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Hartmann Römer
Hartmann Römer (* 1. Juni 1943 in Wuppertal; † 28. Juni 2026) war ein deutscher theoretischer Physiker und Hochschullehrer.
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Überblick und akademischer Werdegang
Hartmann Römer (* 1. Juni 1943 in Wuppertal; † 28. Juni 2026) war ein deutscher theoretischer Physiker und Hochschullehrer. Theoretische Physik beschreibt Naturvorgänge mithilfe mathematischer Modelle und Theorien.
Er studierte Physik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1970 promovierte er in Bonn mit der Arbeit „Verallgemeinerung des Venezianomodells auf Streuprozesse von Bosonen mit beliebigen Spins“. 1975 habilitierte er sich mit „Mechanismen spontaner Massenerzeugung und lösbare Modelle“. Die Habilitation ist eine weitere wissenschaftliche Qualifikation, die traditionell zur Hochschullehre befähigt.
Nach Auslandsaufenthalten in Finnland, Brasilien, Mexiko, Israel am Weizmann-Institut für Wissenschaften sowie in der Schweiz am Kernforschungszentrum CERN erhielt Römer 1979 einen Ruf als Ordinarius für theoretische Physik nach Freiburg. Dort leitete er am Physikalischen Institut die Abteilung Feldtheorie und Teilchenphänomenologie. Zum Wintersemester 2008/2009 wurde er emeritiert.
Forschungs- und Lehrgebiete
Römer wurde insbesondere durch Lehrbücher bekannt, die in die klassische theoretische Physik einführen und Themen der elementaren Feldtheorie, statistischen Mechanik und theoretischen Optik behandeln.
Daneben beschäftigte er sich mit Naturphilosophie. Dabei weitete er Gedanken der Quantentheorie aus: Komplementarität bezeichnet die Auffassung, dass sich bestimmte Eigenschaften nicht gleichzeitig in derselben Beschreibung erfassen lassen; Verschränkung beschreibt in der Quantentheorie besondere Zusammenhänge zwischen Quantensystemen. Römer bezog diese Ideen auch auf Bereiche der Geisteswissenschaften und nannte diesen Ansatz „schwache Quantentheorie“. Außerdem betrachtete er Gedanken Wolfgang Paulis zur Psychologie Carl Gustav Jungs.
Er engagierte sich bei der Humboldt-Stiftung und war Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Hercynia Freiburg im Breisgau im CV.
Ausgewählte Schriften
Zu Römers Veröffentlichungen zählen:
- „Grundlagen der klassischen theoretischen Physik“, Springer 1986, ISBN 3-540-16163-5, zusammen mit Josef Honerkamp.
- „Elementare Feldtheorie: Elektrodynamik, Hydrodynamik, spezielle Relativitätstheorie“, Wiley-VCH-Verlag Weinheim 1993, ISBN 3-527-29065-6, zusammen mit Michael Forger.
- „Statistische Mechanik“, Wiley-VCH-Verlag Weinheim 1994, ISBN 3-527-29228-4, zusammen mit Thomas Filk.
- „Theoretical optics“, Wiley-VCH-Verlag Weinheim 2005, ISBN 3-527-40429-5.
- „Quanten, Komplementarität und Verschränkung in der Lebenswelt: Verallgemeinerte Quantentheorie“, Lit-Verlag Münster 2023, ISBN 978-3-643-15378-4.