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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Hans-Georg Bohle

Seine humangeographischen Forschungsinteressen lagen vor allem im Bereich Geographische Entwicklungsforschung, Resilienz ... Physische Geographie und …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und wissenschaftliches Profil
  2. 2. Studium und Hochschultätigkeit
  3. 3. Weitere Aufgaben und Auszeichnungen
  4. 4. Ausgewählte Forschungsthemen in Publikationen

Person und wissenschaftliches Profil

Hans-Georg Bohle (* 3. März 1948 in Hildesheim; † 20. September 2014 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Geograph und Entwicklungsforscher. Sein Arbeitsgebiet war die Humangeographie, also die Untersuchung von Beziehungen zwischen Menschen, Gesellschaften und Räumen.

Im Mittelpunkt seiner Forschung standen Entwicklungsländer Südasiens. Er beschäftigte sich besonders mit der Geographischen Entwicklungsforschung, Resilienz, Vulnerabilität, Geographischer Risikoforschung und Livelihoods. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und sich davon zu erholen. Vulnerabilität bedeutet Verwundbarkeit gegenüber Gefahren oder Krisen. Livelihoods sind die Möglichkeiten und Grundlagen, mit denen Menschen ihren Lebensunterhalt sichern.

Studium und Hochschultätigkeit

Bohle studierte ab 1968 an der Universität Göttingen. Dort arbeitete er von 1977 bis 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut, wurde 1979 promoviert und habilitierte sich 1985.

Von 1986 bis 1995 war er Professor für Kulturgeographie am Institut für Kulturgeographie der Universität Freiburg. Anschließend lehrte er von 1995 bis 2004 als Professor für Geographie Südasiens am Geographischen Institut und am Südasien-Institut der Universität Heidelberg. Von 2003 bis zu seiner Emeritierung 2013 war er Professor für Geographische Entwicklungsforschung am Geographischen Institut der Universität Bonn.

Weitere Aufgaben und Auszeichnungen

2006/07 war Hans-Georg Bohle Vorsitzender des Institute for Environment and Human Security der Universität der Vereinten Nationen. Außerdem gehörte er dem Stiftungsrat der Münchener Rück Stiftung an.

2001 wurde er Mitglied der Academia Europaea. 2007 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Ausgewählte Forschungsthemen in Publikationen

Bohles Veröffentlichungen behandeln unter anderem Wasserressourcen, Ernährungssicherheit, die Grüne Revolution in Indien, Klimawandel, Verwundbarkeit und die Sicherung von Lebensgrundlagen. Beispiele sind „Die Grüne Revolution in Indien – Sieg im Kampf gegen den Hunger?“ (1981), „The Geography of Vulnerable Food Systems“ (1993) und der gemeinsam mit T.-E. Downing und M. J. Watts verfasste Beitrag „Climate Change and Food Security: Toward a Sociology and Geography of Vulnerability“ (1996).

Weitere Arbeiten beziehen sich auf Livelihood Security und Vulnerabilität in Nepal, Indien und Sri Lanka (1998), auf „Geographien von Verwundbarkeit“ (2007), auf soziale Vulnerabilität und Livelihood Security (2011) sowie auf die Geographische Entwicklungsforschung (2011).

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