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Melodic Death Metal

Melodic Death Metal ist ein Subgenre des Death Metal. Die Bezeichnung New Wave of Swedish Death Metal (in Anspielung auf die New Wave of British Heavy …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Bedeutung
  2. 2. Entstehung und Entwicklung
  3. 3. Musik und Gesang
  4. 4. Bekannte Bands

Einordnung und Bedeutung

Melodic Death Metal ist ein Subgenre des Death Metal, das Anfang der 1990er Jahre im Göteborger Underground in Schweden entstand. Deshalb wird die Stilrichtung auch Göteborger Metal oder Göteborger Schule genannt. Die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung New Wave of Swedish Death Metal spielt auf die New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) an.

Das Genre verbindet typische Merkmale des Death Metal mit deutlich ausgeprägten Melodien. Als stilistische Vorläufer gelten Death Metal und NWoBHM; teilweise kommen Elemente des Black Metal hinzu. Zu den genretypischen Instrumenten gehören E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug und Keyboard. Als Pioniere werden At the Gates, Dark Tranquillity, Amon Amarth und In Flames genannt.

Entstehung und Entwicklung

Die erste erfolgreiche Band dieser Stilrichtung war At the Gates aus Göteborg. Ihr 1995 veröffentlichtes Album „Slaughter of the Soul“ spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Band löste sich jedoch bereits 1996 auf.

Da Melodic Death Metal erst später größere Bekanntheit erlangte, wurde die Begründung des Genres häufig Dark Tranquillity und In Flames zugeschrieben, die ebenfalls aus Göteborg stammen. Besonders In Flames galt wegen der größten kommerziellen Erfolge dieser drei Bands oft als maßgeblicher Vertreter.

Auch Soilwork und The Haunted stammen aus Göteborg und prägten mit ihrer Musik den Begriff Göteborger Schule. The Haunted verband den Stil zusätzlich mit Elementen des Thrash Metal.

Musik und Gesang

Melodic Death Metal übernimmt typische Death-Metal-Merkmale: tiefen, röchelnden und aggressiven Gesang, tiefer gestimmte und stark verzerrte Gitarren sowie das Fehlen optimistischer Refrains. Charakteristisch sind außerdem zweistimmige Gitarrenduelle beziehungsweise Riffs, Soli und Gesangslinien, deren Melodien meist auf Moll-Tonleitern beruhen. Daher trägt das Genre den Zusatz „melodic“.

Weitere mögliche Elemente sind Violinen, Harfen und vereinzelt Einflüsse schwedischer Folklore mit ungewöhnlichen, am Offbeat orientierten Rhythmen. Offbeat bedeutet, dass rhythmische Akzente außerhalb der gewöhnlich betonten Zählzeiten liegen. Daneben können längere Passagen mit cleanen, also unverzerrten Gitarren auftreten.

Der Gesang reicht von tiefem Grunzen („Growls“) über Brüllen und Schreien („Screams“) bis zum Klargesang. At the Gates weist beispielsweise deutliche Black-Metal-Einflüsse auf. Seit 1993 verwendet die Band neben Growling auch sogenannte „high-pitched screams“, also Schreie in hoher Tonlage.

Im Unterschied etwa zum Florida Death Metal, dessen Melodien häufig auf komplexen Skalen beruhen, sind die Stücke des Melodic Death Metal klassisch-harmonisch und tonal. Viele Bands, darunter Children of Bodom und Dark Tranquillity, setzen Keyboards stark ein. Dieser in der Metal-Szene umstrittene Einsatz sowie die vergleichsweise großen kommerziellen Erfolge vieler Genrevertreter führten teilweise zu Ablehnung innerhalb der Szene.

Bekannte Bands

Bekannte schwedische Vertreter sind Amon Amarth, Arch Enemy, At the Gates, Dark Tranquillity, Edge of Sanity, In Flames, The Halo Effect und Soilwork. Aus Finnland stammen unter anderem Children of Bodom, Kalmah, Insomnium, Norther, Omnium Gatherum, Wolfheart und Wintersun. Night in Gales kommt aus Deutschland.

Frauen sind in diesem Genre sehr selten. Als Ausnahmen werden die „female fronted“, also von Sängerinnen angeführten Bands Arch Enemy und Amaranthe genannt.

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