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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Mehrkernemodell

Auf Grund seiner Annahme, dass eine Stadt mehrere Bereiche zentralörtlicher Funktionen aufweist, wird dieses Modell der Wirklichkeit mehr gerecht als die von …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Kerne einer Stadt
  3. 3. Bedeutung und Kritik

Grundidee

Das Mehrkernemodell von Chauncy Harris und Edward Ullman aus dem Jahr 1945 ist ein klassisches Modell der Stadtentwicklung. Es steht neben dem Ringmodell oder Kreismodell von Ernest Burgess von 1925/1929 und dem Sektorenmodell von Homer Hoyt von 1939.

Der zentrale Gedanke lautet: Eine Stadt hat nicht nur einen einzigen Kern in der Stadtmitte. Stattdessen nimmt mit der Größe einer Stadt auch die Anzahl ihrer Kerne zu. Ein „Kern“ ist dabei ein Bereich mit zentralen Funktionen, also ein Ort, der für bestimmte Nutzungen oder Angebote besonders wichtig ist.

Kerne einer Stadt

Im Gegensatz zu Burgess und Hoyt sehen Harris und Ullman nicht nur die Stadtmitte als Kern einer Stadt. Auch weiter außen gelegene Geschäftszentren, zum Beispiel Einkaufszentren, können Kerne sein. Ebenso können Kulturzentren oder Parks als Kerne gelten.

Die verschiedenen Kerne einer Stadt haben meist unterschiedliche Nutzungen. Sie unterscheiden sich außerdem in ihrer Größe und in ihrer Bedeutung für die Stadt.

Bedeutung und Kritik

Das Mehrkernemodell gilt als wirklichkeitsnäher als die Modelle von Burgess und Hoyt, weil es berücksichtigt, dass eine Stadt mehrere Bereiche mit zentralörtlichen Funktionen besitzen kann. „Zentralörtliche Funktionen“ meint Aufgaben oder Angebote, die für ein größeres Umfeld wichtig sind, etwa Handel, Kultur oder Erholung.

Kritisiert wird jedoch, dass Harris und Ullman den Begriff „Kern“ in diesem Zusammenhang nicht genau definiert haben. Gemeint ist damit der Stadtkern beziehungsweise ein städtischer Funktionsschwerpunkt, aber die genaue Abgrenzung bleibt im Modell unklar.

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