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Marmeleiros
Marmeleiros bezeichnet eine archäologische Fundstelle in der Gemeinde Quarteira an der südportugiesischen Algarveküste, ca. 16 km nordwestlich von Faro.
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Überblick
Marmeleiros ist eine archäologische Fundstelle in der Gemeinde Quarteira an der südportugiesischen Algarveküste, etwa 16 km nordwestlich von Faro. Die Fundstelle bezeichnet eine antike Siedlung, die vermutlich vor allem auf Fischerei ausgerichtet war.
Die Siedlung bestand in zwei Bauphasen vom Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis mindestens zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Keramikfunde aus der letzten Phase liefern den frühestmöglichen Zeitpunkt für die Aufgabe des Platzes; dieser Zeitpunkt wird in der Archäologie als Terminus post quem bezeichnet.
Siedlung und Bedeutung
Archäologisch wurden bisher nur vier Räume erfasst, die an einen Hof anschließen. Trotzdem gilt Marmeleiros als eines der frühkaiserzeitlichen Beispiele ländlicher Hofanlagen in der antiken Provinz Lusitanien. Lusitanien war eine römische Provinz auf der Iberischen Halbinsel.
Die Lage der Siedlung war wirtschaftlich problematisch: Sie befand sich am Ende einer tiefen Lagune, die langsam verlandete. Dadurch verschlechterte sich die Verbindung zum Meer. Da die Siedlung vermutlich stark von der Fischerei lebte, verlor sie mittelfristig ihre wirtschaftliche Grundlage.
Lagebezug
Am südöstlichen Ende der Lagune liegen der Fundstelle Marmeleiros die Ruinen von Cerro da Vila gegenüber. Dieser Lagebezug hilft, Marmeleiros innerhalb der archäologischen Landschaft der Algarveküste einzuordnen.