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Wie funktioniert WLAN? Die komplette Erklärung einfach erklärt

VielTech - Einfach erklärt15:34 293 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 113 Zeilen
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  1. WLAN ist die Abkürzung für Wireless Local Area Network, also ein drahtloses lokales Netzwerk. Im Grunde ist es eine Technologie, die mehrere Geräte ohne
  2. Kabel miteinander verbindet. Stell dir vor, du hast einen Laptop, ein Smartphone und einen Drucker. Mit WLAN können die alle miteinander
  3. kommunizieren, ohne dass du überall Kabel verlegen musst. Die Idee dahinter war simpel. Kabel sind unpraktisch. Sie schränken ein, wo du dich bewegen kannst
  4. und in größeren Büros oder Wohnungen wird es schnell chaotisch. Entwickelt wurde die Technologie in den 90ern, weil man flexibler arbeiten wollte. Ein
  5. wichtiger Punkt, WLAN und Internet sind nicht dasselbe. WLAN ist nur das lokale Netzwerk bei dir zu Hause oder im Büro. Das Internet ist das riesige globale
  6. Netzwerk da draußen. Dein WLANuter kann ans Internet angeschlossen sein, muss er aber nicht. Du könntest auch komplett ohne Internetverbindung ein WLAN
  7. aufbauen, um einfach nur deine eigenen Geräte zu vernetzen. Das WLAN ist sozusagen die Brücke, über die deine Geräte miteinander oder mit dem Internet
  8. sprechen. WLAN nutzt elektromagnetische Wellen, genau wie Radio oder sichtbares Licht, nur in einem anderen Frequenzbereich.
  9. Die meisten WLeräte funken auf 2,4 oder 5 GHz, also mit Milliarden Schwingungen pro Sekunde. Das liegt im Mikrowellenbereich des Spektrums
  10. zwischen Radiowellen und Infrarotlicht. Die Grundidee ist simpel. Dein Router wandelt digitale Daten in elektromagnetische Wellen um. Diese
  11. breiten sich durch die Luft aus und dein Laptop oder Handy fängt sie auf und übersetzt sie zurück in Daten. Die Information wird dabei in winzige
  12. Änderungen der Wellenform codiert. Amplitude oder Phase nennt man das, aber im Kern ist es wie Morsen nur unendlich schneller und komplexer. Je höher die
  13. Frequenz, desto mehr Daten kannst du theoretisch übertragen, aber desto schlechter kommen die Wellen durch Wände. Deshalb hat 2,4 GHz mehr
  14. Reichweite, während 5 GHz schneller ist, aber leichter blockiert wird. Alle drahtlose Kommunikation funktioniert nach diesem Prinzip vom Babyphone bis
  15. zum Satelliten nur mit unterschiedlichen Frequenzen und Codierungen. VLN funkt hauptsächlich auf zwei Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz. Das 2,4 GH Herz Band
  16. ist das ältere der beiden und hat eine größere Reichweite. Die niedrigere Frequenz durchdringt Wände und Hindernisse besser, weil längere Wellen
  17. weniger stark gedämpft werden. Allerdings ist dieses Band oft überfüllt, denn nicht nur dein WLAN nutzt es, sondern auch die Geräte deiner
  18. Nachbarn, Bluetooth Verbindungen und sogar Mikrowellen. Das bedeutet mehr Störungen und langsamere Geschwindigkeiten. Das 5GHzband hingegen
  19. bietet deutlich höhere Datenraten und mehr verfügbare Kanäle, wodurch weniger Interferenzen entstehen. Der Nachteil, die kürzere Wellenlänge kommt nicht so
  20. weit und wird von Wänden stärker abgeschwächt. Wenn du also imselben Raum wie dein Router bist und hohe Geschwindigkeit brauchst, nimm 5 GRTs.
