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Heinrich-Heine-Institut

Das Heinrich-Heine-Institut ist eine Einrichtung zur Erforschung und zur Darstellung des Lebens und des Werks des Schriftstellers Heinrich Heine mit Sitz in …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Entstehung und Sammlung
  3. 3. Archiv und Bibliothek
  4. 4. Digitales Portal
  5. 5. Museum und Ausstellung

Aufgabe und Bedeutung

Das Heinrich-Heine-Institut ist eine Einrichtung in Düsseldorf, die das Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich Heine erforscht und darstellt. Es verbindet Forschung, Sammlung und Vermittlung: Zum Institut gehören ein Archiv, eine Bibliothek und ein Museum.

Das Museum widmet sich ausschließlich Heinrich Heine. Archiv und Bibliothek enthalten dagegen auch Bestände ohne direkten Heine-Bezug, zum Beispiel Materialien zu rheinischer Literatur oder zum Komponisten Robert Schumann.

Entstehung und Sammlung

Das Institut wurde 1970 gegründet. Sein Bestand entstand aus der Handschriftensammlung der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf. Die übrigen Schriften dieser Bibliothek gingen in die Bestände der Universitäts- und Landesbibliothek der neu gegründeten Universität Düsseldorf über, die später ebenfalls nach Heinrich Heine benannt wurde.

Die Landesbibliothek war Nachfolgerin der Kurfürstlichen Bibliothek der Kurfürsten zu Pfalz-Neuburg. Zur Sammlung des Instituts gehören neben dem Heine-Archiv auch das Schumann-Archiv sowie weitere Schriften der früheren Landesbibliothek.

Archiv und Bibliothek

Das Archiv sammelt und bewahrt unterschiedliche Quellen. Dazu gehören das Rheinische Literaturarchiv, das sich mit rheinischen Autoren vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart befasst, die Allgemeine Autographensammlung aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, das Schumann-Archiv, weitere 50 Nachlässe sowie ein Bild- und ein Fotoarchiv. Ein Autograph ist ein eigenhändig geschriebenes Schriftstück, zum Beispiel ein Brief oder Manuskript.

Die Bibliothek besitzt einen Lesesaal. Sie umfasst die Heine-Bibliothek mit Werken von und über Heinrich Heine, die Heine-Nachlass-Bibliothek aus dem Nachlass des Dichters, Heine-Vertonungen sowie Nachlassbibliotheken aus dem Rheinischen Literaturarchiv. Ein Nachlass bezeichnet Materialien, die nach dem Tod einer Person erhalten bleiben, etwa Bücher, Briefe oder Manuskripte.

Digitales Portal

Das Heinrich-Heine-Portal ist ein digitales Informationssystem. Es enthält die historisch-kritische Düsseldorfer Heine-Ausgabe, abgekürzt DHA, und die Briefabteilung der Weimarer Säkularausgabe, abgekürzt HSA.

Eine historisch-kritische Ausgabe ist eine wissenschaftliche Textausgabe, die Texte möglichst genau wiedergibt und ihre Entstehung, Varianten und Überlieferung dokumentiert.

Museum und Ausstellung

Die Dauerausstellung des Heinrich-Heine-Museums trägt den Titel „Romantik und Revolution“. Sie beschäftigt sich mit Leben, Werk und Zeit des Düsseldorfer Dichters Heinrich Heine.

Die Ausstellung ist in neun Räume gegliedert: Familie (vor 1797), Anfänge (1797–1819), Aufbruch (1819–1831), Exil (1831–1848), Matrazengruft (1848–1856), Zeitgenossen und Wirkung, besonders Robert und Clara Schumann, Nachwelt und Wirkung, ein „Literaturlabor“ sowie eine Hör- und Leseecke.

In den Ausstellungsräumen finden auch Wechselausstellungen statt. Manche davon werden vom Institut selbst kuratiert, zum Beispiel im Jahr 2012 eine Ausstellung zu B. Traven.

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