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Gymnasium Osterbek
Im Französisch-Zweig des Gymnasiums kann seit 2006 das deutsch-französische Abitur („AbiBac“) abgelegt werden. Gymnasium Osterbek. Schulform, Gymnasium.
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Überblick und Bedeutung
Das Gymnasium Osterbek ist ein staatliches Gymnasium im Hamburger Stadtteil Bramfeld. Es wurde 1971 gegründet und befindet sich heute am Turnierstieg 24 in Hamburg. Im Schuljahr 2025/26 besuchen 580 Schülerinnen und Schüler die Schule; unterrichtet werden sie von 60 Lehrkräften. Die Leitung hat Sven Mérono.
Besonders wichtig ist der Französisch-Zweig: Dort kann seit 2006 das deutsch-französische Abitur, das sogenannte AbiBac, erworben werden. Das Gymnasium verbindet damit den regulären gymnasialen Bildungsweg mit einer besonderen deutsch-französischen Ausrichtung.
Entwicklung seit der Gründung
Die Schule wurde 1971 zunächst als „Gymnasium Farmsen II“ am Hermelinweg gegründet. Nach der Grundsteinlegung 1972 am Turnierstieg nahm sie 1973 mit 250 Schülern den Betrieb auf. 1974 erhielt sie den heutigen Namen Gymnasium Osterbek; zugleich wurde der Neubau am Turnierstieg eingeweiht.
Beim Bau wurde unter dem östlichen Hauptgebäude eine Zivilschutzanlage mit 700 Plätzen eingerichtet. Dies geschah im Zeichen des Kalten Krieges. 1975 begann eine Oberstufen-Kooperation mit dem Gymnasium Farmsen. 1976 wurden die Mehrzweckhalle und der Verwaltungstrakt eingeweiht. Ein ursprünglich geplantes Oberstufenhaus wurde wegen des damals vorausgesehenen Rückgangs der Schülerzahlen in Hamburg nicht gebaut.
1978 stimmte die Schulgemeinschaft über eine Umwandlung in eine Gesamtschule ab. Die Abstimmung fiel zugunsten der Beibehaltung der Schulform Gymnasium aus. 1981 begann der bilinguale Unterricht in Französisch. Nachdem die Haupt- und Realschule Turnierstieg 1983 geschlossen worden war und die Vermietungen dort 2002 ausliefen, übernahm das Gymnasium das benachbarte Gebäude. Dadurch standen Ersatzräume für das nicht errichtete Oberstufenhaus zur Verfügung.
Im Schuljahr 2017/18 war das Gymnasium dreizügig. 2019 erwog die Schulbehörde eine Erweiterung um zwei weitere Parallelklassen je Jahrgangsstufe, wodurch die Schule fünfzügig geworden wäre.
Standort und Schulgebäude
Das Gymnasium Osterbek liegt im Süden Bramfelds, ungefähr einen Kilometer östlich des Bundeswehrkrankenhauses. Das Schulgelände wird im Süden durch die Straße Turnierstieg begrenzt, die vom Barmwisch abzweigt. Südlich des Geländes liegt ein Hochhausgebiet an der Bengelsdorfstraße.
Die Hauptgebäude sind zwei Serienschulbauten des Typs 68. Wegen ihres Grundrisses werden sie auch „Doppel-H“ genannt. Dieser standardisierte Bautyp wurde zwischen Ende der 1960er und Mitte der 1970er Jahre in den damaligen Rand- und Erweiterungsgebieten Hamburgs ungefähr 50-mal errichtet. Die Gebäude sind dreistöckig, besitzen Flachdächer und sind horizontal in einem Raster von 1,80 Metern gegliedert.
Zwischen 2012 und 2015 wurde die Anlage in drei Arbeitspaketen erneuert. Dazu gehörten ein Anbau an die Dreifeld-Sporthalle, die Gestaltung beziehungsweise Erneuerung der Außensportanlagen sowie die Sanierung des Verwaltungstrakts und von Gebäude 1.
Sprachen und Oberstufe
Ab Klasse 5 können Schülerinnen und Schüler den Französisch-Zweig wählen. In diesem Zweig findet in Klasse 7 ein Schüleraustausch mit Frankreich statt, zum Beispiel mit Marseille. Im Schuljahr 2020/21 gehörte das Gymnasium Osterbek zu den vier Hamburger Gymnasien, an denen das AbiBac abgelegt werden konnte.
Wer nicht den Französisch-Zweig besucht, kann ab Klasse 6 Latein oder Französisch als Fremdsprache belegen. In der Oberstufe ist das Gymnasium Teil des Oberstufenverbunds Wandsbek. Es kooperiert mit dem Johannes-Brahms-Gymnasium, dem Gymnasium Farmsen und der Stadtteilschule Bramfeld. Durch diesen Verbund können insgesamt zwölf verschiedene Oberstufenprofile angeboten werden.