  21. Sitzt du weiter weg oder hinter mehreren Wänden, ist 2,4 GRS die stabilere Wahl. Moderne Router funken meist auf beiden Bändern gleichzeitig, sodass deine
  22. Geräte sich automatisch das passende aussuchen können. Der Router ist das Herzstück jedes WLAN Netzwerks. Dieses Gerät übernimmt mehrere wichtige
  23. Aufgaben gleichzeitig. Zuerst sendet er kontinuierlich Funksignale aus, die dein Handy oder Laptop empfangen können. Diese Signale transportieren nicht nur
  24. deine Daten, sondern sagen auch ständig: "Hallo, ich bin hier, damit sich Geräte mit ihm verbinden können." Der Router ist außerdem die Brücke zwischen deinem
  25. Heimnetzwerk und dem Internet. An seiner Rückseite steckt ein Kabel, das zur Telefonbuchse oder zum Kabelanschluss führt. Über diese Leitung kommen Daten
  26. aus dem Internet rein und werden dann per Funk an deine Geräte verteilt. Wenn du auf deinem Smartphone eine Website aufrufst, nimmt der Router deine Anfrage
  27. entgegen, schickt sie durchs Kabel ins Internet, wartet auf die Antwort und sendet sie dann per Funk zurück an dein Handy. Er funktioniert wie ein
  28. Vermittler, der genau weiß, welches Datenpaket zu welchem Gerät gehört. Ohne Router würde kein einziges Gerät mit dem Internet kommunizieren können. Im Router
  29. stecken meistens mehrere Antennen. Manchmal sieht man sie als Stäbe außen am Gehäuse, manchmal sind sie komplett versteckt im Inneren. Die senden und
  30. empfangen gleichzeitig elektromagnetische Wellen im 2,4 oder 5 GHz Bereich. Wenn der Router ein Signal rausschickt, fließt Wechselstrom durch
  31. die Antenne. Das erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das sich als Funkwelle ausbreitet. Beim Empfangen läuft es umgekehrt. Die Funkwelle trifft
  32. auf die Antenne, indiert dort winzige Ströme, die dann verstärkt und verarbeitet werden. Externe Antennen haben den Vorteil, dass man sie
  33. ausrichten kann und sie meist etwas stärker senden, weil mehr Platz für die Bauteile da ist. Interne Antennen sind kompakter und sehen schicker aus, haben
  34. aber oft weniger Reichweite. Viele Router nutzen mehrere Antennen gleichzeitig für MIMO, also multiple Input, Multiple Output. Da werden die
  35. Signale von verschiedenen Antennen kombiniert, um die Übertragung stabiler und schneller zu machen. Auch dein Handy oder Laptop hat Antennen drin, nur eben
  36. winzig klein und unsichtbar verbaut. Wenn dein Handy eine Nachricht oder ein Foto verschickt, wird das nicht als ein großes Stück durch die Luft geschossen.
  37. Stattdessen zerhackt dein Gerät die Information in winzige Datenpakete. Jedes Paket ist nur ein paar Kilobyte groß, manchmal sogar kleiner. Das hat
  38. einen simplen Grund. Wenn ein riesiges Datenpaket auf dem Weg kaputt geht oder verloren wird, müsstest du alles noch mal schicken. Bei kleinen Paketen muss
  39. nur das eine fehlende Paket neu übertragen werden. Der Rest ist schon angekommen. Jedes Paket besteht aus zwei Teilen. Vorne dran sitzt der Header, das
  40. ist sozusagen die Adresse und Anleitung. Da steht drin, woher das Paket kommt, wo es hin soll und welche Nummer es hat, damit der Empfänger später alle Pakete
  41. in der richtigen Reihenfolge wieder zusammensetzen kann. Dahinter kommen die Nutzdaten, also die eigentliche Information, ein Stückchen Text, ein
  42. bisschen Bild oder Ton. Am Ziel angekommen werden alle Pakete wieder zusammengepzelt und fertig ist deine Nachricht. Stell dir vor, du willst
  43. digitale Daten durch die Luft schicken. Du hast eine Reihe von Nullen und Einsen, aber die können nicht einfach so fliegen. Du brauchst eine Trägerwelle,
  44. eine konstante Funkwelle, die du verändern kannst. Bei der Modulation packst du deine Daten auf diese Welle, indem du ihre Eigenschaften anpasst. Es
  45. gibt verschiedene Arten, das zu machen. Die einfachste ist, die Amplitude zu ändern. Eine hohe Welle bedeutet 1, eine niedrige null. Du kannst aber auch die
