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Hans Heinrich Blotevogel
Er ist seit 2012 Gastprofessor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung am Institut für Geographie und Regionalforschung an der Universität Wien …
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Person und Fachgebiete
Hans Heinrich Blotevogel (* 23. November 1943 in Getmold) ist ein deutscher Stadt-, Wirtschafts- und Sozialgeograph. Seit 2012 ist er Gastprofessor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien.
Ausbildung und akademische Laufbahn
Blotevogel studierte von 1963 bis 1969 Geographie, Germanistik, Soziologie und Philosophie in Münster, Tübingen und Bochum. Von 1970 bis 1981 arbeitete er als Assistent am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Dort promovierte er 1972 an der Fakultät für Geowissenschaften und habilitierte sich 1980.
Von 1983 bis 2004 war er Professor für Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Gerhard-Mercator-Universität in Duisburg. Anschließend lehrte er von 2004 bis 2009 Raumordnung und Landesplanung an der Fakultät für Raumplanung der Technischen Universität Dortmund. Raumordnung und Landesplanung befassen sich mit der räumlichen Entwicklung und der Planung von Regionen und Ländern. Von 2005 bis 2008 war er außerdem geschäftsführender Direktor des Instituts für Raumplanung (IRPUD). 1982 erhielt er den Karl-Zuhorn-Preis.
Wissenschaftliche Ämter und Mitgliedschaften
Blotevogel war von 1997 bis 1999 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geographie. Im Amtsjahr 2009/2010 stand er als Präsident der Akademie für Raumforschung und Landesplanung vor. Seit 1999 ist er korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2000 gehört er der Academia Europaea an.
Ausgewählte Schriften
Zu seinen ausgewählten Veröffentlichungen gehören:
- „Zentrale Orte und Raumbeziehungen in Westfalen vor der Industrialisierung“, Schöningh, Paderborn 1975, ISBN 3-506-71198-9.
- „Kulturelle Zentralfunktionen. Theoretische Konzepte und Beispiele aus Westfalen seit dem 18. Jahrhundert“, erschienen 1978 in dem von Günter Wiegelmann herausgegebenen Band „Kulturelle Stadt-Land-Beziehungen in der Neuzeit“, S. 63–114; der Volltext ist als PDF verfügbar.