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Heine (Familie)

Die deutsch-jüdische Familie Heine, die seit dem 17. Jahrhundert in Bückeburg nachweisbar ist, brachte eine Vielzahl von Kaufleuten, Bankiers, Unternehmern, …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Name, Ursprung und Verbreitung
  3. 3. Bedeutende Familienzweige und Personen
  4. 4. Bildlich dargestellte Angehörige

Überblick

Die Familie Heine ist eine deutsch-jüdische Familie, die seit dem 17. Jahrhundert in Bückeburg nachweisbar ist. Aus ihr gingen Kaufleute, Bankiers, Unternehmer, Akademiker und Künstler hervor. Ihr bekanntestes Mitglied ist der Dichter und Publizist Heinrich Heine (1797 oder 1799–1856), der in Paris lebte.

Name, Ursprung und Verbreitung

Der Familienname geht auf einen nur namentlich bekannten Chaim zurück. Sein Sohn Jitzchak ben Chajim erscheint in nichtjüdischen Quellen als Isaak Heine. Das Patronym, also ein vom Vornamen des Vaters abgeleiteter Name, setzte sich gegenüber der innerhalb der jüdischen Gemeinde verwendeten Herkunftsbezeichnung „Bückeburg“ durch und wurde zum Familiennamen.

Als Stammvater gilt Isaak (Jitzchak) Heine, auch Itzig Bückeburg, der etwa von 1654 bis 1734 lebte. Er war Hoffaktor des Grafen Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg. Ein Hoffaktor war ein Händler oder Finanzmann im Dienst eines Herrschers. Seine Söhne waren Hoflieferanten und Hofbankiers in Bückeburg und Hannover. Familienzweige lebten später auch in Hamburg, Bordeaux, Berlin, Düsseldorf und Wien.

Gustav Heine, ein Bruder Heinrich Heines, wurde am 30. März 1867 in den österreichischen Ritterstand erhoben. Seit dem 24. September 1870 führte er als österreichischer Freiherr den Namen „von Heine-Geldern“.

Bedeutende Familienzweige und Personen

Die frühen Angehörigen waren vielfach im Hofdienst, Handel und Bankwesen tätig. Isaak Heine war Hoflieferant und Hofbankier in Bückeburg und Detmold sowie Vorsteher der jüdischen Gemeinde Bückeburg. Salomon Heine (um 1686–1766) war Hoffaktor des Grafen Simon Heinrich Adolf zur Lippe-Detmold und lebte in Berlin; David Simon Heine (um 1690–1744) war Hofjude in Hannover.

Ein Düsseldorfer Zweig geht auf den Tuchkaufmann Samson Heine (1764–1828) und Betty Heine, geb. van Geldern (1771–1859), zurück. Ihr Sohn Heinrich (Harry) Heine wurde als Dichter und Publizist bekannt. Zu diesem Umfeld gehörten auch seine Schwester Charlotte Embden, geb. Heine (1800 oder 1802/03–1899), sowie Marie Embden-Heine (1824–1908), die Erinnerungen an Heinrich Heine veröffentlichte.

Der Hamburger Bankier Salomon Heine (1767–1844) war mit Betty Heine, geb. Goldschmidt (1777–1837), verheiratet. Weitere Angehörige dieses Umfelds waren unter anderem Bankier Carl Heine (1810–1865), Arzt Eduard (Edward) Heine (1809–1897) in Dresden und Kaufleute in Hamburg, Le Havre und anderen Städten.

Zum französischen Zweig gehörten die Bankiers und Unternehmer Armand Heine (1818–1883) und Michel Heine (1819–1904). Alice Heine (1858–1925) wurde durch Heirat zunächst Herzogin von Richelieu und in zweiter Ehe Fürstin von Monaco. Georges Heine (1861–1928) war Bankier in Paris.

Zum Wiener Zweig der Freiherren von Heine-Geldern gehörten Gustav Freiherr von Heine-Geldern (1803 oder 1805–1886), Zeitungsverleger und Buchdruckereibesitzer, sowie Robert Freiherr von Heine-Geldern (1885–1968), Professor für Völkerkunde in Wien. Maximilian von Heine (1806 oder 1807–1879) war Militärarzt und Hofrat in St. Petersburg.

Bildlich dargestellte Angehörige

Die Galerie zeigt Porträts von Salomon Heine (1767–1844), Betty Heine (1771–1859), Amalie Friedländer (1800–1838), Charlotte Embden (1800–1899), Gustav Heine von Geldern (1805–1886), Maximilian von Heine (1806–1879), Nanette Kaulla (1812–1876), Mathilde Heine (1815–1883) und Alice Fürstin von Monaco (1858–1925). Nanette Kaulla ist Teil der „Schönheitengalerie“ König Ludwigs I.

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