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Mesh-WLAN
Ein Mesh-WLAN (englisch mesh ‚ineinandergreifen', ‚vermaschen') ist ein drahtloses lokales Netzwerk aus mehreren WLAN-Komponenten, das durch Verbindung und …
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Definition und Zweck
Ein Mesh-WLAN ist ein drahtloses lokales Netzwerk aus mehreren verbundenen und gemeinsam gesteuerten WLAN-Komponenten. Dazu können eine Basis wie ein Router mit Access Point sowie Satelliten wie Repeater oder Powerline-Adapter gehören. Endgeräte nehmen den Verbund im abgedeckten Bereich als ein einheitliches WLAN wahr. Ziel sind ein möglichst flächendeckender Empfang und eine möglichst gleichbleibende Übertragungsgeschwindigkeit.
Roaming und zentrale Steuerung
In einfachen WLAN-Netzen entscheidet das Endgerät selbst, wann es von einer WLAN-Funkzelle zu einer anderen wechselt. Dieses Roaming ist besonders bei mobilen Geräten häufig eine Schwachstelle.
Ein Mesh-WLAN unterstützt den Wechsel aktiv: Seine Komponenten helfen einem Endgerät, zu der WLAN-Station oder dem Frequenzband mit der jeweils leistungsfähigsten Verbindung überzugehen. Die dafür verwendeten Roamingfunktionen beruhen größtenteils auf einem zentralen Management. Solche Mechanismen können allerdings auch Controller-basierte Access Points ohne echtes Meshing bieten.
Zentrale Merkmale
Der seit 2016 verstärkt im Heimnetz-Marketing verwendete Begriff „Mesh“ besitzt keine einheitlich festgelegten, herstellerübergreifenden Merkmale. Als Grundmerkmale gelten jedoch:
- Die Komponenten verbinden sich automatisch miteinander und gleichen Einstellungen sowie Firmware-Updates ab.
- Beim Access-Point-Steering wechselt ein Endgerät automatisch und möglichst ohne Unterbrechung zur Mesh-Komponente mit der besten Leistung. Das ist besonders für mobile Geräte wichtig.
- Beim Band Steering weist das System dem Endgerät automatisch das an seinem Standort leistungsfähigste Frequenzband zu, beispielsweise das 2,4- oder 5-GHz-WLAN-Band.
Vorteile
Ein Mesh-WLAN kann eine hohe bis vollständig flächendeckende Empfangsabdeckung ermöglichen. Dabei soll die Übertragungsrate nur wenig sinken. Alle Komponenten verwenden gegenüber den Endgeräten denselben Funknetzwerknamen, die sogenannte SSID, sodass das Netzwerk als einheitliches WLAN erscheint.
Nachteile und Abhängigkeiten
Mesh-Systeme verursachen höhere Anschaffungskosten als ein einfacher Access Point, wobei dieser Unterschied laut Artikel kaum noch bedeutend ist. Zudem benötigen sie mehr Energie, weil die Komponenten für die volle Funktion möglichst ständig eingeschaltet bleiben sollten.
In der Regel lassen sich nur Komponenten desselben Herstellers zu einem Mesh verbinden. Dadurch entsteht eine Herstellerbindung, obwohl mit IEEE 802.11s ein herstellerunabhängiger Standard existiert.
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