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Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik
Im Jahre 1987 wurde zu Ehren von Konrad Zuse die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik durch die Gesellschaft für Informatik gestiftet und …
Zweck und Bedeutung
Die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik wurde 1987 zu Ehren von Konrad Zuse durch die Gesellschaft für Informatik gestiftet. Sie wird alle zwei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren herausragende Leistungen in Technik und Wissenschaft die Informatik vorangebracht haben. Laut Artikel gehören die Konrad-Zuse-Medaillen zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Informatik in Deutschland.
Die Arbeitsgebiete der ausgezeichneten Personen zeigen die große Breite der Informatik: Sie reichen von Hardware, Rechnerarchitektur und Datenbanken über Algorithmen, Programmanalyse und Softwaretechnik bis hin zu Computergrafik, Bioinformatik, Cybersicherheit, Internetverkehr und Künstlicher Intelligenz.
Preisträger 1987 bis 2003
1987 erhielt Heinz Billing die Medaille für seine Arbeiten zu Magnettrommelspeichern.
1989 wurden Nikolaus Joachim Lehmann als Wegbereiter der heutigen Personal Computer und Robert Piloty für seine Entwurfsmethodik für Computerhardware ausgezeichnet.
1991 folgte Wilhelm Kämmerer für Relais-Rechenautomaten. 1993 erhielt Carl Adam Petri die Medaille für Beiträge zu verteilten Systemen, Nebenläufigkeit und Petri-Netzen.
1995 wurde Kurt Mehlhorn für den Entwurf von Algorithmen und für Komplexitätstheorie geehrt. José Luis Encarnação erhielt die Auszeichnung 1997 für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Computergrafik.
1999 wurde Günter Hotz für Beiträge zu formalen Sprachen, Schaltkreistheorie und Komplexitätstheorie ausgezeichnet. Theo Härder erhielt die Medaille 2001 für seine Leistungen im Bereich der Datenbanken.
2003 wurde Thomas Lengauer für seine Beiträge zur Bioinformatik geehrt.
Preisträger 2006 bis 2025
2006 erhielt Ingo Wegener die Medaille für Arbeiten zur Komplexität Boolescher Funktionen sowie für außergewöhnlich engagierte Lehre und Nachwuchsförderung. 2007 wurde Manfred Broy für Systems Engineering und Software Engineering ausgezeichnet.
Reinhard Wilhelm erhielt die Medaille 2009 für Übersetzerbau und Programmanalyse sowie für den Aufbau und die Leitung des Leibniz-Zentrums für Informatik Schloss Dagstuhl. 2011 wurden Fritz-Rudolf Güntsch für Computerentwicklung, die Erfindung des virtuellen Speichers und seine Tätigkeit als Wissenschaftsmanager sowie Volker Strassen für Algorithmen zur Matrizenmultiplikation und für Primzahltests geehrt.
2013 erhielt Markus Gross die Auszeichnung für Visual Computing und Computeranimation. Arndt Bode wurde 2015 für Rechnerarchitektur und Rechnerorganisation ausgezeichnet. 2017 folgte Johannes Buchmann für die Entwicklung der Cybersicherheitsforschung.
Dorothea Wagner erhielt die Medaille 2019 für Beiträge zur automatisierten Routenplanung und zur Optimierung von Energiesystemen. 2021 wurde Gerhard Weikum für Beiträge zu Datenbanksystemen, Leistungsoptimierung, Informationsextraktion aus Texten und zur automatischen Konstruktion großer Wissensbanken ausgezeichnet.
2023 erhielt Anja Feldmann die Medaille für ihre Forschung zum Internetverkehr während der Coronapandemie. Wolfgang Wahlster wurde 2025 für sein Lebenswerk auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz geehrt.