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Hans-Joachim Schlichting

Hans-Joachim Schlichting (* 25. März 1946 in Pewsum) ist ein deutscher Physiker und emeritierter Hochschullehrer, der besonders als Fachdidaktiker bekannt …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Kernprofil
  2. 2. Ausbildung und Hochschullaufbahn
  3. 3. Fachliche Tätigkeiten
  4. 4. Publizistische Arbeit
  5. 5. Auszeichnungen

Kernprofil

Hans-Joachim Schlichting (* 25. März 1946 in Pewsum) ist ein deutscher Physiker und emeritierter Hochschullehrer. Besonders bekannt ist er als Fachdidaktiker, also als Wissenschaftler, der sich mit dem Lehren und Lernen von Physik beschäftigt. Seine Bedeutung liegt vor allem in Beiträgen zur Didaktik der Physik, zur Verbreitung physikalischen Wissens und zur Erklärung von Alltagsphänomenen.

Ausbildung und Hochschullaufbahn

Schlichting studierte von 1968 bis 1972 Physik und Philosophie an der Universität Hamburg. Zu seinen Hochschullehrern gehörte Carl Friedrich von Weizsäcker. Nach dem Diplom 1972 promovierte er von 1972 bis 1974. Seine Dissertation in theoretischer Physik trug den Titel „Spinwellentheorie ungeordneter zweidimensionaler Heisenberg-Antiferromagneten“.

Ab 1976 arbeitete Schlichting als Akademischer Oberrat an der Universität Osnabrück. 1983 habilitierte er sich im Fach Didaktik der Physik. Danach erhielt er eine Professur an der Universität Osnabrück. 1991 wechselte er auf eine C4-Professur an die Universität Essen. Nach acht Jahren ging er auf eine gleichwertige Stelle an die Universität Münster und wurde dort Direktor des Instituts für Didaktik der Physik. 2011 wurde er emeritiert und damit von Lehr- und Gremienverpflichtungen entbunden, blieb der Universität aber als Forscher verbunden.

Fachliche Tätigkeiten

Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn war Schlichting unter anderem als Gutachter für die Stiftung Volkswagenwerk und als Sondergutachter der DFG tätig. Außerhalb seiner Universitätsstellen engagierte er sich seit 1994 im Fachverband Didaktik der Physik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Von 1994 bis 2000 leitete er diesen Fachverband.

Von 1993 bis 2006 war Schlichting Sprecher des Arbeitskreises der Dozenten der Didaktik der Physik in NRW. International war er von 2002 bis 2008 Official Member der International Commission of Physics Education (ICPE). Diese Tätigkeiten zeigen seinen Schwerpunkt auf der Vermittlung und Weiterentwicklung des Physikunterrichts.

Publizistische Arbeit

Seit 1993 schrieb Schlichting in der Fachzeitschrift „Physik in unserer Zeit“ die Kolumnen „Spielwiese“ zusammen mit Christian Ucke und „Im Blickwinkel“. Ab 2009 übernahm er in „Spektrum der Wissenschaft“ die Kolumne „Schlichting! (Physik im Alltag)“. Darin standen physikalische Alltagsphänomene im Mittelpunkt.

Zu seinen Schriften gehören unter anderem „Wenn der Pool ins Schwimmen gerät: physikalische Alltagsphänomene“ (2012), „Spiel, Physik und Spaß“ mit Christian Ucke (2011), „Energie und Energieentwertung in Naturwissenschaft und Umwelt“ (1983), „Physikunterricht: 5 - 10“ mit Udo Backhaus (1981), seine Dissertation von 1974 sowie „Naturgesetze in der Kaffeetasse“ in „Spektrum der Wissenschaft“ Spezial Physik.Mathematik.Technik 3/14 vom September 2014.

Auszeichnungen

2008 erhielt Schlichting den Robert-Wichard-Pohl-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Der Preis wurde ihm für hervorragende Beiträge zur Physik sowie für außergewöhnliche Leistungen in der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis, in der Lehre, im Unterricht und in der Didaktik der Physik verliehen.

2013 erhielt er den Archimedes-Preis für Physik des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU).

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