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Klimageographie
In Klimazonen und Klimaklassifikationen wird die Erdoberfläche unter verschiedenen klimatischen und meteorologischen Gesichtspunkten eingeteilt und typisiert.
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Gegenstand und Einordnung
Die Klimageographie oder Klimageografie ist die geographische Wissenschaft vom Klima. Sie ist ein Untergebiet der interdisziplinären Klimatologie und untersucht vor allem, wie das Klimasystem mit anderen Systemen zusammenwirkt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Wechselwirkungen und räumlichen Mustern an der Erdoberfläche.
Die Klimatologie verbindet Meteorologie, Geographie sowie auch Geologie, Ozeanographie und Physik. Sie untersucht die physikalischen Erscheinungen der Lufthülle der Erde, also das Klima, deren Wechselwirkung mit der Erdoberfläche sowie räumliche und zeitliche Klimaänderungen. Die Meteorologie beschreibt dabei besonders die physikalischen und chemischen Zusammenhänge und Prozesse der gesamten Erdatmosphäre.
Wechselwirkungen und Klimafaktoren
Die geographische Klimatologie betrachtet die gegenseitigen Einflüsse von Erdoberfläche und Lufthülle. Dazu gehören die Wirkung von Wasser- und Landoberflächen auf Wetter und Klima sowie die Wirkung der Witterung auf Erdoberfläche und Menschen, etwa in der Geländeklimatologie und Stadtklimatologie.
Sie beschreibt besonders räumlich begrenzte Phänomene, die durch Topographie, Beschaffenheit der Erdoberfläche, Relief, obere Bodenschichten und das Zusammenwirken der Geofaktoren entstehen. Wichtige geographische Klimafaktoren sind Breite, Meereshöhe, Land-Meer-Verteilung, Maritimität beziehungsweise Kontinentalität, Relief, Bodenbedeckung und Hangneigung. Klimazonen und Klimaklassifikationen teilen und typisieren die Erdoberfläche nach klimatischen und meteorologischen Gesichtspunkten.
Verhältnis zur Klimatologie
Der Begriff Klimageographie betont heute eine geographieorientierte, besonders regionale Klimatologie. In der Geographie ist diese Begriffsverwendung jedoch umstritten. Häufig gibt es keine klare Abgrenzung zwischen Klimatologie und Klimageographie; teilweise werden beide Begriffe synonym verwendet.
Eine grundsätzliche Trennung ist schwierig, weil klimatische Erscheinungen und ihre Wirkungen mit den geographischen Faktoren der Erdoberfläche physikalisch-kausal erklärt werden müssen. Dafür sind Kenntnisse physikalisch-dynamischer Prozesse erforderlich. Allgemeine, regionale und spezielle Klimatologie waren bereits seit Alexander von Humboldt feste Teildisziplinen der Geographie.