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Iphigenie auf Tauris (1969)
Iphigenie auf Tauris ist die Studioaufzeichnung des Deutschen Fernsehfunks einer Inszenierung von Wolfgang Langhoff am Deutschen Theater Berlin nach einem …
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Werk und Bedeutung
„Iphigenie auf Tauris“ ist eine 130 Minuten lange Studioaufzeichnung des Deutschen Fernsehfunks aus der DDR. Sie entstand 1969 in deutscher Sprache und hält eine Inszenierung von Wolfgang Langhoff am Deutschen Theater Berlin fest. Grundlage ist das gleichnamige Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe. Regie bei der Fernsehaufzeichnung führte Peter Deutsch, die Kamera verantwortete Stefan Jerzy Zweig.
Handlung
Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie, um sich einen Vorteil im Krieg zu verschaffen. Die Göttin Diana rettet Iphigenie jedoch und bringt sie nach Tauris.
Dort möchte der taurische König Thoas Iphigenie heiraten. Weil sie sich seinem Wunsch widersetzt, soll ein alter Brauch wieder gelten: Jeder Fremde, der nach Tauris kommt, wird getötet. Der nächste Fremde ist ausgerechnet Orest, der Bruder Iphigenies.
Besetzung und Aufführungsgeschichte
Inge Keller spielte Iphigenie, Herwart Grosse den König Thoas, Horst Drinda den Orest, Otto Mellies den Pylades und Ernst Kahler den Arkas. Die Theaterinszenierung wurde anlässlich der Berliner Festtage am 4. Oktober 1963 erstmals aufgeführt. Nach dem Tod Wolfgang Langhoffs übernahm Herwart Grosse die Rolle des Königs.
Die Fernsehaufzeichnung wurde am 1. Januar 1969 erstmals ausgestrahlt und 1974 zum letzten Mal im Fernsehen gezeigt. Ihre Kinopremiere fand erst am 26. Januar 2014 im Berliner Kino Babylon statt, unterstützt von der Ernst-Busch-Gesellschaft und dem DRA.
Zeitgenössische Kritik
Gerda Ewald schrieb zur Premiere im Deutschen Theater in der „Berliner Zeitung“, dass das von Heinrich Kilger gestaltete Bühnenbild und die Kostüme die Schlichtheit und Größe des Schauspiels unterstrichen.