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Initiative Zivilgesellschaft
Sein Ziel ist es über ein gegenseitiges Kennenlernen unterschiedlicher Bewegungen Synergien zu schaffen und gemeinsam ein lebensfreundlicheres …
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Zweck und Bedeutung
Die Initiative Zivilgesellschaft ist ein 2007 gegründeter österreichischer Verein mit Sitz in Wien. Sie bietet unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Initiativen eine gemeinsame Plattform für Austausch, Vernetzung und Beratung. Durch das gegenseitige Kennenlernen verschiedener Bewegungen sollen Synergien entstehen und Beiträge zu einem lebensfreundlicheren Gesellschaftssystem entwickelt werden.
Ihre Schwerpunkte sind soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, Ethik und Nachhaltigkeit. Als Methoden dienen vor allem die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure, Wissensaustausch, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Aktionsraum ist Österreich. Das Motto lautet „Kräfte bündeln – Zukunft gestalten“.
Gründung und Entwicklung
Die Initiative bildete sich 2005 während der Erarbeitung der Wiener Deklaration für eine zukunftsfähige Weltordnung. Diese wurde später als Buch unter dem Titel „Die Wende der Titanic“ veröffentlicht. 2007 erfolgte die Gründung als Verein.
Maßgeblich beteiligt waren die Autoren Herbert Rauch und Alfred Strigl, das von Christian Neugebauer vertretene Online- und Printmedium Glocalist sowie Wolfgang Pekny, der damals bei Greenpeace in einem Think-Tank tätig war. Später kam der Wissenschaftler, Autor und Umweltaktivist Peter Weish hinzu. Auch das ÖKOBÜRO, die Koordinationsstelle von WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und 15 weiteren Umweltorganisationen, engagiert sich in der Initiative.
Arbeitsweise und Veranstaltungen
Die Mitglieder können jederzeit frei und spontan Arbeitsgruppen gründen. Darin behandeln sie gesellschaftliche Probleme und Chancen aus verschiedenen Fachrichtungen. Auf halbjährlichen Konferenzen, die abwechselnd in Wien und an anderen Orten Österreichs stattfinden, können Mitglieder Anträge einbringen. Stimmt eine Mehrheit einem Inhalt zu, wird er als gemeinsamer Grundsatz angenommen und auf der Website veröffentlicht.
Gegenwärtig dient der Verein hauptsächlich als Plattform für Vernetzung und Wissensaustausch zwischen Bewegungen und Organisationen. Als Zukunftsvision nennt der Artikel einen permanenten Rat der Zivilgesellschaft. Dieser soll Politik und Wirtschaft als fachkundige Beratungsinstanz zur Verfügung stehen, ohne politische oder wirtschaftliche Verpflichtungen einzugehen.
Die 10. Konferenz fand vom 1. bis 3. Juni 2012 in Ossiach in Kärnten statt. Ihr Thema lautete „Rio+20 – Auf dem Weg zu globaler Verantwortung?“.
Organisation und Mitgliedschaft
Die Vereinsstruktur folgt dem Prinzip „Einheit in der Vielfalt“. Mitglieder müssen nicht allen Inhalten zustimmen, die andere Mitglieder einbringen, sondern behalten ihre Eigenständigkeit. Sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen können innerhalb des Vereins eigene Initiativen beginnen.
Die Initiative beschäftigt keine Angestellten. Ihre Aktivitäten hängen vollständig vom ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder ab. Aufgaben können nicht einfach an den Verein als übergeordneten Körper delegiert werden: Es geschieht nur, was Mitglieder selbst übernehmen.
Als ordentliche Mitglieder können zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen, Aktivitäten und Projekte aufgenommen werden. Daneben gibt es Fördermitgliedschaften für Einzelpersonen und andere juristische Personen. Für Anfang Oktober 2009 nennt der Artikel 43 Mitglieder. Dazu gehörten Organisationen aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Demokratie, Grundeinkommen, regionale Wirtschaft, Bildung, Medien, Menschenrechte und soziale Fragen, darunter das ÖKOBÜRO, die Plattform Footprint, Permakultur Austria, der Runde Tisch Grundeinkommen, die Vegane Gesellschaft Österreich und SOL – Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil.
Politische und gesellschaftliche Ziele
Das Grundmotiv der Initiative ist die Förderung eines lebensfreundlichen Lebensstils. Zu ihren Vorschlägen gehören erweiterte demokratische Strukturen durch eine dreistufige Volksgesetzgebung auf nationaler und europäischer Ebene. Außerdem fordert sie, zivilgesellschaftliches Engagement vor Gefährdung oder Kriminalisierung durch § 278a StGB zu schützen, wie sie dies beim Wiener Neustädter Tierschützerprozess als gegeben ansieht.
Weitere Ziele sind ein bedingungsloses Grundeinkommen, alternative Geldsysteme, eine neue soziale Architektur und ein Recht auf kindergerechte Bildung. Hinzu kommen Konzepte für einen ökologischen und sozialen Wandel. Bei der Berechnung eines fairen ökologischen Fußabdrucks sollen zukunftsfähige Technologien, der große Einfluss von Tierprodukten und die globale Wiederaufforstung berücksichtigt werden. Das Engagement für kulturelle Vielfalt umfasst auch die Unterstützung alternativer Medien und der Friedensbewegung.