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Joachim Czichon

Joachim Czichon (* 1952 in Pokój, Polen) ist ein deutscher Maler und Bildhauer. Joachim Czichon. Inhaltsverzeichnis. 1 Leben; 2 Einzelausstellungen (Auswahl) …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Künstler und Lebenslauf
  2. 2. Einzelausstellungen und Kunstmessen
  3. 3. Gruppenausstellungen seit 1975
  4. 4. Kunst im öffentlichen Raum
  5. 5. Skulptur für den „Mund auf“-Preis
  6. 6. Weitere öffentliche Arbeiten und Sammlungen

Künstler und Lebenslauf

Joachim Czichon (* 1952 in Pokój, Polen) ist ein deutscher Maler und Bildhauer. 1959 übersiedelte er in die BRD. Nach dem Abitur am Schiller-Gymnasium in Offenburg im Jahr 1972 studierte er von 1973 bis 1978 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Herbert Kitzel. Er legte das 1. Staatsexamen ab und leistete anschließend Zivildienst. Seitdem ist er freiberuflich tätig.

Ab 1976 stellte Czichon regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland aus. 1981 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Weitere Auszeichnungen waren 1991 der Franz-Joseph-Spiegler-Preis der Galerie Schrade, Schloss Mochental, und 1996 der Förderpreis des Lovis-Corinth-Preises der Künstlergilde.

Czichon ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg und im Deutschen Künstlerbund. Seit 2017 lebt und arbeitet er in einem 500 m² großen Atelier in Knittlingen/Enzkreis. Neben seiner Ausstellungstätigkeit arbeitete er wiederholt mit Jazzmusikern bei öffentlichen Musik-Mal-Aktionen zusammen. Ein Beispiel ist das am 23. Juli 2004 im Lichthof der HfG Karlsruhe mit Rudolf Theilmann und Helmut Bieler-Wendt entstandene gemeinsame Werk „Klangkörper – Körperklänge“.

Einzelausstellungen und Kunstmessen

Czichons Einzelausstellungstätigkeit begann 1976 in der Galerie Schillerstraße in Karlsruhe. In den folgenden Jahrzehnten zeigte er Arbeiten unter anderem in Galerien, Kunstvereinen, Museen und städtischen Galerien in Karlsruhe, Stuttgart, München, Basel, Zürich, Berlin, Essen, Frankfurt am Main, Freiburg, Düsseldorf, Regensburg, Weil am Rhein und weiteren deutschen und europäischen Städten.

Wichtige Stationen waren 1983 seine erste Einzelausstellung in der Galerie Rottloff Karlsruhe sowie zahlreiche Messe-Präsentationen. Spätere Ausstellungen fanden unter anderem 1996 im Museum Ostdeutsche Galerie in Regensburg, 1999 in den Städtischen Sammlungen Neu-Ulm, 2003 im Kunstverein Bretten, 2008 in der Galerie in der Majolika-Manufaktur, 2010 in der LBS-Zentrale Stuttgart und 2014 im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg statt. Mehrere Ausstellungen waren Gemeinschaftsprojekte, etwa mit Rolf Behm, Heiko Herrmann, Werner Pokorny, Werner Schmidt, Hanns-Christian Kaiser oder Franz Bernhard.

Zu den später genannten Einzelausstellungen gehören 2015 die Galerie Gottschick in Tübingen und 2017 die Max-Grundig-Klinik auf der Bühlerhöhe. Czichon war außerdem an den internationalen Kunstmessen ART Basel, ART Frankfurt, ART Cologne und ART Karlsruhe beteiligt.

Gruppenausstellungen seit 1975

Seit 1975 beteiligt sich Joachim Czichon an den Jahresausstellungen der Neuen Darmstädter Sezession; seit 1976 nimmt er an den Jahresausstellungen des Künstlerbundes Baden-Württemberg teil. Weitere frühe Ausstellungen waren 1977 „Karlsruher Künstler“ im Badischen Kunstverein Karlsruhe und eine Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Frankfurt sowie 1978 „Plastiken auf der Ziegelhütte“ in Darmstadt.

In den 1980er Jahren war Czichon unter anderem bei den Großen Kunstausstellungen im Haus der Kunst München, in der Berlinischen Galerie, im Kunstmuseum der Stadt Düsseldorf, im Kunstpalast Düsseldorf, in der Kunsthalle Mannheim, der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und beim Deutschen Künstlerbund im Gropiusbau Berlin vertreten. Internationale Beteiligungen gab es unter anderem in Saverne und Varese sowie 1985 in Sondrio in Italien.

