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Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik im Bauwesen

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe stiftete im Jahre 1981 zu Ehren von Konrad Zuse die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik im …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Stiftung
  2. 2. Preisträger und ausgezeichnete Leistungen

Bedeutung und Stiftung

Die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik im Bauwesen ist eine bedeutende deutsche Auszeichnung für Leistungen an der Schnittstelle von Informatik und Bauwesen. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe stiftete sie 1981 zu Ehren von Konrad Zuse. Gemeinsam mit der Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik gilt sie als bedeutendste Auszeichnung für Informatik in Deutschland.

Die erste Medaille erhielt 1981 Konrad Zuse selbst. Ausgezeichnet wurden seine Verdienste als Erfinder und Erbauer der ersten programmgesteuerten Rechenmaschine der Welt.

Preisträger und ausgezeichnete Leistungen

Die Auszeichnung würdigt unter anderem Entwicklungen bei Bau- und Planungssoftware, technische Berechnungsverfahren, digitale Datenverarbeitung, Produktdatenmodelle, Building Information Modeling (BIM), RFID und künstliche Intelligenz (KI).

  • 1981: Konrad Zuse, Erfinder des Computers
  • 1983: Fridolin Hallauer, Softwareentwicklung für öffentliche Ausschreibungen
  • 1985: Heinz Nixdorf, Computerpionier sowie Hard- und Software für Mittlere Datentechnik
  • 1987: Volker Hahn, Gründer des Recheninstitut im Bauwesen (RJB)
  • 1989: Hermann Flessner, Technisches Rechnen im deutschen Bauwesen
  • 1991: Johannes Jänike, Computerpionier der DDR und nichtlineare Berechnung von Stabwerken
  • 1993: Leonhard Obermeyer, Softwareentwicklung für die Bauplanung
  • 1995: Kurt W. Pauli, Wegbereiter für EDV in kommunalen Verbänden und der deutschen Bauwirtschaft
  • 1997: Georg Nemetschek, Softwareentwicklung für den Ingenieurbau
  • 2000: Ernst Riffel, vernetzte EDV-Steuerung im mittelständischen Baubetrieb
  • 2002: Klaus Schiller, Entwicklung der dynamischen Baudatenbank
  • 2005: Richard Junge, Produktdatenmodellierung in Bauprojekten
  • 2009: Ernst Rank, Computational Engineering, also computergestützte Methoden im Ingenieurwesen
  • 2010: Lorenz Hanewinkel, Konstruktion und Bau der Zuse Z22
  • 2012: Manfred Helmus, Forschungen zur automatischen Identifizierung von Baudaten mit RFID
  • 2014: Raimar Scherer, Forschungen im Bereich Building Information Modeling
  • 2016: Joaquin Diaz, modellbasierte Projektkommunikation und Fortentwicklung des GAEB-Standards
  • 2018: Casimir Katz, Implementierung eines Finite-Elemente-Paketes auf einem Arbeitsplatzrechner
  • 2020: Markus König, Implementierung von Building Information Modeling
  • 2022: Gerald Faschingbauer, Förderung des Building Information Modeling
  • 2024: Thomas Liebich für Building Information Modeling und André Borrmann für die Anwendung von KI im Bauwesen

Building Information Modeling bezeichnet hier die digitale, modellbasierte Arbeit mit Bauwerksinformationen. RFID ist eine Technik zur automatischen Identifizierung mithilfe von Funkwellen. Finite Elemente sind ein numerisches Verfahren für technische Berechnungen.

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