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Martin-Luther-Kirche (Rheindahlen)
Die Martin-Luther-Kirche ist ein Kirchengebäude in Rheindahlen, einem Ortsteil von Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum Kirchenkreis …
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Kirche und Gemeinde
Die Martin-Luther-Kirche ist ein evangelisches Kirchengebäude in Rheindahlen, einem Ortsteil von Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss der Evangelischen Kirche im Rheinland. Für Schülerinnen und Schüler ist wichtig: Die Kirche steht für die Entwicklung einer evangelischen Gemeinde in einem Ort, in dem lange Zeit nur wenige evangelische Familien lebten.
Entwicklung der Gemeinde
Im 18. und 19. Jahrhundert wohnten nur wenige evangelische Familien in Rheindahlen. In den 1870er Jahren kamen durch die Industrialisierung wieder Reformierte in den Ort. Bis 1908 gehörten sie zur Evangelischen Gemeinde Wickrathberg. Danach wurden sie in die evangelische Gemeinde Rheydt umgepfarrt, zu der sie bis zum 31. Dezember 1969 gehörten.
Am 1. Januar 1970 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Mönchengladbach – Rheindahlen selbstständig. Ein früheres Gemeindezentrum mit kleinem Gemeindesaal befand sich seit 1951 in einem Haus an der Max-Reger-Straße. Das Bethaus lag damals im Haus Mennrather Straße 25. Schon Anfang der 1970er Jahre gab es Pläne für den Neubau eines Gemeindezentrums.
Bau und Einweihung
Der Bau der Martin-Luther-Kirche mit angeschlossenem neuem evangelischem Gemeindezentrum begann am 15. März 1982. Eingeweiht wurde das Gemeindezentrum der Martin-Luther-Kirchengemeinde am 6. November 1983, also im Jahr des 500. Geburtstags Martin Luthers.
Seit dem 1. Januar 1992 trägt die Gemeinde mit landeskirchlicher Genehmigung offiziell den Namen „Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Mönchengladbach – Rheindahlen“.
Kreuzträger und Glocken
Am 6. Oktober 1985 wurde auf einem Platz vor der Kirche der Kreuzträger eingeweiht. Er besteht aus einer 24 m hohen Betonsäule und drei Edelstahlkreuzen, die jeweils 5,50 m hoch sind.
Die Glocken der Kirche heißen „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“. Sie wurden am 15. September 1989 bei der Glockengießerei Rincker im hessischen Sinn fertiggestellt und am 25. März 1990 eingeweiht. Sie hängen in einem Campanile, also einem freistehenden Glockenturm, der neben dem Gemeindehaus gebaut wurde.
Orgel
Die Orgel der Martin-Luther-Kirche wurde in der Berliner Werkstatt Schuke gebaut und am 16. Juni 1996 geweiht. Ihre Disposition, also die Zusammenstellung der Register, umfasst Hauptwerk, Unterwerk und Pedalwerk.
Das I. Hauptwerk reicht von C bis g³ und hat die Register Principal 8′, Rohrflöte 8′, Oktave 4′, Spitzflöte 4′, Quinte 2 2⁄3′, Oktave 2′ und Mixtur III. Das II. Unterwerk ist schwellbar, reicht ebenfalls von C bis g³ und enthält Gedackt 8′, Flöte 4′, Principal 2′, Quinte 1 1⁄3′, Krummhorn 8′ sowie einen Tremulanten. Das Pedalwerk reicht von C bis f¹ und besitzt Subbaß 16′ und Baßflöte 8′. Als Koppeln sind II/I, I/P und II/P angegeben; Koppeln verbinden verschiedene Werke der Orgel miteinander.