  46. Frequenz verändern oder die Phase verschieben. Bei modernen WLAN wird oft QM benutzt, Quadraturamplitudenmodulation.
  47. Dabei veränderst du gleichzeitig Amplitude und Phase der Welle, was dir viel mehr Kombinationen gibt. Statt nur zwei Zustände hast du dann 16 oder 64
  48. verschiedene Symbole, die du pro Zeitabschnitt senden kannst. Jedes Symbol transportiert mehrere Bits auf einmal. Der Empfänger mißst dann, wie
  49. die ankommende Welle aussieht und übersetzt diese Veränderungen zurück in Nullen und Einsen. So werden deine Daten zur Funkwelle und wieder zurück. Die
  50. SSID ist einfach der Name deines WLAN, den du siehst, wenn du nach verfügbaren Netzwerken suchst. Die Abkürzung steht für Servic Identifier, aber das ist
  51. eigentlich egal. Wichtig ist nur, das ist der Name. Jedes WLAN braucht einen, damit dein Gerät weiß, mit welchem Netzwerk es sich verbinden soll. Dein
  52. Router sendet diesen Namen ständig in kurzen Abständen raus, damit Geräte in der Nähe ihn finden können. Das nennt man Beacon Frames, quasi kleine
  53. Funkrufe, die sagen: "Hier bin ich." Deshalb siehst du die SSIDs von deinen Nachbarn auch. Ihre Router machen genau dasselbe. Manche Leute denken, sie
  54. machen ihr Netzwerk sicherer, wenn sie die SSID verstecken, also das Aussenden abschalten. Das bringt aber praktisch nichts, weil dein Gerät trotzdem nach
  55. der SSID fragen muss, um sich zu verbinden und jeder mit den richtigen Tools kann diesen Austausch mithören. Ein verstecktes Netzwerk macht höchstens
  56. alles umständlicher für dich selbst. Echte Sicherheit kommt von einem starken Passwort, nicht von einem versteckten [räuspern] Namen. WLAN Daten fliegen
  57. durch die Luft und ohne Verschlüsselung könnte jeder in Reichweite mitlesen. [schnauben] Deshalb werden die Datenpakete verschlüsselt, bevor sie vom
  58. Router zum Gerät geschickt werden. Die älteste Methode heißt WEP Wired Equivalent Privacy aus den späten 90ern. Die ist heute komplett unsicher, weil
  59. sie einen schwachen Algorithmus nutzt und sich in wenigen Minuten knacken lässt. Dann kampa WiFi Protected Access, das deutlich besser war, aber immer noch
  60. Schwachstellen hatte. WPA2 wurde 2004 Standard und nutzt den EAS Algorithmus, der bis heute als sehr sicher gilt. Trotzdem gibt es inzwischen
  61. Angriffsmethoden gegen WPA2, vor allem, wenn jemand den Handshake, also den Verbindungsaufbau mitschneidet und offline das Passwort durchprobiert. WPA3
  62. ist seit 2018 verfügbar und schließt diese Lücken. Es schützt besser gegen Brot Force Angriffe und verschlüsselt auch in offenen Netzwerken individuell.