In den 1990er Jahren folgten Ausstellungen wie „Kunst in Baden nach 1945“ im Schloss Rastatt, „Spiegelbilder“ und „Kunst der Neunziger Jahre“ im Badischen Kunstverein Karlsruhe, „Etat d'art – un bout d'europe“ in Nancy, der „Premier Salon international d’Art contemporain“ in Strasbourg sowie Präsentationen in städtischen Galerien in Karlsruhe, Schwäbisch Hall, Rastatt und anderen Orten. 2016 nahm Czichon an „Specchio Italia: 50 Jahre – 50 Künstler / 50 artisti per 50 anni“ in Frankfurt am Main teil.

Kunst im öffentlichen Raum

Joachim Czichon erhielt deutschlandweit öffentliche Aufträge. Seine Werke befinden sich in Firmen, Kliniken und Institutionen. Als jüngstes im Artikel genanntes Kunst-am-Bau-Projekt entstand das „KIT-Icon“ auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), eine Stele mit Majolika-Kacheln aus den Jahren 2013/2014.

Zu den genannten Auftraggebern und Standorten gehören das Polizeipräsidium Philipsburg, die Kopfklinik Heidelberg, die Stadthalle Frankental, die Walter Adam GmbH in Bruchsal, eine Majolika-Stele mit Brunnen im Restaurant Erbprinz Ettlingen, der Badische Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV) in Karlsruhe sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Skulptur für den „Mund auf“-Preis

Die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe veranstaltet seit 1983 jährlich den Vortrag „Mund auf“. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden bedeutende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Publizistik mit dem „Mund auf“-Preis ausgezeichnet. Joachim Czichon gestaltet die Auszeichnung seit 2001.

Im Artikel werden als Preisträger von 2001 bis 2017 genannt: Ralf Dahrendorf, Wolfgang Thierse, W. Michael Blumenthal, Lilija Fjodorowna Schewzowa, Stephen Green, Mohamed el-Baradei, Siegfried Jaschinski, Wolfgang Schüssel, Wangari Maathai, Matthias Horx, Philipp Rösler, Rafik Schami, Petros Markaris, Bernhard Pörksen, Achille Mbembe, Michael Zammit Cutajar und Viviane Reding. Die zugehörigen Ortsangaben reichen unter anderem von London, Berlin, Moskau/Chicago, Wien, Nairobi, Athen, Tübingen, Johannesburg, Malta und Brüssel.

Weitere öffentliche Arbeiten und Sammlungen

2012 wurde Joachim Czichon ausgewählt, den Carl-Heymann-Preis-European Legal Award zu gestalten. 2013 erhielt Robert Badinter die erstmals vergebene Auszeichnung in der Frankfurter Paulskirche.

Czichon fertigte außerdem Porträts öffentlicher Amtsträger an: 2008 porträtierte er Günter Hirsch, den Präsidenten des Bundesgerichtshofs, 2010 Kay Nehm, den Generalbundesanwalt, und 2013 Heinz Fenrich, den Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

Zu den weiteren öffentlichen Musik-Mal-Aktionen gehören „Aktion 98“ 1998 in der Galerie Schloss Mochental, „Sinnesbetörungen“ 1999 im Kulturzentrum Tempel Karlsruhe, eine Veranstaltung 1999 im Edwin Scharff Haus Neu-Ulm, 2001 eine Aktion im Doktorhaus Wallisellen/Schweiz, 2004 „Klangkörper-Körperklänge“ an der HfG Karlsruhe und 2014 eine Aktion im ZKM Kubus Karlsruhe.

Werke Czichons befinden sich unter anderem in der Sammlung Lütze in Stuttgart, der Sammlung Hurrle in Durbach, der Kunstsammlung der Bausparkasse Schwäbisch Hall, dem Kunstmuseum Karlsruhe, dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe, den Regierungspräsidien in Karlsruhe, Reutlingen und Stuttgart, der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen, der Städtischen Galerie Rastatt, der Deutschen Bank in Essen, der Volksbank und der BB Bank in Karlsruhe sowie in den Sammlungen Würth in Schwäbisch Hall, Landesgirokasse Stuttgart, Forschungszentrum Karlsruhe und Messehaus Essen.

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