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Mischschmelzpunkt
Der Mischschmelzpunkt, auch Mischschmelztemperatur, ist eine einfache Methode der analytischen Chemie zur Identitätsprüfung einer Probe mit festem …
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Definition und Bedeutung
Der Mischschmelzpunkt, auch Mischschmelztemperatur genannt, ist eine einfache Methode der analytischen Chemie zur Identitätsprüfung einer Probe im festen Aggregatzustand. Die Bestimmung des Schmelzpunkts ist in der qualitativen Analytik von großer Bedeutung, weil viele organisch-chemische Substanzen anhand ihres Schmelzpunkts identifiziert werden können.
Durchführung und Auswertung
Für die Prüfung wird eine „Spatelspitze“ der untersuchten Probe mit dem Schmelzpunkt S mit ungefähr der gleichen Menge eines Stoffes bekannter Strukturformel vermischt. Dieser Vergleichsstoff muss ebenfalls den Schmelzpunkt S oder einen sehr nahe gelegenen Schmelzpunkt besitzen. Beide Stoffe werden in einem Mörser sorgfältig verrieben.
Hat das Gemisch anschließend wiederum den Schmelzpunkt S, kann man in der Regel darauf schließen, dass die untersuchte Probe und der Vergleichsstoff identisch sind. Die Methode ist einfach und schnell. In der Fachliteratur wird deshalb empfohlen, zunächst den Mischschmelzpunkt zu messen, bevor aufwendigere Verfahren wie Infrarotspektroskopie (IR), Massenspektrometrie (MS) oder Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) eingesetzt werden. Dieser Ratschlag wird heute allerdings nicht mehr häufig befolgt.