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Maud Linder
Maud Lydie Linder (* 27. Juni 1924; † 25. Oktober 2017) war eine französische Journalistin, Filmhistorikerin und Dokumentarfilmerin.
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Wer sie war
Maud Lydie Linder (* 27. Juni 1924; † 25. Oktober 2017) war eine französische Journalistin, Filmhistorikerin und Dokumentarfilmerin. Sie ist vor allem wichtig, weil sie das Werk ihres Vaters, des Stummfilmstars Max Linder, wieder auffindbar machte und teilweise restaurierte. Dadurch wurden Filme zugänglich, die zuvor zum Teil als verschollen galten.
Familie und frühes Leben
Maud Linder wurde 1924 als einzige Tochter von Max Linder und Hélène Peters geboren. Im Oktober 1925 verübten ihre Eltern gemeinsam Suizid. Maud Linder wuchs danach bei ihren Großeltern auf, die ihr nur wenig über ihre Eltern erzählten.
Erst mit 20 Jahren sah sie zum ersten Mal einen Film ihres Vaters. Danach beschloss sie, seine Werke wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Arbeit für Max Linders Filme
In jahrelanger Kleinarbeit spürte Maud Linder rund 100 Filme ihres Vaters auf. Einige dieser Filme restaurierte sie teilweise. Ihr Einsatz war filmhistorisch bedeutsam, weil dadurch Werke des frühen Kinos erhalten und wieder gezeigt werden konnten.
1963 drehte und produzierte sie den Dokumentarfilm „In Gesellschaft Max Linders“. Der Film wurde 1963 mit dem Étoile de Cristal als Bester Film ausgezeichnet. Zum 100. Geburtstag ihres Vaters entstand 1983 der Dokumentarfilm „Der Mann mit dem Seidenhut“.
Weitere berufliche Tätigkeiten
Seit den 1950er Jahren arbeitete Maud Linder als Journalistin. Später war sie auch beim Film tätig, unter anderem als Regieassistentin, hauptsächlich für Jean-Paul Le Chanois.
1990 organisierte sie ein Max Linder Festival im Musée d’Orsay. 2013 wurde sie selbst von Jean-Michel Meurice in dem Dokumentarfilm „Max Linder – Mein Vater, der Filmstar“ porträtiert.
Ausgewählte Filme und Bücher
Zu ihrer Filmografie gehören Arbeiten als Regieassistentin wie „Papa, Mama, Katrin und ich“ (1954), „Faites-moi confiance“ (1954), „Papa, Mama, meine Frau und ich“ (1955) und „Par-dessus le mur“ (1961). Als Regisseurin und Produzentin wirkte sie an „In Gesellschaft Max Linders“ (1963) mit. Bei „Der Mann mit dem Seidenhut“ (1983) war sie Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. 2014 trat sie in „The Mystery of the King of Kinema“ als Darstellerin auf.
Als Autorin veröffentlichte sie 1992 „Les dieux du cinéma muet: Max Linder“ bei Editions Atlas in Paris und „Max Linder était mon père“ bei Flammarion in Paris.