  63. Ein starkes Passwort ist wichtig, aber der Standard dahinter entscheidet, wie gut die Verschlüsselung wirklich funktioniert. Jedes Gerät, das sich in
  64. einen WLAN einwählen kann, hat eine Macadresse. Das ist eine Nummer, die fest im Gerät eingebaut ist und es eindeutig identifiziert. Dabei steht Mac
  65. für Media Access Control, aber das ist eigentlich egal. Wichtig ist, dein Smartphone hat eine, dein Laptop hat eine, deine Smartwatch hat eine. Die
  66. Macadresse besteht aus 12 Zeichen, meist als sechs Paare geschrieben, z.B. 4A 3F2C 1B 8D9E. Die ersten sechs Zeichen zeigen den Hersteller an. Der Rest ist
  67. die konkrete Gerätennummer. Wenn du dich ins WLAN einloggst, sieht der Router diese Adresse und weiß dann: "Okay, das ist jetzt dein Handy, nicht das von
  68. jemand anderem." Der Router führt quasi eine Liste, wer gerade im Netzwerk ist. Wenn Datenpakete ankommen, schaut der Router auf die Macadresse im Paket und
  69. schickt es an das richtige Gerät weiter. Ohne diese Adresse würde der Router nicht wissen, welches Gerät welche Daten bekommen soll. Praktisch ist das wie
  70. eine Hausnummer in einem Straßennetz nur für dein lokales Netzwerk. WLAN funkt auf einer einzigen Frequenz, sondern das Frequenzband ist in einzelne Kanäle
  71. aufgeteilt. Im 2,4 GHz Band gibt es z.B. 13 Kanäle, die jeweils 5 MHz auseinander liegen. Das Problem dabei, jeder Kanal braucht eigentlich 20 MHz Bandbreite,
  72. also überlappt er mit seinen Nachbarkanälen. Wenn dein Router auf Kanal 6 sendet und der Router deines Nachbarn ebenfalls auf Kanal 6 oder auf
  73. Kanal 5 oder 7, dann funken beide teilweise im gleichen Frequenzbereich und stören sich gegenseitig. Deshalb empfiehlt man nur die Kanäle 1, 6 und 11
  74. zu nutzen, weil die sich nicht überlappen. Im 5 GHz Band ist das deutlich entspannter. Dort sind die Kanäle breiter und es gibt viel mehr
  75. davon, sodass Überlappungen weniger ins Gewicht fallen. Wenn viele Geräte in der Umgebung den gleichen Kanal nutzen, sinkt die Geschwindigkeit, weil alle
  76. sich die verfügbare Bandbreite teilen müssen. Die richtige Kanalwahl kann den Unterschied zwischen flüssigem Streaming und ständigen Aussetzern machen. Wenn
  77. ein Gerät sich zum ersten Mal mit einem Router verbinden will, läuft ein mehrstufiger Handshakeprozess ab. Das Gerät sendet zunächst eine Anfrage an
  78. den Router quasi ein: "Hallo, ich bin hier und möchte mich verbinden." Der Router antwortet mit seinen Fähigkeiten und Sicherheitseinstellungen. Dann
  79. beginnt die eigentliche Authentifizierung. Das Gerät muss beweisen, dass es das richtige Passwort kennt. Es schickt aber nicht einfach das
  80. Passwort im Klartext, sondern nutzt kryptografische Verfahren, um seine Kenntnis zu demonstrieren, ohne das eigentliche Passwortpreis zu geben.
  81. Während dieses Austauschs einigen sich beide Seiten auf gemeinsame Verschlüsselungsschlüssel. Diese Schlüssel werden speziell für diese
  82. Verbindung generiert und ändern sich regelmäßig. Der gesamte Prozess dauert nur Sekundenbruchteile, aber in dieser kurzen Zeit werden mehrere Nachrichten
  83. hin und her geschickt. Erst wenn alle Schritte erfolgreich abgeschlossen sind, gilt die Verbindung als sicher etabliert und echte Daten können fließen. Schlägt
  84. ein Schritt fehl, wird die Verbindung abgebrochen und das Gerät muss von vorne anfangen. VLAN Standards haben sich über die Jahre ziemlich krass
  85. weiterentwickelt. Am Anfang stand 802.11 im Jahr 1999. Das brachte magere 11 Megabit pro Sekunde und arbeitete auf 2,4 GHz.
  86. Danach kam 802.11°, das immerhin 54 Megbit schaffte, aber immer noch auf der gleichen Frequenz festhängte. Der erste richtige Sprung
  87. war 802.11N in 2009, das beide Frequenzbänder nutzte und mit Mimotechnologie mehrere Antennen gleichzeitig arbeiten ließ. Plötzlich
  88. waren 300 Megbit oder mehr drin. 802.11 AC, später WiFi 5 genannt, brachte 2013 dann Geschwindigkeiten bis über 1 Gigabit und nutzte hauptsächlich das 5
  89. GHz Band. WiFi 6 aus 2019 verbesserte vor allem die Effizienz in Umgebungen mit vielen Geräten und brachte bis zu 9,6 Gabit theoretisch. Jede Generation
  90. hat also nicht nur mehr Speed gebracht, sondern auch bessere Techniken für Reichweite, Stabilität und den Umgang mit mehreren Verbindungen gleichzeitig.
