paulina Lake werden ausschließlich durch Regenwasser, Schmelzwasser und heiße vulkanische Quellen gespeist. Ihr Abfluss ist der Paulina Creek, der durch eine Schlucht an der Westseite aus der Caldera herausfließt. Abgesehen von dieser Schlucht wird die Caldera von einem 200 bis 300 m hohen Kraterrand umgeben; der Paulina Peak ist Teil dieses Randes. Über die gesamte Fläche des Vulkans verteilen sich etwa 400 kleine Schlackenkegel.
Geologen vermuten, dass die Caldera vor etwa 500.000 Jahren durch den Einsturz eines Vulkans entstand, der ungefähr 2700 m hoch war und einen Durchmesser von etwa 40 km hatte. Lavaströme bedeckten große Teile der Umgebung und flossen bis zu 110 km weit. In einem nordwestlich verlaufenden Lavafluss liegt der Lava Cast Forest. Dort sind Abdrücke von Baumstämmen in der erkalteten Lava erhalten.
Weitere vulkanische Landschaftsformen sind der Lava Butte, ein 1528 m hoher Vulkankegel, der sich mehr als 150 m über die Umgebung erhebt, sowie mehrere Lavaröhren. Die Lava River Cave liegt 13 km südlich von Bend am Highway 97. Sie ist über 1,8 km lang, bis zu 15 m breit und bis zu 18 m hoch. Lavaströme stauten den Deschutes River zeitweise auf. Die dabei entstandene Schwelle ist heute noch in Form der etwa 30 m hohen Wasserfälle von Benham Falls erkennbar.
Die ältesten Gesteine des Vulkans sind nur etwa 700.000 Jahre alt. In den vergangenen 10.000 Jahren kam es im Krater zu etwa 25 Ausbrüchen. Der Big Obsidian Flow entstand etwa im Jahr 650 und gilt als jüngste vulkanische Aktivität im zentralen Oregon. Der Vulkan ist nicht erloschen; künftig werden sowohl weitere Lavaströme als auch Eruptionen erwartet.
Menschliche Nutzung und Schutzgeschichte
Ausgrabungen am Paulina Lake zeigen, dass Paläoindianer die Caldera bereits vor 10.000 Jahren aufsuchten. Der East Lake Obsidian Flow und der Big Obsidian Flow lieferten wertvollen Obsidian. Dieses vulkanische Glas wurde zur Herstellung von Steinwerkzeugen verwendet, darunter Schaber und Klingen.
Der Newberry Crater gehört seit 1908 zum Deschutes National Forest. Im November 1990 wurde der Krater zum National Monument erklärt. Die 1889 entdeckte Lava River Cave wurde 1926 dem Staat Oregon geschenkt, der sie zu einem State Park erklärte. Im Jahr 1981 tauschte Oregon den Park gegen andere Gebiete des US Forest Service.
Besuch und touristische Anlagen
Das wichtigste Besucherzentrum ist das Lava Lands Visitor Center südlich von Bend am Highway 97. Es informiert über die Geologie, Ökologie und Kulturgeschichte des Gebiets. Von dort führt ein Weg auf den Lava Butte. Vom Gipfel sind ein weiter Ausblick und ein Blick in den bis zu 60 m tiefen Krater möglich. Das Lava Lands Visitor Center ist von Mai bis Oktober geöffnet. Ein zweites, kleineres Besucherzentrum am Paulina Lake öffnet nur im Sommer.
Die Lava River Cave liegt ebenfalls am Highway 97 südlich von Bend; der Highway überquert die Höhle. Sie kann im Sommer besichtigt werden.
Seit 1912 wurden in den beiden Seen der Caldera Fische eingesetzt, vor allem Regenbogenforellen und Rotlachse. Deshalb ist der Angelsport die wichtigste touristische Aktivität im Schutzgebiet. An beiden Seen gibt es jeweils ein rustikales Hotel mit Einrichtungen für Angler. Insgesamt stehen sieben Campingplätze zur Verfügung. Durch das Schutzgebiet führt außerdem der über 33 km lange Crater Rim Trail. Zusammen mit zahlreichen weiteren Wegen ergibt sich ein Wegenetz von insgesamt 96 km.