  91. WiFi 7 kommt jetzt gerade und verspricht noch mal deutlich mehr Durchsatz und niedrigere Latenzen. WLN Signale sind Funkwellen und die bewegen sich nicht
  92. einfach ungehindert durch alles durch. Wenn so eine Welle auf ein Hindernis trifft, wird ein Teil davon reflektiert, ein Teil absorbiert und nur ein Teil
  93. kommt auf der anderen Seite wieder raus. Je dichter und leidfähiger das Material ist, desto mehr Energie bleibt hängen. Eine normale Gipskartonwand schluckt
  94. vielleicht 10 bis 20 % des Signals. Das ist verkraftbar. Holz ist ähnlich gnädig, aber dann kommen die Problemkandidaten. Beton mit
  95. Staarmierung ist richtig übel, weil Metall die Wellen einfach abprallen lässt oder komplett dämpft. Eine Betonwand kann locker die Hälfte deiner
  96. Signalstärke fressen. Noch schlimmer sind Fliesen auf Metallgitter oder Aluminiumfolie in Dämmerialien. Wasser ist auch ein guter Absorber, weshalb
  97. Aquarien oder feuchte Wände die Reichweite killen. Dazu kommt die simple Physik der Ausbreitung. Je weiter die Welle reißt, desto mehr verteilt sich
  98. ihre Energie im Raum. Sie wird schwächer und höhere Frequenzen wie das 5Hzband schaffen kürzere Distanzen als 2,4 GHz, weil sie empfindlicher auf Hindernisse
  99. reagieren. Ein Meshnetzwerk besteht aus mehreren WLANeräten, die zusammenarbeiten wie ein Schwarm. Statt, dass ein einzelner Router die ganze
  100. Wohnung versorgen muss, stellst du mehrere Meshknoten auf, die sich untereinander vernetzen. Jeder Knoten funkt seinen Nachbarn und zum Router und
  101. gemeinsam bilden sie ein durchgängiges Netz. Der entscheidende Unterschied zum klassischen Repeater liegt in der Intelligenz des Systems. Ein normaler
  102. Repeater halbiert deine Bandbreite, weil er jedes Signal erst empfangen und dann weitersenden muss. Alles auf demselben Kanal. Meshysteme nutzen dagegen
  103. separate Funkkanäle für die Kommunikation untereinander oder wählen automatisch die beste Route für deine Daten. Wenn du durch deine Wohnung
  104. läufst, wechselt dein Smartphone nahtlos zwischen den Meshknoten, ohne dass die Verbindung abbricht. Das nennt sich Roaming und bei Meshnetzwerken
  105. funktioniert es deutlich besser als bei Repeatern. Alle Knoten tragen denselben Netzwerknamen. Dein Gerät merkt den Wechsel also nicht. Für große Häuser
  106. oder mehrere Etagen ist Mesh die moderne Standardlösung. WLRN funktioniert mit Funkwellen und die können von ziemlich vielen Dingen
  107. gestört werden. Die klassische Störkwelle ist die Mikrowelle in der Küche. Die arbeitet nämlich bei 2,4 GHz. Genau wie dein WLANrouter auf dem
  108. älteren Frequenzband. Wenn du also dein Essen aufwärmst, kann die Verbindung kurzzeitig einbrechen oder langsamer werden. Bluetooth-Geräte funken
  109. ebenfalls auf 2,4 GHz von Kopfhörern über Tastaturen bis zu Lautsprechern. Ein einzelnes Gerät macht meist nicht viel aus, aber wenn du mehrere
  110. gleichzeitig nutzt, kann es eng werden. Dann sind da noch die WLANetze deiner Nachbarn. In mehrfamilienhäusern funken oft zehn oder mehr Router auf denselben
  111. Kanälen und die stören sich gegenseitig. Das nennt man Interferenz und die senkt die Geschwindigkeit für alle. Um Störungen zu minimieren, kannst du auf
  112. das 5 GHz Band wechseln. Das ist weniger überfüllt. Außerdem solltest du deinen Router von der Mikrowelle fernhalten und in den Einstellungen einen weniger
  113. genutzten Kanal wählen. Viele Router machen das automatisch, aber manuell geht es oft besser.